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ÖMS U23 in Graz Tag 2: U20 EM Limit durch Krifka im Hochsprung

© ÖLV / @wolf.amri

Dieses Wochenende fanden im ASKÖ Stadion in Graz-Eggenberg (Stmk) die österreichischen Meisterschaften der Klasse U23 statt. Neben den Meisterschaftsentscheidungen war es auch die letzte Möglichkeit, sich für die U23-EM in zwei Wochen in Bergen (NOR) zu qualifizieren. Das glückte heute keinem der Kandidaten mehr, Christiane Krifka schaffte aber den Sprung zur U20-EM.

U23 Frauen

U20-EM-Teilnehmerin Patricia Brunninger (ATSV Linz LA) revanchierte sich nach ihrem Fehlstart über 200m heute mit dem Sieg über die 100m, mit 11,87s (0,2) hatte sie im Ziel 8/100s Vorsprung auf Muriel Wohlrab (ULC Riverside Mödling), die auch in diesem Bewerb wieder Silber holte. Auch über die Stadionrunde gab es durch Helene Vogel (DSG Wien) einen Favoritensieg, die ÖLV-Rekordhalterin in der 4x400m-Mixed-Staffel hatte die 400m nach 55,88s absolviert. Die 4x100m-Staffel wurde am Ende der Bewerbe dann eine Beute der SU Leibnitz, die in 46,75s die schnellste Zeit erzielte.

Einen Limitversuch bekamen die Zuseher über die 1500m zu sehen. Katharina Stöger (Union Salzburg LA) peilte die festgelegten 4:22,00min an, Lotte Seiler (KSV Alutechnik) sorgte für ein flottes Tempo, dem zunächst noch 4, dann 3 und in der letzten Runde nur mehr die Salzburgerin folgen konnte. Seiler stieg 200m vor dem Ziel aus, Stöger konnte mit einer Endzeit von 4:25,13 min das Tempo nicht mehr ganz halten und musste auf der Zielgerade sogar Langstreckenspezialistin Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld) passieren lassen, die mit einem starken Endspurt in 4:23,34 min neuen StLV U23-Rekord aufstellte.

Cordula Lassacher: „Es war das optimale Rennen für mich mit diesem Tempo. Für die U23-EM musste ich sowieso an meinem Stehvermögen arbeiten, daher ist das Ergebnis sehr erfreulich. In Bergen werde ich mich einmal auf die 10.000m konzentrieren, vielleicht aber auch dann noch die 5.000m laufen.“

Ihrer Favoritenrolle wurde Christiane Krifka (SVS LA) im Hochsprung heute vollauf gerecht, zusätzlich verlief der Angriff auf die U20-Norm für die neue U23-Meisterin erfolgreich. Zwei Mal fiel die Latte beim U20-EM-Limit von 1,80m, im dritten Versuch war es dann soweit. Die junge Wienerin egalisierte ihre PB und ist jetzt in Tampere (FIN) mit dabei.

Christiane Krifka: „Endlich! Ich habe schon das ganze Jahr gewusst, dass ich es draufhabe. Heute war schon das Gefühl da, dass es diesmal klappen könnte. Ich habe mich technisch jetzt auch gut weiterentwickelt, der Sprung über 1,80m war sicher mein bester bisher. Aber da geht noch mehr, davon bin ich überzeugt.“

Ein hochdramatisches Duell lieferten sich Shiela Frimpong (ATSE Graz) und Elisabeth Bluch (LAC Klagenfurt) im Dreisprung, bei dem die Steirerin lange um nur 2cm voran lag. Im letzten Durchgang übernahm die Kärntnerin mit 11,41m (-1,3) doch noch die Führung, die Lokalmatadorin schlug aber im letzten Sprung des Tages mit 11,60m (-1,4) noch einmal zurück und darf sich nunmehr U23-Meisterin nennen.

