Fünfter Titel für Verena Mayr, Schuler und Förster auf den Rängen zwei und drei
Ziel eins hat Verena Mayr (Union Ebensee) mit dem Gewinn ihres fünften Staatsmeistertitel im Siebenkampf erreicht, Ziel zwei, die direkte Qualifikation für die WM, blieb ihr aber verwehrt. Heute begann sie zwar den Weitsprung mit einem ungültigen Versuch, brachte dann aber gute 5,86m (0,7) in die Wertung. Mit dem dritten Sprung wollte die Oberösterreicherin volles Risiko nehmen, gerade dann drehte aber der Wind und bei -0,9 m/s wurden es nur 5,56m. Ihre Führung im Siebenkampf konnte sie damit ausbauen, im Hinblick auf die WM-Qualifikation gelang aber kein Sprung nach vorne. Auch im Speerwurf gelang der Linzerin mit 44,09m eine solide Leistung, nur 4cm unter der Saisonbestleistung. Damit war aber auch schon klar, dass eine Verbesserung im World-Ranking nicht mehr möglich ist.
Damit war für die 30-Jährige natürlich auch die Motivation im Keller, mit einem Sololauf schaffte sie über 800m in 2:14,55min aber noch ein ansprechendes Ergebnis zum Abschluss des Siebenkampfes. Somit konnte die WM-Dritte von 2019 mit 6.087 Punkten ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, um bei der WM in Tokio dabei zu sein muss Mayr jetzt aber auf Absagen von Konkurrentinnen hoffen.
„Im Weitsprung habe ich mich sehr gut gefühlt und habe gemerkt, dass ich mich im Training verbessert hatte. Leider wollte ich im dritten Versuch zu viel und bin wieder in alte Fehler zurückgefallen, das ist mir dann auch im Speerwurf passiert, obwohl auch der sehr solide war. Vor dem 800er war schon klar, dass es sich mit der Verbesserung im World-Ranking nicht mehr ausgeht, aber ich wollte mit einer ansprechenden Leistung aufhören und den Titel mit mindestens 6.000 Punkten holen. Mein Ziel mit der WM-Qualifikation habe ich heute aber verfehlt, es lag in meiner Hand und ich konnte es nicht umsetzen. Das ist natürlich jetzt enttäuschend, aber ich habe alles probiert.“

Einen „einsamen“ Wettkampf absolvierte Chiara-Belinda Schuler (TS Hörbranz) auf Rang 2. Die Vorarlbergerin hatte heute Ergebnisse von 5,48m (-1,6) im Weitsprung, war mit 49,10m die Beste im Speerwurf und benötigte für die 800m 2:20,08min. So kamen für die Meisterin von 2019 insgesamt 5.757 Punkte in die Wertung, damit lag die 24-Jährige 330 Zähler hinter Gold und 545 Zähler vor Bronze.
„Der heutige Tag war etwas durchwachsen. Im Weitsprung habe ich derzeit Probleme den Anlauf richtig hinzubekommen, Speerwurf war dann dafür neue Saisonbestleistung. Auch mit meinem zweitbesten 800er bin ich zufrieden, da habe ich trotz des störenden Windes sehr gut gekämpft.“

Um den Bronzerang wurde es heute noch einmal spannend, denn vor dem abschließenden 800m-Lauf hatten noch drei Athletinnen die Chance auf den letzten Podestplatz. Diesen holte sich Angela Förster (Union Salzburg LA), die ihre PB mit 5.212 Punkten um mehr als 400 Zähler steigerte und damit erstmals im Siebenkampf eine Medaille holte.
„Endlich hat in einem Siebenkampf einmal alles zusammengepasst, daran bin ich in den letzten Jahren immer gescheitert. Mit drei neuen PBs kann ich echt zufrieden sein. Mich auch im Siebenkampf um so viele Punkte zu verbessern ist toll, besser hätte der Saisonabschluss nicht laufen können.“

Ein TV-Beitrag von den Meisterschaften wird am Sonntag, 31.8. um 13:05 auf ORF 1 in der Sendung Sportbild gesendet.
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