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WM Doha: Die erfolgreichste WM in der ÖLV Geschichte ist zu Ende

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Am letzten Tag der 17. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha / QAT ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Und es ist viel Positives, auf das es zurückzublicken gilt. Die WM hat aber auch wieder gezeigt, wie nahe Freud und Leid im Sport beisammen liegen, wie ein falscher Schritt reicht um aus einer Medaillenchance ein „did not finish“ zu machen. Spitzensport als Gratwanderung, wo 99% oft zu wenig sind, 100% aber schon zu viel sein können.

Zehn ÖLV-Athleten hatten die Qualifikationskriterien des Weltverbandes erfüllt, sechs davon nahmen in Doha an den Wettkämpfen teil. Und mit gleich zwei Bronzemedaillen wurde es die erfolgreichste WM aller Zeit für den ÖLV, die Medaillenausbeute bei den sechzehn vorangegangenen Austragungen wurde damit verdoppelt.

Platzierungen aller ÖLV-Athleten bei der WM in Doha

• 3. Platz - Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) - Diskuswurf – 66,82m Finale / 63,31m Qualifikation
• 3. Platz - Verena Preiner (Union Ebensee) - Siebenkampf – 6.560 Punkte
• 22. Platz - Beate Schrott (Union St. Pölten) - 100m Hürden – 13,25s SF / 13,08s VL
• 31. Platz – Victoria Hudson (SVS LA) – Speerwurf – 52,51m
• 41. Platz - Lemawork Ketema (SVS LA) - Marathon - 2:20:45h
• DNF - Ivona Dadic (Union St. Pölten) - Siebenkampf

Die sportliche Bilanz von ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler

„Diese WM in Doha sportlich bilanzieren zu dürfen, macht mich extrem stolz. Unsere Athleten und Trainer haben bewiesen, dass man auch als Österreicher/in in der Leichtathletik, der Kernsportart der Olympischen Spiele, Erfolge feiern kann.

Bei 6 Teilnehmern von über 2000 Athleten aus 205 Nationen gleich zwei Medaillen und ein Semifinale - trotz der Verletzungen von Dadic und Ketema – mit nach Hause zu bringen, zeigt wie stark wir derzeit sind. Es freut mich, dass die Bronzemedaillen von Preiner und Weißhaidinger gleich zu Beginn der ÖLV - Helvetia Partnerschaft die ersten Medaillen-Prämien auslösen konnten. Es zeigt wie wichtig es ist, dass unsere Athleten Anreize bekommen, Top Leistungen zu bringen und dafür auch finanziell honoriert werden.

Aus Verbandssicht betrachtet sind wir mit unseren Schwerpunkten Mehrkampf-Frauen, Marathon und Unterstützung von Ausnahmeathleten wie Weißhaidinger absolut richtig gelegen. Ich denke, der ÖLV ist ein Best-Practice Beispiel für den österreichischen Sommersport. Vieles machen wir richtig und unseren Partnern aus dem Fördersystem und unseren Partnerfirmen möchte ich für das Vertrauen danken.

Nun konkret zu den einzelnen Athleten:

Lukas Weißhaidinger hat mit Ansage als erster männlicher Österreicher in der Leichtathletik eine WM-Medaille errungen. Lukas ist der beste heimische Leichtathlet alle Zeiten. Wenn wir es schaffen ihm gute Rahmenbedingungen zu bieten, wird er uns noch viel Freude bereiten. Ich freue mich als sein Trainer besonders auf die nächste Olympiasaison mit ihm.

Verena Preiner und Wolfgang Adler haben eine unglaubliche Leistung mit dem Gewinn der WM- Bronzemedaille erbracht. Durch ihre beharrliche Arbeit haben sie in den letzten Jahren ein Weltniveau erreicht, dass uns sehr stolz macht und uns mit Freude auf Künftiges blicken lässt.

Beate Schrott zeigt, wie wichtig Erfahrung und Beharrlichkeit ist. Sie hat es geschafft autodidaktisch das Semifinale der WM zu erreichen. Mit sehr bescheidenen Fördermitteln hat sie uns ihre Klasse bewiesen, meine Hochachtung. Athleten Ihrer Klasse müssen lange unterstützt werden.

Ivona Dadic hatte mit ihrer Verletzung leider viel Pech. Im Vorfeld war sie ein heißer Tipp auf WM- Edelmetall. Ihre tolle Form im Vorfeld der WM haben diese Position unterstrichen. Es tut mir sehr weh wenn man bedenkt, wie viel Arbeit Ihres Trainerteams unter Philipp Unfried investiert wurde. Ich weiß, dass Sie mit ihrem Team in Tokio Klasse zeigen wird.

Lemawork Ketema und Harald Fritz haben tapfer gekämpft und den Hitzemarathon bewältigt. Schade, dass eine alte Verletzung wieder akut wurde und sein Leistungsvermögen verminderte. Ich denke, es war dennoch eine wichtige Erfahrung Richtung Tokio 2020. Seine tolle Olympiaqualifikation mit Österreichischem Rekord bleiben auf dem Habenkonto und geben Hoffnung für ein tolles Rennen bei Olympia.

Victoria Hudson und Ihre Trainerin Elisabeth Eberl haben mit dem Erreichen der WM ihr Jahresziel erreicht, bei der WM wurden Erfahrungen gesammelt. Jetzt gilt es technische Präzision im Großereignis zu fokussieren. Die Chance auf eine Olympiaqualifikation lebt.“

Alle Top-Ten Ergebnisse von Österreichern bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften

SILBER:
2001 Edmonton: Stephanie Graf (800 m)

BRONZE:
1993 Stuttgart: Sigrid Kirchmann (Hochsprung)
2019 Doha: Lukas Weißhaidinger (Diskuswurf)
2019 Doha: Verena Preiner (Siebenkampf)

Platz 6:
1993 Stuttgart: Theresia Kiesl (1.500 m)
1993 Stuttgart: Ljudmila Ninova (Weitsprung)
2017 London: Ivona Dadic (Siebenkampf)

Platz 7:
1987 Rom: Klaus Bodenmüller (Kugelstoß)
1991 Tokio: Hermann Fehringer (Stabhochsprung)
1991 Tokio: Ljudmila Ninova (Weitsprung)
1999 Sevilla: Stephanie Graf (800 m)
1999 Sevilla: Walentina Fedjuschina (Kugelstoß)

Platz 8:
1983 Helsinki: Dietmar Millonig (5.000 m)
2009 Berlin: Gerhard Mayer (Diskuswurf)

Platz 9:
1999 Sevilla: Günther Weidlinger (3.000 m Hindernis)
2017 London: Lukas Weißhaidinger (Diskuswurf)

Platz 10:
1993 Stuttgart: Michael Buchleitner (3.000 m Hindernis)
1997 Athen: Gregor Högler (Speerwurf)

Anmerkung:
2003 St. Denis: Stephanie Graf (800 m) trat im Finale der Top-8 nicht an

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06/10/19 21:03, Text: Georg Franschitz

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