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Vorschau auf die Freiluft-Saison der Stadion-Leichtathletik 2020

(C) GEPA Pictures

Nach der Verschiebung der ursprünglich für März geplanten Hallen-WM ins nächste Jahr steht in den kommenden Monaten nun auch eine Freiluftsaison ohne internationalen Höhepunkt auf dem Programm der Leichtathleten. Die Olympischen Spiele werden ebenfalls erst 2021 stattfinden, die EM in Paris wurde überhaupt ersatzlos gestrichen.

Durch den mehrere Wochen dauernden, Pandemie-bedingten kompletten Stillstand von Mitte März bis Ende April mussten alle für diesen Zeitraum geplanten Trainingscamps in wärmeren Gefilden (USA, Südafrika, Kanaren,…) abgesagt werden. Die Sportler konnten sich nur mit „Training dahoam“ in Form halten, selbst das Training in Stadien und Krafträumen war zeitweise nicht möglich. Viele Trainer setzten daher in dieser Situation auf alternative Methoden und versuchten neue Elemente und Reize ins tägliche, oft sehr eingeschränkt mögliche, Training einzubauen.

Mit Beginn der Lockerungen war ab Ende April wieder ein (fast) reguläres Training auf Leichtathletik-Anlagen möglich, seit Ende Mai sind auch wieder kleinere Wettkämpfe erlaubt. Phase 1 des neuen ÖLV-Terminkalenders mit viele kleinen Aufbaumeetings ist daher auch schon voll im Laufen, und die heimische Elite zeigte sich in Schwechat, Eisenstadt, St.Pölten und Graz, trotz des ungewöhnlichen Form-Aufbaus, bereits stark in Form.

Da es derzeit auch kaum internationale Startmöglichkeiten gibt und in vielen europäischen Ländern noch keine neuen Meeting-Kalender präsentiert wurden, werden sich die ÖLV-Top-Athleten heuer vermehrt in Österreichs Stadien ihren Fans präsentieren. Gleich fünf Austrian-Top-Meetings stehen von Ende Juni bin Anfang August auf dem Programm: 27.6. St.Pölten, 2.7. Eisenstadt, 11.7. Wien, 18.7. Graz und 1.8. Andorf. Als weiteres Highlight in dieser Phase 2 wird es am 23.7. in Amstetten beim Stunden-Siebenkampf zum Auftritt der österreichischen Weltklasse-Mehrkämpferinnen kommen. Ab Mitte August folgen dann in Phase 3 des ÖLV-Terminkalenders sämtliche österreichischen Meisterschaften.

Nachstehend eine detaillierte Vorschau der ÖLV-Athleten (in alphabetischer Reihenfolge) zu den Themen Vorbereitung, Wettkampfplanung und Saisonziele.

Hürdensprinterin Stephanie Bendrat (Union Salzburg LA) konnte zwar ihren Trainingsplan nach der Hallensaison relativ gut durchziehen, vor wenigen Wochen musste sie aber wegen anhaltender Schmerzen im Fuß das Lauftraining einstellen, es wurde ein Knochenmarksödem diagnostiziert. Wann ein Training in vollem Umfang wieder möglich ist, ist derzeit noch nicht absehbar, ein weiteres MRT Ende Juni soll Klarheit bringen.

"Meine Vorbereitung ist bis zu meiner Verletzung Anfang Mai gut verlaufen. Meine Saisonplanung hängt vom weiteren Heilungsverlauf ab. Ich hoffe schon, dass ich heuer noch Wettkämpfe bestreiten kann."

Geplante Meetings: noch offen

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Hallen-Vize-Weltmeisterin Ivona Dadic (Union St.Pölten) musste ihr mehrwöchiges Trainingscamp in den USA, das im Zeitraum März/April geplant war, leider absagen. Die „Stadionlose“ Zeit nutzte die Niederösterreicherin vermehrt für Grundlagentraining, Bergauf-Sprints und Krafteinheiten. Teilweise waren die geänderten Trainingsschwerpunkte auch noch den Nachwirkungen der langwierigen Verletzung von der WM in Doha geschuldet, welche aber nunmehr völlig ausgeheilt scheint. Gleich zum Saisoneinstieg zeigte Ivona Dadic beim Aufbaumeeting in St.Pölten im Speerwurf und über 300m zwei Top-Leistungen, der Formaufbau stimmt also.

