Am Samstag um 8:00 Uhr für die Männer und um 8:10 Uhr für die Frauen fielen die Startschüsse beim Halbmarathon der Universiade. Der Kurs führte mehrmals rund um den Kemnader See, der zwischen Bochum, Hattingen und Witten liegt und einer von sechs Ruhrstauseen ist.
Nach seinem 10.000-m-Einsatz bei der U23-EM kehrte Timo Hinterndorfer (DSG Wien) bei den Studenten-Titelkämpfen zum Straßenlauf zurück. Der spätere Sieger aus Japan, Shinsaku Kudo, setzte sich früh ab, dahinter bildete sich eine Vier-Mann-Gruppe, der auch Hinterndorfer angehörte. Der junge Österreicher ging bei den Zwischenzeiten bei 10 km (29:38 min), bei 15 km (44:38 min) und 20 km (59:52 min) jeweils als Dritter durch. Auf den letzten rund 1,1 Kilometern bis ins Ziel musste er seine Mitstreiter um Edelmetall aber leider ziehen lassen und kam als Fünfter mit neuem ÖLV-U23-Rekord von 1:02:56 Stunden ins Ziel. Insgesamt 48 Läufer aus allen Kontinenten waren beim Halbmarathon am Start.
Endergebnis: 1. Kudo (JPN) 1:02:29 h, 2. Bastug (TUR) 1:02:35 h, 3. Uehara (JPN) 1:02:39 h, 4. Baba (JPN) 1:02:44 h, 5. Hinterndorfer (AUT) 1:02:56 h.
Matz mit Bestleistung zu Top-10-Platzierung
Bei ihrem internationalem Debüt zeigte Larissa Matz (ULC Riverside Mödling) ein beherztes Rennen und war noch bei Kilometer 15 in der achtköpfigen Spitzengruppe, die bei 52:38 bis 52:42 min innerhalb von vier Sekunden die Zwischenmarke passierte, mit dabei. Dann wurde das Rennen etwas schneller und die junge Mödlinger verlor den Anschluss zu den späteren Medaillengewinnerinnen. Sie lag nach 20 km (1:10:19 h) an achter Stelle, das Ziel erreichte sie dann nach 1:13:54 Stunden und auf Platz sieben liegend. Die 23-Jährige verbesserte ihre persönliche Bestleistung um 44 Sekunden und kletterte in der ÖLV-All-Time-Liste auf Platz sieben nach vor.
Endergebnis: 1. Ma (CHN) 1:12:48 h, 2. Tsuchiya (JPN) 1:12:58 h, 3. Noda (JPN) 1:13:16 h, 4. Maeda (JPN) 1:13:18 h, 5. Ceto (TUR) 1:33:33 h, 6. Jurenka (GER) 1:13:42 h, 7. Matz (AUT) 1:13:54 h.
5000 m: Tobler inmitten des Medaillenkampfes am Ende Fünfter
Ebenfalls sehr stark präsentierte sich heute in der Vormittagssession Marcel Tobler (ULC Riverside Mödling), der in einem von Taktik geprägtem 5000-m-Finale das gesamte Rennen an der Spitze mitlief und am Ende nach einem äußerst spannenden Schluss-Sprint mit 15:02,79 min den fünften Platz belegte.
Das heutige Finalrennen war wirklich nichts für schwache Nerven und wurde erst auf den letzten Metern entschieden, daher lagen am Ende die ersten Sechs innerhalb von einer Sekunde. Der Sieg ging an den Franzosen Gervais (15:02,00 min), der sich vor dem Briten Mullarkey (15:02,39 min), dem Kenianer Kiprotich (15:02,47 min) und dem Ukrainer Atamaniuk (15:02,48 min) durchsetzte. Dem fünfplatzierten NIederösterreich fehlten am Ende nur 32 Hundertstel auf die Bronzemedaille.
Nach den spannenden Laufentscheidungen am Samstag-Vormittag ist die Universide 2025 aus rot-weiß-roter Sicht zu Ende. Denn am morgigen Sonntag finden nur mehr Leichtathletik-Wettbewerbe im Lohrheidestadion in Bochum ohne ÖLV-Beteiligung statt.
Alle ÖLV-Platzierungen im Überblick
5. Marcel Tobler, 5000 m (15:02,79 min)
5. Timo Hinterndorfer, Halbmarathon (1:02:29 h ÖLV-U23-Rekord)
7. Larissa Matz, Halbmarathon ((1:13:54 h PB))
8. Niklas Strohmayer-Dangl, 400 m Hürden (SF 49,74 s PB)
9. Isabel Posch, 100 m (11,72s)
13. Magdalena Lindner, 100 m (VL 11,76 s)
19. Anja Dlauhy, 400 m Hürden (VL 57,53 s PB)
20. Chiara Schuler, Speerwurf (43,39 m)
21. Andreas Wolf, 400 m (VL 47,77 s)
DNF Chiara Schuler, Siebenkampf
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