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Kurzmeldungen 17.8.2026

Latest News © ÖLV

Zweimal wöchentlich berichten wir in den ÖLV-Latest News über Wissenswertes und Allerlei aus der Leichtathletik auf nationaler sowie internationaler Ebene.

Nach der EM ist vor der WM

Die Leichtathletik-Freiluft-EM ist seit wenigen Stunden Geschichte. In zwei Jahren findet die nächste Ausgabe, aufgrund der Olympischen Spiele in Los Angeles, dann bereits im Juni 2028 statt. Das polnischen Leichtathletik-Nationalstadion in Chorzow, ein Vorort von Katowice, unweit der tschechisch-polnischen Grenze, wird von 3.-8. Juni 2028 Austragungsort sein. Für Österreichs Läufer:innen geht es in wenigen Wochen bereits weiter mit einem weiteren internationalen Highlight, denn am 19./20. September 2026 finden in Kopenhagen (DEN) die World Road Running Championships statt. 

Folgende Athlet:innen haben dafür die ÖLV-Limits erbracht bzw. wurden von der ÖLV-Sportkommission (*) trotz knapp verpasster Norm bereits nominiert. Road Mile: Caroline Bredlinger, Raphael Pallitsch (beide sind qualifiziert, ihr Start ist noch ungewiss); 5 km Straßenlauf: Lisa Redlinger, Kevin Kamenschak*; Halbmarathon: Cordula Lassacher, Julia Mayer, Larissa Matz, Aaron Gruen, Timo Hinterndorfer*. 

Harreither Laufnacht im Alpenstadion

Viele Spitzenleistungen brachte die vom LAC Waidhofen/Ybbs organisierte Harreither Laufnacht am 15. August in das Alpenstadion nach Waidhofen/Ybbs - es gab ideale Laufbedingungen am Abend. Dabei wurden von den 140 Athleten:innen aus 19 verschiedenen Nationen insgesamt über 60 persönliche Bestzeiten erzielt und sieben Meetingrekorde aufgestellt. Der Höhepunkt des Abends war sicherlich der 400-m-Bewerb der Männer. Kein Geringerer als der 4x400-m-Weltmeister und Bronzemedaillengewinner im Einzel über 400 m aus Tokio 2025 Bayapo Ndori aus Botswana war am Start. Er siegte in der Weltklassezeit von 45,31 s (MR). Über 400 m der Frauen gewann U20-WM-Teilnehmerin Una Jovanovic (SRB) in 55,57 s (MR). Über 800 m der Männer lag Zan Ogrinc (SLO) mit 1:50,05 min (MR) voran. Auch über 1500 m der Frauen war die Siegerin Milica Tomasevic (4:19,69 min.) schneller als der bisherige Meetingrekord. Bei den Männern wiederholte der U20-WM-Fünfte Aldin Catovic (SRB) in 3:42,13 min seinen Vorjahressieg, und das ebenfalls in Meetingrekordzeit.

Im 3000-m-Rennen der Frauen siegte die mehrfache EM-Teilnehmerin Lena Millonig (ULC Riverside Mödling) - ebenfalls in Meetingrekordzeit - von 9:37,00 min. Ein besonderes Highlight war dabei der zweite Platz der 14-jährigen Caroline Riedl (RATS Amstetten), die mit 9:52,76 min als Zweite einen neuen NÖLV-Landesrekord in der U16-Klasse aufstellte. Über 3000m der Männer siegte Alex Mosolua Mututua (run2gether) aus Kenia in 8:10,66 min (MR). Eine tolle Vorstellung lieferte auch der U18-Läufer Matteo Xaver Jost, der damit ÖLV-Jahresbester der U18 ist.

Markus Fuchs unter der Haube

Österreichs Sprint-Ass Markus Fuchs (UNION St. Pölten) gab am Wochenende seiner langjährigen Lebensgefährtin Teresa das Jawort.

Überlaufen-Podcast: Episoden 63 und 64

In "Was ist Schwelle?" rekapitulieren Tobias Rattinger (BMD LAC Amateure Steyr) und Raphael Pallitsch (UNION St. Pölten), was vor und während der Staatsmeisterschaften – im Speziellen über die 1500 Meter – passiert ist. Raphael kämpfte den ganzen Tag mit Durchfall und stand deshalb vor der Entscheidung, überhaupt an den Start zu gehen. Tobias haderte mit dem plötzlich aufgekommenen Wind, der seine taktischen Überlegungen zunichte machte. Am Ende trafen sich die beiden zunächst am Start und schließlich mit Platz 1 und 3 erneut im Ziel. Die A-oder-B-Fragen greifen einerseits noch einmal die Staatsmeisterschaften und mögliche Entwicklungspotenziale auf, andererseits geht es für Raphael auf eine nostalgische Rückschau: Was war das größte Sportgroßereignis seiner Karriere? Im Thema des Tages rollt Tobias alle (?) noch offenen Fragen des Podcasts auf. Eine davon lautet: Was ist die Schwelle?