„Ich bin wieder ganz fit, die Testwerte der letzten Wochen stimmen auch und ich nähere mich meiner Top-Form. Ab Ende Juni stehen regelmäßig fast jede Woche Wettkämpfe auf meinem Programm. Ich werde bei nahezu allen Austrian Top-Meetings starten. Meine Höhepunkte im Mehrkampf werden der Stunden-Siebenkampf im Juli und dann Ende August die Mehrkampf-Staats sein. Ich möchte in Götzis in Bestform sein und dort eine neue Bestleistung aufstellen, wenn möglich klappts dann sogar mit dem österreichischen Rekord.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 11.7. ATM Wien, 23.7. Stunden-Siebenkampf Amstetten, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg, 29./30.8. Mehrkampf-Staats-MS Götzis

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Zehnkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) blickt auf ein schwieriges Jahr zurück, mehrere kleine Verletzungen verhinderten immer wieder Training und Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Die Verschiebung der Olympischen Spiele kommt dem Niederösterreicher daher gelegen, da ihm nun mehr Zeit für einen soliden Formaufbau für die nächstjährige Olympia-Qualifikation bleibt. Die Corona-Zeit wurde mit diversen Alternativ-Trainings überbrückt, ab Ende April galt die Konzentration aber wieder dem Technik-Training.

„Ich werde im Juni einige Wettkämpfe in den Wurfbewerben absolvieren, im Juli und August dann auch in den Lauf- und Sprungbewerben. Bei den Staats-Meisterschaften möchte ich um einige Einzeltitel mitkämpfen und in Götzis möchte ich wieder einen guten Zehnkampf absolvieren. Wichtig ist einmal wieder eine Saison verletzungsfrei durchzukommen, damit ich im Olympiajahr darauf aufbauen kann.“

Geplante Meetings: 2.7. ATM Eisenstadt, 18.7. ATM Graz, 15./16.8. Staats-MS Salzburg, 29./30.8. Mehrkampf-Staats-MS Götzis

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Sprinter Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) konnte zwar seine geplanten Trainingsaufenthalte bei seiner Trainingsgruppe in München nicht realisieren, trotzdem verlief die Corona-Zeit für ihn durchaus zufriedenstellend. Mit den aus der Südstadt mitgenommen Gewichten konnte daheim trainiert werden, dazu kamen viele Waldläufe um die Grundlagenausdauer zu verbessern. Später folgende Bahntrainings in Wien wurden vom Trainer in München per Video beobachtet und analysiert. Als Saisonziel definiert der Niederösterreicher Bestleistungen über 100 und 200 Meter.

„Mit der Form bin ich derzeit sehr zufrieden, die Vorbereitung war richtig gut und ich habe ein gutes Gefühl. Bis Ende Juni legen wir jetzt noch einen härteren Trainingsblock ein, Wettkämpfe werde ich dann ab Juli bestreiten. Einiges in Österreich, aber wann und wo im Ausland Starts möglich sind werden wir erst in ein paar Wochen festlegen können. PBs sind heuer definitiv drinnen. Jetzt heißt es weiter hart arbeiten, aber wenn es gute Bedingungen gibt, dann ist das sicher zum Saisonhöhepunkt Staats-MS drinnen.“

Geplante Meetings: 11.7. ATM Wien, 18.7. ATM Graz, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Speerwerferin Victoria Hudson (SVS LA) konnte ihren Aufbau mit einem perfekten Trainingscamp im März in Südafrika starten, wo ihr mit 61,00m gleich eine deutliche neue Bestleistung gelang. Durch den gleich darauffolgenden Lockdown war während des Heimtrainings in Niederösterreich aber für mehrere Wochen keine Physiotherapie möglich, was Probleme und Schmerzen in Ellbogen und Schulter hervorrief.

„In den letzten Wochen haben wir jetzt wieder mit einem vorsichtigen Aufbau begonnen. Erstes Ziel ist es daher erst einmal wieder ganz fit zu werden, damit ich dann bald wieder richtig gute Trainings absolvieren und gut werfen kann. Abgesehen von den beiden Problemen bin ich gut in Form, deshalb möchte ich sobald wie möglich auch wieder Wettkämpfe bestreiten. Wann das genau sein wird, kann man aber jetzt noch nicht sagen.“

Geplante Meetings: noch offen

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Dreispringer Philipp Kronsteiner (TGW Zehnkampf Union) konnte die Vorbereitung den Umständen entsprechend gut durchziehen und stellte in den letzten Wochen sogar einige Trainings-PB´s auf. Die Freiluft-Saison soll vor allem der Stabilisierung der neuen Techniken dienen, die dann hoffentlich zu immer weiteren Sprüngen führen.

