Die U20-EM fand erstmals unter dem Namen Europäische Juniorenspiele 1964 in Warschau (POL) statt und wird seit 1970 unter dem heutigen Namen alle zwei Jahre durchgeführt. Damit wird diese Woche zum 27. Mal diese Meisterschaft für Athlet:innen zwischen 16 und 19 Jahren eröffnet. Im Jahr 1983 war sogar Österreich mit Schwechat (Rudolf-Tonn-Stadion) einmal Gastgeber der U20-EM.
Finnland mit seinen knapp 5,6 Millionen Einwohner:innen ist deutlich geringer besiedelt als Österreich (ca. 9,2 Mio.), ist aber ein umso beliebterer Austragungsort für Leichtathletik-Events. Während 2003 (U20 EM), 2009 (EYOF), 2013 (U23 EM) und 2018 (U20 WM) Tampere selbst Schauplatz war, ging es auch schon nach Espoo (U23 EM 2023), Turku (U23 EM 1997) und Helsinki (EM 1971, 1994, 2012 / WM 2005, 1983). Im Jahr 1983 war es sogar die Premiere der Weltmeisterschaften, die in Helsinki stattfand.

Foto: Die Siebenkämpferinnen bei der U20-WM in Tampere 2018 / aus ÖLV-Sicht Andrea Obetzhofer & Sarah Lagger © ÖLV
Der ÖLV-Medaillenspiegel
Die österreichische Leichtathletik durfte bisher 4x Gold, 5x Silber und 10x Bronze bei U20-Europameisterschaften bejubeln. Die letzte Ausgabe der U20-EM fand 2023 in Jerusalem (ISR) statt und war die medaillenreichste der Geschichte. Enzo Diessl (SU Leibnitz) gewann Gold über 110 m Hürden, Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) Silber (1500 m) und Bronze (5000 m), Matthias Lasch (TGW Zehnkampf-Union) Silber im Zehnkampf und Sophie Kreiner (ATSV Linz LA) Bronze im Siebenkampf. Im Jahr 1997 war das ÖLV-Team mit zwei Goldmedaillen und insgesamt vier Mal Edelmetall ähnlich erfolgreich.
Gold:
- Enzo Diessl, 110m Hürden (2023)
- Lukas Weißhaidinger, Diskuswurf (2011)
- Günther Weidlinger, 3000 m Hindernis (1997)
- Linda Horvath, Hochsprung (1997)
Silber:
- Kevin Kamenschak, 1500 m (2023)
- Matthias Lasch, Zehnkampf (2023)
- Klaus Ehrle, 400 m Hürden (1985)
- Gerda Haas, 400 m (1983)
- Georg Werthner, Zehnkampf (1975)
Bronze:
- Kevin Kamenschak, 5000 m (2023)
- Sophie Kreiner, Siebenkampf (2023)
- Lisa Gruber, Stabhochsprung (2021)
- Sarah Lagger, Siebenkampf (2017)
- Dominik Hufnagl, 400 m Hürden (2015)
- Roland Schwarzl, Zehnkampf (1999)
- Monika Erlach, Stabhochsprung (1997)
- Olivia Wöckinger, Weitsprung (1997)
- Silvia Czerny-Schinzel, 400 m (1975)
- Petra Kaspar, Fünfkampf (1975)

Foto: Enzo Diessl wird U20-Europameister über 110 m Hürden (2023) © ÖLV
Die Entry-List für Tampere aus internationaler Sicht
Insgesamt sind knapp 3000 Athlet:innen, davon 650 männliche und 645 weibliche, aus 48 Nationen für die U20-Titelkämpfe gemeldet. Wie European Athletics vergangene Woche publizierte, sind viele bereits für Edelmetall bekannte Athlet:innen bei der U20-EM am Start. Die Meldeliste umfasst nicht weniger als 30 Goldmedaillen-Gewinner:innen der U18-EM 2024 in Banská Bystrica – darunter auch der Tscheche Michal Rada, der im vergangenen Jahr mit 49,42 Sekunden über die 400 m Hürden (84,0 cm Hürdenhöhe) die europäische U18-Bestleistung pulverisierte.
Ebenfalls auf der Startliste stehen drei Sieger:innen der U20-WM 2024 in Lima, darunter der niederländische Kugelstoß-Weltmeister Jarno Van Daalen, der sowohl im Kugelstoßen (21,08 m), als auch im Diskuswurf (66,31 m) die Meldelisten anführt. Auch einige Sieger:innen des kürzlich ausgetragenen EYOFs in Skopje werden in Tampere an den Start gehen. Zum Beispiel die noch 15-jährige Italienerin Kelly Doualla, die den 100-m-Titel mit einer europäischen U18-Bestzeit von 11,21 Sekunden gewann, sowie Estlands Allika Inkeri Moser, die im Stabhochsprung mit 4,52 m eine U18-Weltbestleistung erzielte.
Wichtige Links
- ÖLV-Vorschau U20-EM
- Startlisten & Live-Ergebnisse
- Livestream
- Fotos © ÖLV, Coen Schildermann
- Offizielle Website #tampere2025
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