In Episode 64 "Omlette mit Avocado und Birmingham" ist das Überlaufen-Duo wieder einmal vereint. Vor der Pressekonferenz des ÖLV geht's ins Training und danach zum gemeinsamen Mittagessen ins Café. Viele Details und spannende Exkurse zur Vorbereitung auf Birmingham warten auf die Zuhörer:innen.

Neuauflage des Gender Traineeprogramms

Dieses einzigartige „training on und off the job“-Programm ist eine gemeinsame Initiative von Bund (BMWKMS) und Ländern in Richtung Gleichstellung im Sport. Es gibt drei Ausbildungsschienen: a) Trainer:in in einer Sportart, b) Sportmanagement, c) Sportwissenschafterin/Talentecoach. 

Mit der Neuauflage des Gender Traineeprogrammes wird das Programm auf drei Jahre verkürzt und der Ausbildungsbeitrag angehoben. Die öffentliche Ausschreibung ist nun erfolgt, Bewerbungen sind bis 14.09.2026 möglich, die Hearings mit den Kandidatinnen sollen dann Anfang Oktober stattfinden. Ziel ist ein Einsatz ab November 2026. Alle Detailinformationen sind hier nachzulesen

EM 2026: Medaillenspiegel

Italien gewann mit insgesamt 22 Medaillen (10x Gold - 6x Silber - 6x Bronze) vor Großbritannien & Nordirland (9x Gold - 8x Silber - 2x Bronze) und Deutschland (6x Gold - 10x Silber - 5x Bronze) den Medaillenspiegel. Ebenfalls sehr stark präsentierten sich die Niederländer:innen mit 14 Medaillen (5x Gold - 3x Silber - 6x Bronze) als viertplatzierte Nation. Insgesamt gewannen 25 Nationen Medaillen. 

EM 2026: Placing Table

Ebenfalls Italien sicherte sich mit 226 Punkten vor Gastgeber Großbritannien & Nordirland mit 211,5 Punkten und Deutschland mit 196 Punkten den Sieg im Placing Table. Österreich erreichte durch Enzo Diessl (Fünfter mit vier Punkten) und Endiroass Kingley (Sechster mit drei Punkten) Rang 29 unter 34 gelisteten Nationen. Die ersten acht Athlet:innen erhalten in dieser Wertung "Placing"-Punkte, wobei der/die jeweils erste Acht und der/die Achte einen Punkt erhalten.

EM 2026: Internationale Highlights

Tag 4 (Donnerstag)

Der Slowene Kristjan Čeh warf den Diskus weiter als jemals zuvor jemand bei einer internationalen Meisterschaft. 72,51 m war seine Siegerweite - insgesamt vier Würfe über 70 Meter hatte er in seiner Serie und am Ende mehr als 2,5 m Vorsprung auf den zweitplatzierten Litauer Mykolas Alekna (69,89 m). Über 800 Meter gewann der 33-jährige Ire Mark English seinen ersten großen Titel in 1:45,26 min. Zuvor war er im Semifinale mit 1:43,49 min einen neuen Meisterschaftsrekord gelaufen. Seinen Titel im Zehnkampf musste sich der Favorit Leo Neugebauer hart erkämpfen. 8.611 Punkte hatte der deutsche Rekordhalter am Ende zu Buche stehen. Über 400 Meter und 1500 Meter schaffte er es total erschöpft gerade noch ins Ziel. Schlechte Windbedingungen begleiteten die Mehrkämpfer an beiden Tagen und drückten auf die Leistungen. 

Amy Hunt (GBR) krönte sich über 200 Meter mit 22,19 s (+0.7) zur Sprintkönigin dieser EM, nachdem sie bereits die 100 Meter gewann. Die Deutsche Gesa Krause gewann über 3000 Meter Hindernis mit 9:12,69 min ihren dritten Europameistertitel. Ihren Stabhochsprungtitel konnte die Schweizerin Angelica Moser mit 4,80 m erfolgreich verteidigen. Den Dreisprungtitel erreichte Dariya Derkach (ITA) mit persönlicher Bestleistung und europäischer Jahresbestleistung von 14,60 m (+1.9). 

Tag 5 (Freitag)

Das erwartete schnelle 800-Meter-Finale der Frauen wurde es dann auch. Die Weltjahresbeste Audrey Werro (SUI) übernahm von Beginn an die Führung im Rennen und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab, das sie in einem neuen Meisterschaftsrekord von 1:54,81 min erreichte. Knapp dahinter kamen die Britin Keely Hodkinson (1:55,01) und die Niederländerin Femke Broeders-Bol (1:55,54 NR) ins Ziel.  

