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Vorschau: Österr. U18-Hallenmeisterschaften

Finn Hoffmann & Karem Ahmed, Int. ÖLV Meeting #2, Wien © @amri.sports

Am kommenden Wochenende werden erstmals in der Sport Arena Wien die österreichischen U18-Meister:innen gekürt. In insgesamt 25 Bewerben geht es am 28.2. und 1.3. für den heimischen Nachwuchs um Edelmetall. Neun Athlet:innen reisen mit der Mission Titelverteidigung in die Hauptstadt und sieben bereits mit einer 2026-Goldmedaille von der ÖM U20. Zeitgleich finden die Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse in der im September 2025 eröffneten Leichtathletik-Halle statt, was in einer separaten Vorschau zu lesen ist.

Die U18-Wettkämpfe starten am Samstag um 14:00 Uhr, dauern bis nach 20:00 Uhr und werden am Sonntag ab 10:30 Uhr fortgesetzt. Mitfiebern ist via Livestream auf streamster.tv an beiden Tagen kostenlos möglich und auch Live-Ergebnisse stehen zur Verfügung. 

Weibliche U18

Wie bereits erwähnt, findet man einige Titelverteidigerinnen auf den Meldelisten für die Hallenmeisterschaften der U18-Klasse. Eine Hochdekorierte davon ist Deborah Achleitner (IAC), die im Weitsprung sowohl den U18-Bewerb im Vorjahr als auch den U20-Bewerb vor zwei Wochen für sich entscheiden konnte. Ihre PB steht bei 5,94 m, während sich dahinter bei zirka 5,40 m ein Zentimeterkrimi um Silber und Bronze ankündigt. Ein solcher könnte es auch im Hochsprung der Mädchen werden, wo die neue U20-Meisterin Vanessa Janis (HSV Bruck Kaisersteinbruch) und die alte U18-Siegerin Clara Ladstätter (TGW Zehnkampf-Union) erneut aufeinander treffen. Beide sprangen im Vorjahr in Linz 1,61 m und konnte sich nun auf 1,66 m steigern. Um jeden Zentimeter wird es auch für Titelverteidigerin Sophia-Maria Thoma (Raiffeisen TS Bludenz) im Kugelstoßen stehen. Konkurrenz bekommt sie von der ebenfalls 13-Meter-Stoßerin Marie Schrittwieser (Union St. Pölten).

Auf der Rundbahn darf man auf die noch U16-Athletinnen (Jahrgang 2011) gespannt sein, wobei Pauline Steiner (ULC Grein) über 1500 m und 3000 m die Favoritin ist. Auf der 800-m-Distanz möchte Carolina Grabner (Union Waidhofen/Ybbs) wie 2025 zu Gold laufen. Sehr schnell ist jedoch auch die U20-Hallenmeisterin von 2026 über diese Distanz, Magda Karall (LT Bgld Eisenstadt).

In den Sprintbewerben sollte man sich den Namen Jasmin Ungersböck (ULC Riverside Mödling) merken, denn sie führt die Meldelisten über 60 m (7,76 s), 200 m (25,30 s) und 400 m (57,58 s) an. Am stärksten ist sie wohl im Langsprint einzuschätzen, wo sie über 200 m vor zwei Wochen zu Gold lief. Über 60 m werden sich vermutlich fünf Mädchen mit PBs unter acht Sekunden drei Medaillen ausmachen, doch in dieser Altersklasse sind Überraschungen möglich und Nerven gefragt. Starke Nerven braucht man auch, wenn man 60 Meter, mit fünf Hürden dicht neben sieben Konkurrentinnen bewältigen muss. Die 60 m Hürden versprechen wie immer eine spannende Entscheidung: Kann sich Fiona Schwarz (SVS-Leichtathletik) nach Silber im Vorjahr nun Gold holen und welche Rolle spielen dabei die Sprung-Spezialistinnen Vanessa Janis sowie Deborah Achleitner? Die Anwort darauf gibt es am Sonntag um 12:32 Uhr. Neue Meisterinnen werden an diesem Tag übrigens auch noch im Stabhoch- und Dreisprung gesucht. 

Männliche U18

Höher, schneller, weiter – das könnte das Motto der U18-Titelverteidiger Lucas Gschier (60 m), Nicolas Schwendt (Weitsprung), Jonas Mesi (800 m), Karem Ahmed (60 m Hü) und Josef Plattner (Stabhoch) sein, um erneut nach Gold zu greifen – Doch da haben einige andere Nachwuchstalente was dagegen. Allen voran Marco Glinz (UVB Purgstall). Er verbesserte bei seinem 60-m-Sieg in der U20-Klasse den heuer aufgestellten österreichischen U18-Rekord zum zweiten Mal und ist mit 6,87 s der Jahresschnellste. Außerdem steht er über 200 m und 60 m Hürden am Start. Die ULC-Mödling-Athleten Karem Ahmed und Lucas Gschier könnten in den selben Bewerben für NÖLV-Erfolge sorgen. Gschier hat auch im Stabhoch- und Weitsprung Medaillen-Chancen.

Aus Österreichs Westen auf dem Radar haben sollte man EYOF-Finalisten Zsombor Klucsik (TS Egg). Vor allem in seiner Paradestrecke, den 400 m (PB 49,49 s), will er den Tartan in Wien zum Glühen bringen. Den selben Plan hat auch der ÖLV-U18 und U16-Rekordhalter (2x200 m und 1x300 m Freiluft), Jonas Prammer (ULC Linz Oberbank). Er ist für 60 m, 200 m und 400 m gemeldet. Ezel Yazici (ProTeam Vienna) ist auf seiner Heimanlage mit der kürzlich aufgestellten PB von 1,95 m der klare Favorit im Hochsprung und Antoni Graczyk (TGW Zehnkampf-Union) im Kugelstoßen. 

Zu den Favoriten in den Laufbewerbe zählen die Kärntner Matteo Xaver Jost und Sebastian Kofler (beide LC Villach). Kofler siegte vor kurzem bei der ÖM U20 über 800 m und bringt mit 1:55,04 min klar die beste Zeit mit. Über 1500 m und 3000 m ist Florian Huemer (LAC BMD Amateure Steyr) ein Gold-Anwärter. Nach U20-Gold springt Nico Hollaus (TGW Zehnkampf-Union) auch im U18-Dreispung um den Meistertitel mit. 

Wichtige Links

Livestreams auf streamster.tv (auch on-demand abrufbar):

25/02/26 10:39, Text: Clara Baudis

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