EM Birmingham: Pallitsch nur knapp am Finale vorbei, Mayr hat zwei von sieben Disziplinen absolviert
Sechs Zehntel fehlen Raphael Pallitsch aufs Finale über 1500m
Vor zwei Jahren sorgte Raphael Pallitsch (Union St.Pölten) über 1500m aus österreichischer Sicht für zwei absolute Highlights, als er sowohl im Vorlauf als auch im Finale mit sensationellen Endspurts jeweils das Feld von hinten aufrollte und schlußendlich mit Rang 6 belohnt wurde. Ins Finale wollte er auch diesmal einziehen, dazu musste der 36-Jährige, der sein EM-Debüt bereits vor 14 Jahren 2012 über 800m gefeiert hatte, unter die Top-6 in seinem Vorlauf kommen. Der Burgenländer positionierte sich bei seiner dritten EM anfangs innen im Mittelfeld, es wurde auch der vom Österreicher erhoffte eher langsame Lauf, die ersten 800m wurden in nur 2:07min absolviert. Als das Tempo auf der letzten Runde flotter wurde, konnte sich der Oggauer nicht rechtzeitig aus dem engen Feld befreien und musste die Zielgerade von Position 12 in Angriff nehmen. Dem ÖLV-Rekordhalter gelang zwar wieder ein starker Endspurt und er konnte noch drei Ränge gutmachen, mit 3:42,55min und Platz 9 in diesem Heat fehlten ihm am Ende nur 0,6 Sekunden auf den Aufstieg ins Finale. In der Endabrechnung ergab das für Pallitsch Rang 21, der sich damit seinen Traum vom zweiten Finale nicht erfüllen konnte.
Raphael Pallitsch: “Es war ein taktischer Lauf. Ungewöhnlich für 1500m fühle ich mich nicht wirklich belastet. Das ist natürlich dem Rennverlauf geschuldet. Ich habe meinen klassischen Zielsprint, meinen Turbo, heute zu spät gezündet. Das ist die erste Reaktion und wohl die richtigste. Für mich war klar, egal wie sich das Rennen gestaltet, dass ich relativ verhalten loslaufen werde. Ich bin einer der kleineren Läufer und Körperlichkeit ist bei einem 1500er auf jeden Fall eine relevante Größe. Ich wusste, wenn ich mich in die Waschmaschine, wie wir sagen, in die Rangeleien reinbegebe, dann bin ich normalerweise der Zweite mit meiner Statur. Ich habe zwar einiges abbekommen, aber das war heute sehr gelinde. Die Taktik war klar, sehr schonend durchkommen, und den Turbo zünden, wenn ein Loch aufgeht. Auf der Gegengerade wollte ich ihn zünden, denn da war es noch immer nicht wirklich intensiv. Aber da waren schon viel zu viele Positionskämpfe und ich hätte bis auf Bahn 3 raus müssen. Das habe ich vorher verpasst und das musste ich leider abwarten. Innen hat sich auch nichts aufgetan, da habe ich falsch gegambelt. Meine Endgeschwindigkeit war sicher eine der Höchsten, aber es hätte wieder einmal 50m weiter gehen müssen. Ich muss das jetzt mal verdauen, ich hatte auf jeden Fall das Finale im Kopf. Ich nehme mir jetzt den Tag Zeit über einiges nachzudenken. ”