Sophie Kreiner (ATSV Linz LA) eröffnete im Kugelstoß gleich mit neuer Bestleistung, mit 14,05m übertraf die Siebenkämpferin erstmals die 14m-Marke. Weitere Steigerung gab es keine mehr, Gold durfte sie sich aber umhängen lassen, für eine U23-EM-Teilnahme wären jedoch 14,40m notwendig gewesen. Etwas überraschend ging dann auch der Titel im Speerwurf mit neuer PB von 43,00m an die oberösterreichische Mehrkämpferin.

© ÖLV / @wolf.amri

U23 Männer

Sehr knapp verlief die Entscheidung im 100m-Sprint, nachdem Nationalteam-Staffelläufer Vasily Klimov (KLC) auf einen Start verzichtet hatte. Max Förster (SVS LA) lag nach einem explosiven Start von Beginn an in Führung, am Ende kam aber Felix Lang (ATSE Graz) noch stark auf, 10,68s (0,1) zu 10,71s lautete das Endergebnis. Über 400m lag Samuel Lengauer (TGW Zehnkampf-Union) lange in Front, erst auf den letzten 10 Metern wurde er von Jakub Zembaty (LC Villach) überlaufen, der in 47,52s neue PB aufstellte. Genau 1/10s dahinter finishte der Oberösterreicher als Zweiter, Bronze holte weitere 27/100s dahinter Stefan Klefasz (ULC Riverside Mödling) mit neuer PB. Den Sieg in der 4x100m-Staffel sicherte sich schließlich das Quartett des ATSE Graz in 41,55s.

Nach seinem Sieg gestern über die 800m doppelte Niklas Kainrath (Union St.Pölten) heute über die 1500m nach und entriss 5.000m-Sieger Markus Reißelhuber (team2012.at) mit einem starken Endspurt noch den Sieg, dafür war in seinem ersten 1500er in diesem Jahr aber eine neue PB von 3:59,45 min notwendig. Der Hochsprung war eine klare Angelegenheit für Andreas Gamsjäger (ATSV OMV Auersthal - Athletics 22), der eine starke Leistung zeigte und an der U20-EM-Norm von 2,11m mehrfach nur knapp scheiterte.

Im Speerwurf hatte der Jahresbeste Adrian Feuerstein (ULC Linz Oberbank) nichts zu bestellen, er belegte mit 50,18m nur Rang 5. Lange duellierten sich so Molham Hawana (TGW Zehnkampf-Union) und Staatsmeister Aleksandar Zivanic (Union Pottenstein) um die Führung, sie brachten schließlich 56,03m bzw. 56,38m in die Wertung. Im letzten Durchgang explodierte aber Jakob Grubmüller (Union Salzburg LA) noch, steigerte sich in diesem Wettkampf um mehr als 5m und holte mit 59,64m (PB) noch den Sieg.

Jakob Grubmüller: „Wir stellen gerade die Technik etwas um, darum ist sie noch nicht sehr stabil. Im Wettkampf kann ich das noch nicht ganz umsetzen und die Würfe gelingen sehr unterschiedlich. Aber im letzten Wurf konnte ich alles zusammensetzen und jetzt freue ich mich sehr, nach den vielen zweiten Plätzen endlich einmal einen Titel geholt zu haben.“

Dreisprung-Staatsmeister Felix Pircher (ATSE Graz) war heute wie erwartet ungefährdet und belohnte sich mit neuer PB von 14,49m (-0,8) und seinem zweiten Gold nach dem Weitsprungtitel. Den Kugelstoß holte sich mit Stefan Gaisbauer (ULC Linz Oberbank) ein U20-Athlet, er stieß die 7,26kg schwere Kugel heute auf 13,58m.

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Ergebnisse  

Fotos   (Bilder honorarfrei verwendbar bei Nennung © ÖLV / @wolf.amri )

Fotos: (C) ÖLV / @wolf.amri

06/07/25 11:32, Text: Georg Franschitz

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