Hubert Millonig geht in den wohlverdienten Trainer-Ruhestand
Hubert Millonig, langjähriger Erfolgstrainer zahlreicher ÖLV-Athlet:innen, beendete mit Ende August seine Trainertätigkeit. Der gebürtige Villacher, 1971 Staatsmeister im 5000-m-Lauf, war in seinem Hauptberuf mehr als 30 Jahre Sportlehrer an der Sport-HS Schwechat. Seine Trainertätigkeit, viele Jahre als ÖLV-Nationaltrainer für Mittel- und Langstreckenlauf, übte er mit Konsequenz und Beharrlichkeit in seiner Freizeit aus.
Im Zeitraum 1980 (Moskau) bis 2016 (Rio) qualifizierten sich von ihm betreute Athlet:innen für insgesamt sieben Olympische Sommerspiele. Zu seinen zahlreichen Schützlingen zählten u.a. Robert Nemeth, Dietmar Millonig, Wolfgang Konrad, Michael Buchleitner, Andrea Mayr und Valentin Pfeil. Der Schweizer Markus Ryffel, 1984 Olympia-Zweiter über 5000 m, wurde in seinem erfolgreichsten Jahr ebenso von Hubert Millonig gecoacht. Bis zuletzt trainierte er seine Nichte Lena Millonig, EM-Teilnehmerin 2022 und 2024 sowie ÖLV-Rekordhalterin im 3000-m-Hindernislauf.
Natürlich wird Hubert Millonig seine geliebte Sportart weiterhin verfolgen, wenn auch nur am Rande, wie er dem ÖLV in einem Email mitteilte. Wir möchten uns sehr herzlich bei Hubert Millonig für die langjährige Zusammenarbeit bedanken, welche stets auf gegenseitigem Respekt und Wohlwollen aufgebaut war.

Foto: Hubert und Dietmar Millonig 2007 in Villach / ÖLV
Hubert Millonig wurde 2013 mit dem „Austrian Athletics Coaches Award“ ausgezeichnet.
Erster Jahrgang des Gender-Traineeprogramms abgeschlossen
Das Gender-Trainee-Programm des Sportministeriums wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen, der erste Ausbildungsjahrgang startete im Jahr 2021. Im heurigen Jahr schlossen elf engagierte Frauen als Trainerinnen, Sportmanagerinnen oder Talentecoaches das vierjährige Traineeprogramm erfolgreich ab. Teil des ersten Jahrgangs war auch die in Innsbruck tätige Leichtathletik-Bundes-Stützpunkttrainerin Olivia Raffelsberger. Vorgestern fand im Spiegelsaal im Haus des Sports in Wien eine große Festveranstaltung für die ersten Absolventinnen statt. Sportstaatssekretärin MMag. Michaela Schmidt gratulierte dabei auch Olivia Raffelsberger. Mittels kurzen Videobeiträgen wurde auf die abgelaufenen vier Jahre aller Trainees zurückgeblickt. Raffelsberger erhielt, wie so manche ihrer Kolleginnen, nach Ende des Traineeprogramms eine Vollzeitstelle an der jeweiligen Ausbildungsstelle angeboten. Im Fall von Raffelsberger teilen sich die Kosten dieser Folgebeschäftigung nun zu je einem Drittel das Land Tirol, die Sektion Sport und der ÖLV.
Die gelungene Abschlussveranstaltung wurde von Mirna Jukic-Berger moderiert, unter den zahlreichen Gästen waren u.a. die neue, interimistische Leiterin der Sektion Sport MMag.a Sonja Schneeweiss, APA-Sport-Ressortleiterin Birgit Egarter, ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober, Turnsport-Austria-Präsidentin Dr. Gabriela Jahn, die Projektleiterin des Gender-Trainee-Programms MR Mag. Katja Kosak, VÖN-Präsident Dr. Thomas Wörz, KADA-Geschäftsführer Nik Berger und auch Generalsekretär Helmut Baudis. Foto: Schmidt und Raffelsberger (C) BMWKMS/HBF/Karlovits

ÖLV-Cup: Duell um Platz zwei
Während die TGW Zehnkampf-Union wie im letzten Jahrzehnt immer einem souveränen Sieg entgegensteuert, ist der Kampf um den zweiten Platz derzeit extrem knapp. Die starke Hammerwurf-Abteilung der Union St. Pölten konnte am letzten Wochenende in Knittelfeld über hundert Punkte Rückstand auf den ULC Riverside Mödling gut machen und nun liegen die St. Pöltner mit 4.171 zu 4.169 Punkten auf dem Silberrang. Dieses Wochenende bei den österreichischen Straßenlauf-Meisterschaften könnten sich das Blatt wieder wenden, allerdings sind die St. Pöltener:innen - als derzeit Führende im ÖLV-Laufcup - hier ebenfalls stark besetzt. Die nächsten Wochen werden jedenfalls spannend, es folgen auch noch die österreichischen Crosslauf-Meisterschaften sowie die Crosslauf-EM in Portugal Anfang Dezember. Der ÖLV vergibt seit zwei Jahren Prämien für die Top-5 im ÖLV-Cup, der Unterschied zwischen Platz zwei und drei sind 2.000 EUR.