Über 10.000 Meter holte die Italienern Nadia Battocletti in 31:41,17 min ihrem zweiten Titel nach den 5.000 Meter - gleiches gelang ihr bei den letzten Europameisterschaften 2024 in Rom. Nach ihrem überraschenden zweiten Platz im Kugelstoß gewann die Niederländerin Jorinde van Klinken auch den Titel im Diskuswurf mit 67,67 m - hier war sie allerdings klare Favoritin. 

Weltrekordhalter Karsten Warholm (NOR) verteidigte seinen Titel über die 400 Meter Hürden ungefährdet mit neuem Meisterschaftsrekord von 46,63 s. Es war sein insgesamt vierter Europameistertitel in diesem Bewerb.
Über 200 Meter gewann der Deutsche Owen Ansah in 19,95 s (+2.5). Im Hochsprung holte Gianmarco Tamberi mit 2,32 m seinen vierten Europameistertitel. Der immer wieder von Verletzungen geplagte Italiener reiste mit einer Saisonbestleistung von nur 2,23 m an.

Tag 6 (Samstag)

Der Tag startete in der Früh mit den Gehbewerben. Dadurch, dass alle Bewerbe gleichzeitig am gleichen, anspruchsvollen Rundkurs, abgehalten wurden, war das Rennen für Zuschauer:innen vor Ort und während der Liveübertragungen sehr unübersichtlich. In den neuen Distanzen wurden in zwei Bewerben die "Weltrekordstandards" von World Athletics unterboten: Die Spanierin Maria Pérez siegte mit 1:30:06 h im Halbmarathon und die Italienerin Sofia Fiorini im Marathon mit 3:15:11 h. Bei den Männern gewann der Spanier Paul McGrath mit 1:23:23 h den Halbmarathon und der Italiener Massimo Stano mit Europarekord von 2:56:49 h den Marathon. 

Über 1500 Meter gab es durch Stefan Nillessen (NED) in 3:35,70 min einen Überraschungssieger. Während sich über 10.000 Meter in einem schnellen Rennen mit Andreas Almgren (SWE) der Favorit mit 27:23,44 min durchsetzen konnte. Der Schwede brach damit den 48 Jahre alten Meisterschaftsrekord aus dem Jahr 1978 und überrundete dabei einen großen Teil des Feldes. Andy Diaz Hernandez (ITA) sprang mit 18,15 m (+1.7) im Dreisprung einen neuen nationalen Rekord und Jahresweltbestleitung. Mit der Weite liegt er jetzt auf Platz 4 der Alltime-Weltbestenliste. Im letzten Versuch holte sich Julian Weber (GER) den Titel im Speerwurf mit neuem Meisterschaftsrekord von 90,40 m. 

Vor knapp 14 Tagen gewann Kate O'Connor den Siebenkampf bei den Commonwealth Games in Glasgow, jetzt konnte sie ihren Erfolg in einem spannenden Wettkampf mit irischem Rekord von 6.751 Punkten wiederholen.  
Mit überraschend großem Vorsprung gewann Henritte Jaeger die 400 Meter mit norwegischem Rekord von 49,04 s. Ihren dritten Titel im Hochsprung holte sich die Ukrainerin Yaroslava Mahuchikh mit 1,97 m. Zum dritten Mal in der Geschichte der Europameisterschaften konnte Großbritannien beide 4x100-Meter-Staffeln gewinnen -  diesmal in 38,45 s und 42,05 s. Bei den Frauen mit über einer Sekunde Vorsprung auf die zweitplatzierten Schweizerinnen. Amy Hunt holte sich dabei ihre dritte Goldmedaille. 

Tag 7 (Sonntag)

Der Schlusstag startete in der Früh mit den Marathonläufen. Dabei musste ein anspruchsvoller Rundkurs mit vielen Kurven und Höhenunterschieden achtmal gelaufen werden. Insgesamt kamen rund 700 Höhenmeter zusammen. Davon unbeeindruckt zeigte sich die Finnen Alisa Vainio. Sie setzte sich gleich zu Beginn vom Feld ab und lief in einem Solorennen mit 2:22:26 h einen neuen Meisterschaftsrekord. Im Ziel hatte sie fünf Minuten Vorsprung. Bei den Männern nutzte der Deutsche Amanal Petros nach ca. zwei Drittel des Rennens einen Anstieg bei der Labestelle, um sich erfolgreich abzusetzen. Mit 2:09:11 h lief er ebenfalls einen Meisterschaftsrekord. 

