Über 800 m der Mädchen schickte Österreich mit Magda Karall (LT Bgld Eisenstadt) die österreichische Rekordhalterin in der U18-Klasse in den Bewerb. Sie wurde ihrer Favoritenrolle im letzten von vier Vorläufen gerecht und sicherte sich mit 2:09,02 min als Zweite ihres Laufes das direkte Ticket für die nächste Runde. Nach einem zu Beginn ruhigen Rennverlauf zeigte sie auf der Zielgerade ihr Leistungsvermögen. Daniel Schaufler (LAC Waidhofen/Ybbs) eröffnete den wieder sehr heißen zweiten Tag kurz vor 9:00 Uhr über 2000 m Hindernis. Am Ende blieb er mit 6:08,98 min nur 9 Sekunden über seiner PB und belegte Rang 22.
Genauso wie am Vortag lieferten die rot-weiß-roten Sprinter:innen voll ab. Jasmin Ungersböck (ULC Riverside Mödling) pulverisierte, trotz einem 400-m-Vorlauf in den Beinen, heute ihre PB (bisher 24,68 s) über 200 m. Sie finishte mit 24,38 s (+0,7) zeitgleich mit der Dritten, als Vierte ihres Laufs. Die Bestzeit wurde am Ende leider nicht belohnt, denn genau diese vier Tausendstel fehlten am Ende zur Halbfinal-Qualifikation. Ungersböck wird heute Nachmittag jedoch im 400 m Semifinale am Start stehen.
Den Abschluss des Vormittags machte Marco Glinz (UVB Purgstall) und das mit einem neuen österreichischen U18-Rekord über 200 m. Er verbesserte seine eigene Bestmarke von 21,48 s auf 21,39 s (+0,7) und sicherte sich damit, nach den 100 m gestern, auch das Semifinal-Ticket über die doppelte Distanz. "Der Lauf war sehr schnell, ich musste schauen, dass ich es unter die Top-4 schaffe. Jetzt geht es weiter, also gut regenerieren fürs 100-m-Semifinale", sagte Glinz zufrieden und voll Vorfreude.

Fotos: Jasmin Ungersböck & Marco Glinz ©ÖLV, Coen Schilderman
400 m Hürden mit drei Mal Österreich
Heute Vormittag standen auch drei ÖLV-Athlet:innen über 400 m Hürden am Start. Zsombor Klucsik (TS Egg), der letztes Jahr schon beim EYOF im Finale lief, reiste mit großen Zielen nach Rieti. Den Vorlauf meisterte er, trotz der zugelosten Bahn 8, perfekt und wurde mit einer Zeit von 52,44 s Zweiter in seinem Lauf. Der Vorarlberger lag nach der letzten Kurve in Führung und sicherte sich dann möglichst kraftsparend das große "Q" fürs Semifinale. "Ich bin eigentlich heute nicht gut reingekommen, habe ein bisschen getrippelt vor jeder Hürde. Ich muss sagen, dass ich mich auch noch etwas an den Chip vorne in der Startnummer gewöhnen muss," analysierte Klucsik.
Sein internationales Debüt feierte Jonas Kobleder (LAG Genböck Haus RIED). Wie er selbst sagte, fehlte ihm heute auf den ersten Metern die Power. Am Ende belegte der Oberösterreicher mit 55,37 s den 32. Platz. Ebenfalls über 400 m Hürden am Start stand Neve-Monet Roka (ATSV OMV Auersthal). Sie nutzte den Tag und Bahn 8 perfekt, stellte eine neue Saisonbestleistung von 62,02 s auf und wurde 26. Damit verbesserte sie sich um zehn Plätze gegenüber der Entry-List.
Roka schilderte nach dem Rennen sehr gut, wie es ist, bei der U18-EM anzutreten: "Die Stimmung hier ist genial, das ist ein Wahnsinn. Ich finde sowas muss man erlebt haben als Athletin. Dran zu bleiben und so ein Ziel vor Augen zu haben, an das man sich heran arbeiten kann und das Ziel jetzt endlich erlebt zu haben, war sehr cool. Bei mir waren die Nerven am Ende. Ich war davor so aufgeregt, konnte kaum stehen, alles hat gezittert. Es ist nichts passiert und ich habe mein Bestes gegeben. Jetzt danach bin ich sehr erleichtert und zufrieden mit meiner Leistung – das ist ein noch besseres Gefühl! "

Fotos: Lea Grubmüller & Zsombor Klucsik ©ÖLV, Coen Schilderman
Gute Weiten in den technischen Bewerben
Das ÖLV-Team war in der dritten Session im Stadio Raul Guidobaldi auch in drei technischen Bewerben vertreten. Lea Grubmüller (ATSV Linz LA) zeigte einen soliden Speerwurf-Wettkampf mit drei güligen Würfen über 41 Meter. Der weiteste 500-g-Speer landete bei 42,33 m, womit sie gute 24. wurde. Starke Nerven musste Deborah Achleitner (IAC) im Weitsprung beweisen. Nach zwei ungültigen Versuchen gelang der Tirolerin ein guter Sprung auf 5,79 m und sie konnte durchatmen. Als 14. verpasste sie sogar nur um sieben Zentimeter ganz knapp den Einzug ins Finale der besten Zwölf.
Nicolas Schwendt (DSG Wien) zeigte sich nach dem 100-m-Vorlauf am Donnerstag heute beim Weitsprung in Top-Form. Er legte eine starke Serie von 6,96 m, 6,95 m und 7,01 m hin und darf damit sehr zufrieden sein. Diese Weite hat in der Vergangenheit schon oft fürs Finale gereicht. In Rieti bedeutete Schwendts 7-m-Meter-Sprung Platz 20 in einem starken Feld.
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- Fotos - honorarfrei verwendbar mit Nennung ©ÖLV, Coen Schilderman

Fotos: Nicolas Schwendt & Deborah Achleitner ©ÖLV, Coen Schilderman
Der ÖLV-Zeitplan für Freitag & Samstag
| Uhrzeit | Disziplin | Runde | Athlet/in | |
| Freitag, 17.07.26 | ||||
| 17:18 | 400m | W | SF (2) | Ungersböck |
| 17:48 | 400m | M | SF (2) | Prammer |
| 18:42 | 100m | M | SF (1) | Glinz |
| 19:00 | 800m | M | SF (1, 2) | Kofler, Mesi |
| 20:35 | 100m | M | F | *Glinz |
| Samstag, 18.07.26 | ||||
| 08:35 | 100m | M | 10K | Gschier |
| 10:07 | 800m | W | SF | Karall |
| 10:20 | Weitsprung | M | 10K | Gschier |
| 10:30 | 100m Hü | W | VL | Schwarz |
| 11:15 | 110m Hü | M | VL | Ahmed |
| 12:30 | 200m | M | SF | Glinz |
| 13:05 | Kugelstoß | M | 10K | Gschier |
| 17:10 | Hochsprung | M | 10K | Gschier |
| 17:20 | 400m Hü | M | SF | Klucsik |
| 18:20 | 400m | W | F | *Ungersböck |
| 18:55 | 400m | M | F | *Prammer |
| 19:55 | 800m | M | F | *Kofler, Mesi |
| 20:10 | 400m | M | 10K | Gschier |
* bei Aufstieg in die nächste Runde



