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EM Rom: Großartige Frauen-Sprint-Staffel pulverisiert ÖLV-Rekord

© ÖLV / @wolf.amri

Von Freitag, 7. Juni bis Mittwoch, 12. Juni 2024 gehen im Olympiastadion von Rom (ITA) die 26. European Athletics Championships über die Bühne. Am Vormittag des fünften Tages war die 4x100m Nationalstaffel mit Isabel Posch, Karin Strametz, Magdalena Lindner und Viktoria Willhuber im Einsatz, und sie überzeugten mit einer sensationellen Leistung.

4x100m-Staffel verbessert ÖLV-Rekord um gleich 34/100s

Schon vor zwei Jahren war die ÖLV-Frauenstaffel bei der EM in München dabei gewesen, letztes Jahr wurde der ÖLV-Rekord noch einmal auf 44,18s verbessert. Anfang Mai bei den World-Relays in Nassau (BAH) wurde dann das Ticket für die EM in Rom gebucht. Die Aufstellung hatte sich bewährt, sie blieb auch in Italien unverändert. Das ÖLV-Quartett war im ersten von zwei Läufen auf Bahn 3 gelost worden, jeweils die Top-3 jedes Heats und die weiteren zwei Zeitschnellsten qualifizierten sich für das Finale.

Als Startläuferin war Isabel Posch (TS Lustenau) im Einsatz, nur zwei Tage nach ihrem erfolgreichen Siebenkampf zeigte die Vorarlbergerin aber auch heute Mittag schon wieder hervorragende Spritqualitäten. Nach einer starken Startkurve übergab die 24-Jährige den Staffelstab an Magdalena Lindner (Union St.Pölten), die bereits über die 100m bei dieser EM am Start war. Die Übergabe verlief sehr flüssig und die Niederösterreicherin lief anschließend eine starke Gegengerade. Nach 200m erfolgte die zweite Übergabe, die 24-Jährige Kremserin übergab an ihre Trainingskollegin Karin Strametz (SU Leibnitz), die erst vor wenigen Tagen im 100m Hürden-Semifinale gestanden war. Auch dieser Wechsel auf die Steirerin gelang fast perfekt, der darauf folgende Kurvenlauf der 26-Jährigen war wie aus einem Guss. Als Letzte ging dann Viktoria Willhuber (LTU Graz) ins Rennen und hatte die Zielgerade zu absolvieren. Die Weitergabe des Stabes auf die 23-Jährige ging ohne Probleme vonstatten und die zweite Steirerin im Team überquerte nach einem weiteren starken Abschnitt die Ziellinie nach exakt 43,84s. 

Damit blieben die vier ÖLV-Sprinterinnen erstmals unter 44 Sekunden und verbesserten den österreichischen Rekord gleich um tolle 34/100s, womit sie in der Endabrechnung Rang 12 belegten. Im Vergleich zur Entry-List eine Verbesserung um zwei Plätze. Auf den Einzug ins Finale fehlten 69/100s, die schnellste Zeit erzielte Großbritannien mit neuer europäischer Jahresbestleistung von 42,25s.

(C) ÖLV / @wolf.amri

Isabel Posch: “Ich denke, ich habe meinen Start ganz gut getroffen und auch die Übergabe war sehr gut. Das macht mir vor dem Lauf immer am meisten Angst, da war ich beruhigt wie ich gesehen habe dass der Abstand passt.”

Magdalena Lindner: “Da der Abstand gut gepasst hat, musste ich nicht rausnehmen und konnte voll durchziehen. Fliegend hast du dann ganz einen anderen Speed und fühlst dich schnell. Ich konnte hinten raus noch gut laufen und Karin ist genau richtig weggelaufen und der Abstand hat auch hier gut gepasst. Wir hatten das Ziel, den österreichischen Rekord zu brechen und vielleicht, wenn alles gut geht, unter 44s zu bleiben. Wir sind als 14. hergekommen und fahren als 12. heim. Die Ungarinnen und Finninnen waren nur knapp vor uns. Wir sind super happy. Der nächste fixe Staffeleinsatz ist für Ende August in Lausanne geplant. Vielleicht geht es dort noch schneller, das war bisher immer ein gutes Pflaster für uns.”

Karin Strametz: “Wir sind wirklich froh, dass alle Übergaben gut geklappt haben, ohne große Steher. Wir haben nicht allzu viel riskiert, weil wir schon durchkommen wollten. Läuferisch haben wir gewusst, wir sind mega gut drauf. Damit können wir zufrieden sein, und auch damit, dass wir endlich eine 43er Zeit stehen haben.”

Viktoria Willhuber: “Als ich gesehen habe, dass die ersten zwei Übergaben schon gut geklappt haben, wusste ich, dass ich nochmal extra Gas geben muss. Ich habe mir selbst gesagt, renn weg nach Markierung, so wie wir das geübt haben. Das hat super funktioniert und ich habe mich nur aufs Sprinten konzentriert.”

Staffel-Nationaltrainer Philipp Unfried: “Ich bin super happy, dass wir jetzt eine 43er Zeit stehen haben und das auch klar unter 44 Sekunden. Der zwölfte Platz ist natürlich auch super. Wenn man sich die Splitzeiten ansieht, muss ich sagen, es sind alle Mädels wirklich gut gelaufen. Das war von den Einzelleistungen ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zu den World Relays auf den Bahamas. Alle hatten heute auch wirklich gute Übergaben, das hat alles gut ausgesehen. Ich bin echt stolz auf sie, das haben sie super gemacht. ”

ÖLV / @wolf.amri

Zeitplan der ÖLV Athleten bei der EM in Rom

Datum

MESZ

Bewerb

Athlet/in

11.06. (DI)

21:36

 Speer (Finale) Frauen

Victoria Hudson

12.06. (MI)

22:26

1.500m (Finale) Männer

Raphael Pallitsch

Die EM im Internet 

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ORF SPORT+ überträgt die EM täglich live. Kommentatoren: Dietmar Wolff / Thomas König

ORF-Programm

Tag

Datum

von

bis

Anmerkung

Di

11.06.2024

19:00

23:00

LIVE - Tag 5 Abend

Mi

12.06.2024

20:05

23:00

LIVE - Tag 6 Abend (20:05 – 20:15 nur auf ORF ON)

(Stand vom 1.6., kurzfristige Änderungen möglich)

Alle Live-Übertragungen von ORF SPORT+ sind außerdem via ORF ON als Live-Stream zu sehen und danach on-demand abrufbar.

Fotos: © GEPA Pictures, ÖLV / @wolf.amri

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11/06/24 10:55, Text: Georg Franschitz

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