Weltrekordhalter Armand Duplantis (SWE) gewann mit 6,15 m seinen vierten EM-Titel im Stabhochsprung. Die Höhe war auch neuer Meisterschaftsrekord. Im Speerwurf gab es mit Sara Kolak eine "Überraschungssiegerin" - mit "nur" 62,43 m ging der Titel diesmal nach Kroatien. Nur die ersten drei Athletinnen übertrafen die 60-Meter-Marke.  Nach dem Olympiasieg von 2016 war dies der zweite große internationale Titel für die 31-jährige Kroatin. Ihre Bestleistung von 68,43 m stammt aus dem Jahr 2017. Ganz knapp war die Entscheidung im Weitsprung. Mit einem Zentimeter Vorsprung gewann die Italienerin Larissa Iapichino. Platz 1 und Platz 5 trennten nur sechs Zentimeter. 

Über 3000 Meter Hindernis gewann der neue Europarekordhalter Frederik Ruppert aus Deutschland ein taktisches Rennen in 8:25,33 min. Die 1500 Meter der Frauen gewann die favorisierte Britin Georgia Hunter-Bell ungefährdet in 4:08,78 min. Bei der 4x100-Meter-Mixedstaffel war Großbritannien klarer Favorit, nachdem  schon die 4x100 Meter der Frauen und Männer gewonnen wurde. Mit neuem Europarekord von 39,97 s kamen sie ins Ziel, und Amy Hunt holte als Schlussläuferin ihre vierte Goldmedaille bei der Heim-EM. Die Niederlande gewannen die 4x400 Meter der Frauen in 3:21,10 min. Lieke Klaver und Femke Broeders-Bol hatten mit 49,5 s die schnellsten Teilzeiten aller Teams. Bei den Männern gewann in einem knappen Rennen Italien mit 2:59,16 min. Die ersten fünf Staffeln trennte im Ziel nur eine halbe Sekunde.  

ÖLV-Lauftermine in den kommenden Woche

Mit dem ÖLV-Laufkalender haben sie den besten Überblick über die Lauftermine der nächsten Tage in ganz Österreich:

23.Aug.26 3. Althofner Stadtlauf Althofen 10.00 Uhr https://shorturl.at/XmBYC 
26.Aug.26 LCC - Babenbergerlauf Wien-Prater 17.30 Uhr www.lcc-wien.at 
28.Aug.26 Kärnten läuft - Wörthersee Nightrun Klagenfurt, Metnitzstrand 19.00 Uhr www.kaerntenlaeuft.at 
28.Aug.26 Mountainman Großarltal - Kids Trail Grossarl - Hotel Auhof  15.00 Uhr https://shorturl.at/YNmsA 
29.Aug.26 Mountainman Großarltal Grossarl - Hotel Auhof  03.00 Uhr https://shorturl.at/YNmsA 
29.Aug.26 Karwendelmarsch-Die Legende lebt! Scharnitz-Pertisau 06.00 Uhr www.karwendelmarsch.info 
29.Aug.26 Kitzbüheler Horn Mountain-Street-Run Kitzbühel 09.30 Uhr www.hornlauf.com 
29.Aug.26 30. Mohar Berglauf Sagritz 10.00 Uhr https://berglaufcup.at/ 
29.Aug.26 24.Annaberger Berglauf Annaberg/Tirolerkogel 10.30 Uhr www.annaberger-berglauf.at 
29.Aug.26 37. Ybbsitzer Marktlauf  Ybbsitz 15.00 Uhr www.ybbsitz.at 
29.Aug.26 Kärnten läuft - Vorprogramm Klagenfurt, Metnitzstrand 09.30 Uhr www.kaerntenlaeuft.at 
30.Aug.26 Kärnten Läuft-Viertelmarathon Pörtschach/Wörthersee 08.00 Uhr www.kaerntenlaeuft.at 
30.Aug.26 Kärnten Läuft-Halbmarathon Velden/Wörthersee 09.00 Uhr www.kaerntenlaeuft.at 
30.Aug.26 18. Augartenlauf 1020, Obere Augartenstr. 1 09.00 Uhr www.laufenimzweiten.wien  
30.Aug.26 Panoramalauf St. Konrad St. Konrad-Badeseegelände 09.30 Uhr www.tsv-stkonrad.at 
30.Aug.26 6. Rund the Bugles Trailrun Krumbach 09.30 Uhr https://shorturl.at/6oVoA 
  • Die nächste Ausgabe der "Latest News" erscheint am Donnerstag, 20. August 2026.
  • Redaktionsteam: Helmut Baudis, Michael Gstöttner, Bernhard Rauch und Robert Katzenbeißer.

17/08/26 15:36, Text: ÖLV - Redaktion


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