Für zwei ist alles angerichtet: Bei den Herren ist Seriensieger Markus Bretterklieber (Running Team Lannach) nicht dabei. Daniel Buchegger vom selben Verein, bereits in Graz der Sieger, ist damit der logische Favorit! Bei den Damen möchte sich Veronika Windisch, SU Leibnitz, und viermalige Meisterin, mit einem fünften Sieg von der Bühne verabschieden. Der Hausbau steht an.
Pünktlich um 13 Uhr erfolgt der Start und papierformgemäß setzen sich die beiden sofort an die Spitze. Während Daniel seinen Vorsprung ständig ausbauen kann, wird Veronika von Nina Gastgeb, Lauftreff Pichl bei Wels, relativ nahe verfolgt. Nina hat noch NIE an einer Meisterschaft teilgenommen und hat erst vor zwei Wochen ihre Lizenz gelöst. Rudi Reitberger wird auf sie beim USI-Kurs aufmerksam, Nina kommt vom Klettern, ein riesen Vorteil und läuft die 10 km nach einigen Trainings bereits in 40 min. Reitberger meldet sie beim Verband und auch bei der Meisterschaft an! Was für ein Glücksgriff! Bereits nach dem 5. Hindernis geht die unbekümmerte Newcomerin an Veronika vorbei und gewinnt bei ihrem ersten Antreten gleich den Österr. Meistertitel.
Alle drei Titeln gehen nach Oberösterreich
Daniel Buchegger läuft lange Zeit solo dem Sieg entgegen. Niemand mehr zweifelt dran, Richard Reingruber, Union DSG Altenberg ist zu weit hinten. Richard kommt aus der Ultraszene und ist heuer 200 km in 30 Stunden gelaufen! Beim 17. Hindernis macht Daniel einen Fehler und muss das Hindernis nochmals absolvieren. Das nutzt Richard zum Führungswechsel. Einmal noch, kurz vor dem Ziel, wird`s spannend. Richard machte nach dem Hindernis “Hupf in den Gatsch“ den Fehler, seine klatschnassen Hände nicht abzuwischen. Beim letzten Hindernis dem Hangeln über den Wassergraben verlassen in beinahe die Kräfte, er droht auf den letzten Metern abzurutschen. Ende gut alles Gut – die Überraschung gelingt!
Als Draufgabe gewinnt Richard mit Union DSG Altenberg die Teamwertung. Damit gehen alle drei Titel nach Oberösterreich. ÖLV-Präsidentin Mag. Sonja Spendelhofer nimmt die Siegerehrung vor.
Text (C) Heinz Eidenberger