„Ich konnte doch sehr schnell wieder an den normalen Trainingsrhythmus anschließen und sogar einige Sachen weiterbringen. Aktuell ist noch nicht alles durchgeplant, voraussichtlich werde ich in Graz in die Saison einsteigen und die Staats-Meisterschaften und wenn möglich die Balkanmeisterschaften als Höhepunkte einplanen. Da können aber sicher noch einige Wettkämpfe dazukommen. Mein Ziel ist es, heuer konstante schöne Sprünge zu zeigen. Das ist mir letzte Saison leider nicht immer gelungen. Wenn ich das schaffe, geht's von selber sehr weit.“

Geplante Meetings: 18.7. ATM Graz, 15./16.8. Staats-MS Salzburg, 19./20.9. Balkan-Games Cluj (ROU)

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Für Siebenkämpferin Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) kam es genau zur Corona-Zeit zu einer großen Umstellung, denn sie verlegte ihren Trainingsschwerpunkt aus Kärnten in die Südstadt und wird jetzt vom Trainerteam Babakova/Högler/Schreibeis/Werthner betreut. Keine einfache Situation für die Junioren-Vizeweltmeisterin, aber die Neuerungen trugen bei den ersten Wettkämpfen mit einer neuen Bestleistung im Speerwurf bereits Früchte.

„Ich habe mich in der Südstadt schon sehr gut eingelebt. Technisch haben wir natürlich einiges umgestellt und gut gearbeitet, ich denke es geht in die richtige Richtung. Dieses Jahr ist ohne Großereignis ja perfekt, um alle technischen Änderungen, die wir uns vorgenommen haben, zu festigen. Meine Ziele sind heuer Bestleistungen in mehreren Einzeldisziplinen und Ende August dann eine PB im Siebenkampf.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 23.7. Stunden-Siebenkampf Amstetten, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg, 29./30.8. Mehrkampf-Staats-MS Götzis

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Mit WM-Bronze liegt eine Traumsaison hinter Verena Preiner (Union Ebensee), bei der Hallen-WM in Nanjing und den Olympischen Spielen in Tokio wollte sie gleich nachlegen. Nach dem Ausfall dieser Ziele betrachtet die Oberösterreicherin 2020 jetzt als Übergangsjahr, in dem an der Basis und an technischen Feinheiten gearbeitet wird. Vor wenigen Tagen passierte beim Wandern aber ein Malheur, ein Umknicken verursachte eine starke Schwellung im Sprunggelenk und bedeuten nun mehrere Wochen Pause. Wettkämpfe werden für die Linzerin daher voraussichtlich erst wieder Anfang August möglich sein.

„Obwohl wir unser Trainingscamp auf Teneriffa wegen der Corona-Krise vorzeitig abbrechen mussten, kam ich fast ohne Leistungsverlust durch diese Zeit. Die Trainings liefen sehr gut und die Form zeigte in die richtige Richtung. Dass ich mich jetzt verletzt habe, ist natürlich ärgerlich, aber in ein paar Wochen wird das schon wieder gehen. Schade ist natürlich, dass ich wahrscheinlich den Stunden-Siebenkampf versäumen werde, auf den hatte ich mich sehr gefreut. Ob ich bei den Mehrkampf-Staatsmeisterschaften starten werde ist noch nicht entschieden. Mein Ziel in dieser Saison ist in jeder Einzeldisziplin besser zu werden und die im Training eingeübten technischen Änderungen im Wettkampf gut umzusetzen. Wenn mir das gelingt, dann ist es auch einfacher, es dann im Mehrkampf konstant zu zeigen.“

Geplante Meetings: 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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2020 hätte für Beate Schrott (Union St.Pölten) mit dem Highlight Olympia den Karriere-Abschluss bedeuten sollen. Doch es kam alles ganz anders und die Hürdenspezialistin entschied sich nun doch bis Tokio 2021 weiterzumachen. Erstmals geht sie auch mit geändertem Krafttraining in eine Freiluft-Saison, wird dieses doch nunmehr von Gregor Högler gesteuert. Die Vorbereitung wurde von der Niederösterreicherin großteils in St.Pölten absolviert, mit der aktuellen Form ist sie sehr zufrieden. Auf dem Wettkampf-Speiseplan stehen alle heimischen Meetings, evtl. sind auch ein paar internationale Starts möglich.