Zwei von sieben Disziplinen im Siebenkampf für Verena Mayr erledigt
Vor 10 Jahren feierte Verena Mayr (Union Ebensee) in Amsterdam ihr EM-Debüt, von ihren bisherigen drei EM-Starts hat sie einen siebenten und achten Platz zu Buche stehen sowie ein DNF. Der Wettkampf in Birmingham ist auch ein kleines Jubiläum für die Linzerin, es ist ihr 40. Siebenkampf mit Frauengewichten und -höhen, sowie ihr 16. Antreten im Nationaltrikot als Mehrkämpferin. Eine angerissene Sehne und Rückenprobleme im Frühsommer behinderten den Formaufbau über lange Phasen, daher konnte die Oberösterreicherin heuer auch noch keinen ganzen Siebenkampf bestreiten. Sie startete heute mit 14,27s (-0,6) über die 100m Hürden und blieb damit nur um 0,03s über ihrer Saisonbestleistung. Weiter ging es mit dem Hochsprung, hier war die Frage, wie der Rücken halten würde. Von ihrer Einstiegshöhe von 1,59m bis 1,68m übersprang die 31-Jährige jede Höhe gleich im ersten Versuch, bei Season Best von 1,71m waren dann starke Nerven und drei Versuche notwendig. Das wars dann aber, mehr ging im Hochsprung nicht mehr, nach zwei Bewerben hatte die ÖLV-Rekordhalterin 1.808 Punkte gesammelt und musste am Nachmittag von Rang 24 aus eine Aufholjagd starten.
Verena Mayr: “Ich habe mir vorgenommen, im Rahmen meiner Saisonbestleistungen zu bleiben, damit bin ich einmal zufrieden. Ich gebe mein Bestes, aber mir ist gestern im Training ein bisschen etwas beim Oberschenkel passiert, daher auch der Verband und die Bandage. Aber wenn ich so weitermachen kann und durchkomme, dann freut mich das sehr. Mein Ziel war von Anfang an, von Disziplin zu Disziplin zu schauen. Im Kugelstoß und bei den 200m möchte ich natürlich wieder meine beste Leistung zeigen. Ich hoffe, dass alles gut hält und dass der Körper mitspielt, dann sollte in Richtung Saisonbestleistung sicher etwas möglich sein.”

Zeitplan der ÖLV Athleten bei der EM in Birmingham
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Datum |
Ortszeit |
MESZ |
Bewerb |
Athlet/in |
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FR 14.08. |
19:35 20:55 |
20:35 21:55 |
Kugel (7K) Frauen 200m (7K) Frauen |
Verena Mayr Verena Mayr |
|
SA 15.08. |
07:30 10:25 11:55 12:40
19:45 20:17 21:48 |
08:30 11:25 12:55 13:40
20:45 21:17 22:48 |
Halbmarathon Gehen Frauen Weit (7K) Frauen Speer (7K) Frauen 4x100m (VL) Frauen
800m (7K) Frauen Dreisprung (Finale) Männer 4x100m (Finale) Frauen |
Theresia Mohr Verena Mayr Verena Mayr Nationalstaffel
Verena Mayr Endiorass Kingley Nationalstaffel |
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SO 16.08. |
07:30 08:10 |
08:30 09:10 |
Marathon Frauen Marathon Männer |
Julia Mayer, Eva Wutti Andreas Vojta |
Die EM im Internet
Facebook @OfficialBirmingham2026
Instagram @birmingham2026
Fotos
ÖLV-Flickr-Album (Bilder honorarfrei verwendbar bei Nennung © ÖLV / @amri.photo)
Die EM im TV
ORF überträgt die EM täglich LIVE. Kommentatoren: Dietmar Wolff / Thomas König
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Tag |
Datum |
von |
bis |
Sender |
Anmerkung |
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Fr |
14.08. |
20:30 |
23:00 |
ORF Sport+ |
LIVE |
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Sa |
15.08. |
08:25 |
11:20 |
ORF Sport+ |
LIVE |
|
Sa |
15.08. |
11:20 |
15:10 |
ORF 1 |
LIVE |
|
Sa |
15.08. |
21:00 |
23:00 |
ORF Sport+ |
LIVE (20:40 – 21:00 nur auf ORF ON) |
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So |
16.08. |
08:25 |
11:55 |
ORF 1 |
LIVE |
|
So |
16.08. |
20:30 |
23:00 |
ORF Sport+ |
LIVE |
(Stand vom 2.8., kurzfristige Änderungen möglich)
Alle Live-Übertragungen von ORF SPORT+ sind außerdem via ORF ON als Live-Stream zu sehen und danach on-demand abrufbar.
Ebenfalls LIVE überträgt EUROSPORT mit den Kommentatoren Sigi Heinrich und Markus Röhrig.
Fotos: © ÖLV / @amri.photo
Das ÖLV-Team wird unterstützt von

14/08/26 13:59, Text: Georg Franschitz
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