Starke Leistungen des österreichischen Teams bei der Treppenlauf-EM

Klaus Hausleitner beim ZieleinlaufDie dritte Europameisterschaft im Treppenlauf fand in der polnischen Hauptstadt Warschau, und damit bei einem sehr renommierten Ausrichter, statt. Der Modus beinhaltete einen Sprint über 18 Stockwerke und eine längere Distanz über 38 Stockwerke im Rondo 1, einem der höchsten Gebäude der Stadt.

Die besten Athleten dieser Qualifikationsrunden hatten im Finale, welches abermals über die volle Distanz ging, noch einmal die Chance sich zu verbessern bzw. dagegen anzukämpfen keinen Platz mehr zu verlieren. Doch etwas überraschend und letztlich sehr klar konnte sich der Deutsche Christian Riedl gegen den favorisierten Titelverteidiger und Lokalmatador Piotr Lobodzinski durchsetzen. Dieser konnte nur durch einen starken Finallauf den Italien Fabio Ruga auf Platz 3 verweisen.

Mit der vielleicht stärksten Leistung seiner bisherigen Karriere gelang dem Niederösterreicher Klaus Hausleitner der siebente Endrang. Speziell seine Ausgeglichenheit in allen drei Läufen (schlechtestes Teilergebnis war Platz 8) verhalf ihm zum wohl nicht ganz erwarteten Erfolg. Direkt hinter Hausleitner platzierte sich der Vorarlberger Jakob Mayer (TS Dornbirn). Der Sensations-WM-Vierte vom Vorjahr hat vor allem im Sprint wertvolle Punkte liegen gelassen. Auch eine zu aggressive Startphase im ersten langen Bewerb haben ein besseres Ergebnis verhindert. Der ehemalige Empire State Building Lauf Sieger und Österreichs Rekordinternationale bei Berglauf Weltmeisterschaften Rudolf Reitberger (SU IGLA long life) erreichte Gesamtrang 30 und Platz 6 in der Mastersklasse.

In Abwesenheit der erfolgreichsten Österreichischen Damen der letzten Jahre - allen voran der Titelverteidigerin Andrea Mayr - waren die Erwartungen nicht all zu hoch gesteckt. Umso erfreulicher, dass die Siegerin des Österreichischen Treppenlaufcups 2015 Sabine Nader bei ihrem ersten großen internationalen Antreten mit Platz 14 zu überzeugen wusste. Überlegene Damensiegerin wurde die Polin Anna Ficner vor ihrer Landsfrau Iwona Wicha, welche die Tschechin Zuzana Krchova bei Punktegleichheit aufgrund des besseren Finalergebnisses auf Platz drei verwies.

ein Großteil des heimischen Teams bei der Towerrunning-EM Bereits fünf Tage nach der EM (17. März) geht es für viele Athleten – auch Österreicher – beim prestigeträchtigen Lauf auf den Pariser Eiffelturm weiter. Der traditionelle Steffl-Turmlauf des Österreichischen Leichtathletik-Verbands wird am 6. Mai stattfinden. Die Ausschreibung dieses Wettkampfs, der zum Österreichischen Treppenlaufcup sowie Weltcup zählt, erfolgt in Kürze.

v.l.n.r. Michael Reichetzeder, Klaus Hausleitner, Sabine Nader und Rudolf Reitberger

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ÖLV | 17.03.2016 (HB)
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