„Es war zuerst schon eine komische Situation, als mein letztes Ziel Olympia plötzlich um ein Jahr verschoben wurde. Jetzt habe ich mich mit der Situation arrangiert und freue mich auf die Wettkämpfe. Gregor hat mich schon vorher gewarnt, dass ich zu Beginn einige Wochen nicht so flott und spritzig sein werde, da musste ich einen coolen Kopf bewahren. Aber das Training ist sehr gut gelaufen, jetzt kommt langsam auch die Schnelligkeit. Ich bin für die Saison sehr zuversichtlich, ich will heuer endlich wieder einmal unter 13 Sekunden laufen und bin überzeugt das auch schaffen zu können.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 11.7. ATM Wien, 18.7. ATM Graz, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Hürdensprinterin Karin Strametz (SU Kärcher Leibnitz) war nach einer tollen Hallen-Saison „heiß“ auf die Outdoor-Wettkämpfe und wollte sich für die nunmehr abgesagte EM in Paris qualifizieren. Auch für sie fiel, wie für Trainingskollegin Ivona Dadic, das USA-Camp flach, viel Basistraining und Hügelläufe in St.Pölten waren die Alternative. Trotzdem zeigten schon die ersten Tests auf der Bahn mit mehreren Bestwerten starke Form, die dann auch gleich beim ersten Aufbaumeeting in St.Pölten in PBs über 60m und 150m umgemünzt wurde.

„Ich habe einen intensiven Sommer vor mir und werde von Ende Juni bis Anfang September sämtliche angebotenen Wettkämpfe in Österreich bestreiten. Mein Ziel ist es mich von Rennen zu Rennen zu steigern und wenn möglich in den Bereich 13,20 oder sogar 13,10 zu kommen.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 11.7. ATM Wien, 18.7. ATM Graz, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg, 5./6.9. ÖMS U23 Klagenfurt

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Sprinterin Alexandra Toth (ATG) ist kürzlich bei einem Aufbaumeeting in Graz mit einem 150m-Lauf in die Freiluft-Saison gestartet. Nach einer nicht optimal verlaufenen Saison 2019 und einer verletzungsbedingt schwierigen Hallen-Saison gilt es für die Steirerin vorrangig wieder die alte Form zu finden.

"Meine Vorbereitung ist grundsätzlich gut verlaufen, natürlich etwas anders als sonst, aber mit etwas Kreativität habe ich viele gute Trainings bei mir zuhause absolvieren können und hatte auch das Privileg, relativ früh wieder in ein Stadion gehen zu dürfen. Ich habe aktuell alle Austrian Top Meetings geplant, auch Regensburg und eventuell ein paar kleinere Meetings. Mein Saisonziel ist wieder nahe an meine PB’s zu laufen bzw. diese zu unterbieten.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 11.7. ATM Wien, 18.7. ATM Graz, 25.7. Regensburg, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Langstrecken-Spezialist Andreas Vojta (team2012.at) musste, obwohl auch sein Frühjahrs-Trainingscamp in Flagstaff/USA ins Wasser fiel, relativ wenige Corona-bedingte Einschränkungen in seinem Trainings-Alltag in Kauf nehmen. Basis-Training mit höheren Umfängen am Marchfeldkanal in Gerasdorf und auf der Wiener Hauptallee waren fast jederzeit möglich. Im April pulverisierte der Niederösterreicher in einem Solo-Testrennen seine 10km Straßen-PB dann auch gleich deutlich und zeigte damit, dass er die ausgezeichnete Form aus der Halle mitnehmen konnte. Da, im Gegensatz zu Österreich, im benachbarten Ausland auch schon Mittel- und Langstreckenrennen mit größeren Starterfelder erlaubt sind, hat der ehemalige Olympiateilnehmer auch schon mehrere internationale Starts geplant.