Leichtathletik-Training Sport Arena Wien
Der ÖLV bietet erstmalig ein vereinsunabhängiges Leichtathletik-Training für Kinder von 6-14 Jahren an!
Es ist uns besonders wichtig, Freude an der Bewegung zu vermitteln und die elementaren Bewegungsformen (Laufen, Springen und Werfen) auf unterschiedlichste Art und Weise zu trainieren.
Termine:
(Dienstag von Mitte Oktober bis Ende Jänner)
Start am 14.10.2025
6-8 Jahre: 14-15 Uhr
9-11 Jahre: 15-16 Uhr
12-14 Jahre: 16-17 Uhr
Ort:
Sport Arena Wien
Stephanie-Endres-Straße 3, 1020 Wien
(U2 Station "Stadion")
Kosten:
€ 79,
Die genauen Termine und Anmeldung finden Sie hier!
Überlaufen Podcast - 5. Teil der WM-Tagebücher
Im fünften Tagebucheintrag "Ein Quantum Glück" dreht sich alles um Raphael Pallitsch' 1500-m-WM-Semifinale. Kaum irgendwo liegen Freude und Enttäuschung so nah beieinander wie im Leistungssport – diese Episode macht das deutlich. Am Ende entscheiden oft Hundertstel über Aufstieg oder Ausscheiden. So kann trotz eines objektiv großen Erfolgs im ersten Moment die Enttäuschung überwiegen.
Hört in dieser Folge, wie sich die Gefühlslage eines Profiläufers in den Tagen nach seinem Saisonhighlight entwickelt. Raphi schildert authentisch seine emotionale Situation, analysiert sein Halbfinale im Detail und spricht über Proteste, Disqualifikationen, Renntaktik und Schiedsrichterentscheidungen. Auch Tobias Rattinger kommt als Beobachter zu Wort und ordnet das Halbfinal-Drama ein. Die bisher längste Tagebuch-Episode hat darüber hinaus noch einiges mehr zu bieten: ein Aufzug-Interview, einen Hürden-Fauxpas sowie spannende Einblicke in die japanische Kultur und Sprache. Reinhören und mitfühlen!
NADA-Lizenz für Trainer:innen und Betreuungspersonen
Alle in Österreich tätigen Trainer:innen sind eingeladen, die NADA-Online-Lizenz für Trainer:innen und Betreuungspersonen abzuschließen. Es geht dabei um Ausnahmegenehmigungen, Nahrungsergänzungsmittel, Dopingkontrollen sowie auch rechtliche Belange.
Tokyo 2025 - beeindruckende Daten
53 Nationen konnten Medaillen gewinnen. So viele waren es noch nie bei einer Weltmeisterschaft. 47 Medaillen konnten durch europäische Nationen gewonnen werden, davon zwölf Goldene - deutlich hinter den 16, welche die USA alleine gewinnen konnten, was für sie ein neuer WM-Rekord war. 1.992 Athlet:innen aus 193 Nationen waren bei dieser WM angetreten. Fast alle Kontinente konnten Goldmedaillen gewinnen - nur Asien ging leer aus. Saint Lucia, Samoa und Uruguay gewannen erstmals WM-Medaillen (jeweils Bronze über 100 Meter Frauen, Diskuswurf Männer und Marathon Frauen).
Laut World-Athletics-Präsident Sebastian Coe absolvierten 100 Prozent der Teilnehmerinnen den SRY-Gentest, der auch zukünftig beibehalten werden soll. Auch nach dem "Competition Performance Ranking" von World Athletics waren diese Weltmeisterschaft mit 197.279 Punkten die bisher leistungsstärkste Ausgabe.
Bei den erfolgreichen 4x100-Meter-Staffeln der USA kamen sieben der acht Athlet:innen, die im Finale am Start waren, vom "Star Athletics Team" und werden von Dennis Mitchell trainiert. Noah Lyles war die Ausnahme.
Bei den Zwischenzeiten im Finale wurde die Deutsche Gina Lückenkemper mit 9,85 s "fliegend" am schnellsten gestoppt. Bei den Männern war es der Kanadier Jerome Blake mit 8,75 s. Bei den 4x400 Meter war der südafrikanische Weltrekordhalter Wayde van Niekerk mit 43,26 s am schnellsten. Bei den Frauen lag, wenig überraschend, Sydney McLaughlin-Levrone mit 47,82 s voran.
- Die nächste Ausgabe der "Latest News" erscheint am Montag, 29. September 2025.
- Redaktionsteam: Helmut Baudis, Michael Gstöttner, Bernhard Rauch und Robert Katzenbeißer.