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Austrian Athletics Botschafter Christian Taylor

(C) ÖLV/Rauch

Nicht ganz drei Monate nach dem Austrian Athletics Award im Grand Hotel Wien war es heute so weit; Präsidentin Mag. Sonja Spendelhofer und Sport-Koordinator Mag. Hannes Gruber überreichten Austrian Athletics Botschafter 2018 und US-Dreisprungstar Christian Taylor den Pokal für seine Leistungen rund um die österreichische Leichtathletik.

Smart gekleidet wie man den zweifachen Olympiasieger und dreifachen Weltmeister im Dreisprung von manchem Meeting in Österreich kennt, erschien Christian Taylor heute kurz vor zwölf Uhr mittags beim Haupteingang des Stephansdoms im Herzen Wiens.

Nach der Übergabe des gläsernen Awards und einem kurzen Fototermin wurde in einem Restaurant in der Wiener Innenstadt von Präsidentin Spendelhofer zu Tisch gebeten. Bereits im Vorfeld des Awards im Februar teilte uns Taylor mit "I am so excited to be able to receive this award and to see everyone."  So entwickelte sich ein ausgesprochen unterhaltsames Gespräch mit einer der aktuell wohl schillerndsten Persönlichkeiten in der Welt-Leichtathletik.

More to come

Kommendes Wochenende wird Christian Taylor nach Shanghai (CHN) zum Diamond League Meeting reisen, allerdings nur als Beobachter. Erst am Dienstag, den 21. Mai 2019 wird es für Taylor ernst. Direkt aus Shanghai kommend, nimmt der Ausnahmekönner am World Challenge Meeting in Nanjing (CHN) teil. Spaßhalber fügte er hinzu, dass er mit Sicherheit nicht selber fahren wird, sondern als Teil einer Delegation mit dem Bus reisen wird.

Das große Ziel der Saison 2019 ist klar. Ein weiterer Weltmeistertitel im Dreisprung soll in Doha (QAT) folgen. Wie sich die Situation im Stadion und in der Aufwärmhalle in Bezug auf die überdimensionierte Klimaanlage herausstellen wird, ist auch für Christian Taylor noch ein kleines Rätsel. Immerhin wird er am 27. September, am ersten Tag der Weltmeisterschaften, im Dreisprung an den Start gehen - und das bei rund 40 Grad Celsius Außentemperatur. Herunter gekühlt könnten es anschließend nur noch 22 sein. "Kein leichtes Unterfangen", wie auch Sport-Koordinator Hannes Gruber nur zu gut seit seinem letzten Site Visit im vergangenen September herausfand.

Auch Präsidentin Sonja Spendelhofer war ob der charismatischen Art Taylors sehr angetan: "Mit einem derart erfolgreichen aber zugleich bodenständigen und herzlichen Athleten sitzt man sehr selten an einem Tisch, eine große Ehre auch für mich."

Die Zukunft der Welt-Leichtathletik

Bei einem Punkt waren sich alle einig. Der eingeschlagene Weg der IAAF in Bezug auf immer straffere Entry-Standards und auch die "Athleten-Politik" bei den großen Diamond League Meetings ist nicht zwangsläufig gut für die Leichtathletik. Immer gegen dieselben Springer anzutreten, sei auch für Weltklasse-Athleten nicht unbedingt sinnvoll. Es fehle dabei auch für den Zuseher schlicht die Abwechslung und eine gewisse Spannung, weil man bereits jeden Gegner auswendig kennen würde. Für AthletInnen aus der so genannten zweiten Reihe sei es fast unmöglich an großen Meetings teilnehmen zu können. Dies müsse man ändern, um die Vielfalt der Leichtathletik nicht nur in seinen Disziplinen zu erhalten.

Österreichs Leichtathletik sieht Taylor hingegen auf einem sehr guten Weg. Besonders wenn er an das side-by-side Training mit ÖLV-Diskusass Lukas Weißhaidinger und die weiteren in der Südstadt trainierenden ÖLV-Asse denkt. Dabei kam er sichtlich ins Schwärmen.

Bis zum Abflug nach China wird sich der Ausnahmekönner noch im BSFZ Südstadt vorbereiten.

15/05/19 14:23, Text: Bernhard Rauch

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