„Mit meinem ersten offiziellen Rennen, dem Sieg über die 1500m in Prag, war ich schon sehr zufrieden. Ich werde heuer alles von 10.000m bis 1500m laufen, teilweise auch im Ausland. Wir müssen aber erst schauen, wo es auch wirklich gute Rennen und Startmöglichkeiten gibt. Ich sehe dieses Jahr als Training fürs nächste Jahr und die Olympia-Saison. Wichtig ist es für mich, dass ich mich auf ein höheres Level bringen kann, das wäre bei einer Limitjagd heuer sicher nicht möglich gewesen. Wenn mir das gelingt, dann sind heuer auch sicher noch schnelle Zeiten für mich möglich.“

Geplante Meetings: 26.6. Schweizer Meisterschaften 10.000m Zürich, 11.7. ATM Wien, 18.7. ATM Graz, 24.7. Meeting Bern/SUI, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Langsprinterin Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union) gelang ein Saisonauftakt nach Maß. Gleich bei ihrem ersten Auftritt Anfang Juni in St.Pölten knackte sie über die 300m Distanz die 33 Jahre alte österreichische Bestleistung, was auf einen deutlichen Leistungssprung gegenüber dem Vorjahr schließen lässt. Damit rückt auch das erklärte Saisonziel, erstmals über 400m eine Zeit unter 53 Sekunden zu laufen, in Reichweite.

„Die Vorbereitung ist zwar etwas anders verlaufen als sonst, aber ich bin gut und verletzungsfrei durchgekommen. Mit schnelleren Läufen habe ich erst Ende Mai begonnen, aber bisher hat der Aufbau gepasst und bin mit der Form dort, wo ich es mir vorgenommen hatte. Ich hoffe ich bekomme bei den Austrian Top Meetings ordentlich Konkurrenz, dann will ich meine PB deutlich verbessern.“

Geplante Meetings: 18.7. ATM Graz, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Diskus-WM-Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) eröffnete seine Saison gleich mit einem Paukenschlag, in Schwechat kam er Ende Mai bis auf wenige Zentimeter an seinen österreichischen Rekord heran. Auch in den folgenden Meetings gelangen dem Oberösterreicher serienweise Würfe über die 65m. Das mehrwöchige „Ferntraining“ im März und April, absolviert abseits seiner üblichen Trainingsstätte Südstadt im heimischen Taufkirchen, dürfte dem Weltklasseathleten keine Substanz gekostet haben. Zurück in Niederösterreich wurde dann nach Wiedereröffnung am technischen Feinschliff gearbeitet und es folgten mehrere Angriffe auf den Rekord und die 70m-Schallmauer.

„Die Vorbereitung im Winter hat sehr gut begonnen, ich hatte bis zum Lockdown im März schon ausgezeichnete Zubringerleistungen. Als die Olympischen Spiele, auf die die Saison voll ausgerichtet war, abgesagt wurden, war das erst einmal ein Schock. Zum Glück habe ich aber daheim fast ebenfalls vollständige Trainingsmöglichkeiten, die Investitionen im Jahr 2014 haben sich jetzt noch einmal voll ausgezahlt. Daher kam ich auch sehr gut durch die Corona-Zeit. Mit den Weiten in den ersten Wettkämpfen habe ich mich selber überrascht, sowas passiert mir nicht oft.

Derzeit konzentriere ich mich aufs Training, bevor es dann wieder mit den Wettkämpfen bei den Austrian Top Meetings weitergeht. Dass es diese Veranstaltungen gibt ist für uns Sportler sehr wichtig, da sind alle sehr froh darüber. Die internationalen Meetings sind heuer sehr spät im Kalender, welche ich da mache werden wir erst sehen. Bei meinen Auftritten in Österreich möchte ich am Werfen und mit den Zusehern Spaß haben. In einem Jahr ohne internationale Höhepunkte kann man das gerne einmal ruhiger angehen lassen, nächstes Jahr wird sowieso wieder sehr stressig. Den Rekord sehe ich für heuer definitiv als machbar, wenn die Bedingungen wieder einmal gut sind werde ich ihn sicher wieder angreifen und dann auch einmal zuschlagen.“

Geplante Meetings: 27.6. ATM St.Pölten, 2.7. ATM Eisenstadt, 18.7. ATM Graz, 1.8. ATM Andorf, 15./16.8. Staats-MS Salzburg

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Fotos: (C) GEPA Pictures

18/06/20 00:02, Text: Georg Franschitz

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ÖLV-Cup - Top 5

  Verein

Punkte (Zwischenstand - 24.02.2020)

1. TGW Zehnkampf-Union Logo TGW Zehnkampf-Union 1.205
2. DSG Wien 1.112
3. Union Riverside Mödling Logo ULC Riverside Mödling 875
4. UNION St. Pölten 593
5. logo-SVS SVS-Leichtathletik 576
Gesamt-Ranking