Ein durchdachtes Trainings-, Bildungs- und Regenerationskonzept ermöglicht es den jungen Läufer:innen (auch in fünf Jahren), in der ersten Klasse ohne zusätzlichen Nachmittagsunterreicht am Beginn Ihrer Leistungssportkarriere schon Matura und Berufsausbildung abzuschließen, um in der Spitzensportzeit, ab der U20/U23, mit Matura und Berufsausbildung sich schon vollständig auf den Sport zu konzentrieren oder jederzeit in Job oder Studium einzusteigen. An alles ist gedacht optimierter Stundenplan, individualisiertes Training in Kleingruppen (fünf bis zwölf Schüler:innen) und Regeneration wie Mittagsschlafraum und Eiswassertonnen, eigenes geliefertes Essen inklusive - schließlich kamen aus diesem Know-How in den letzten Jahren viele Athlet:innen (u.a. Niklas Strohmayer-Dangl, Marie Glaser) zu Nachwuchs-WM- und EM-Teilnahmen!
Das Motto ist nicht Leistungssport oder Berufsausbildung mit Matura sondern „Spitzensport und Matura mit Job". Der schulische Fokus liegt auf der beruflichen Ausbildung und der Ablegung der Reifeprüfung, sportliches Ziel sind Nachwuchs EM- oder WM-Teilnahmen (die Qualifikation zumindest eines Teilnehmers/einer Teilnehmerin pro Jahrgang). Die am Projekt beteiligten Akteure zeigen sich begeistert:
Bürgermeister Thomas Steiner (er hat das Projekt und die Leichtathletik von Anfang an tatkräftig unterstützt) zeigt sich erfreut: "Dieses Projekt zeigt, was durch einen partnerschaftlichen Schulterschluss zwischen Land, Stadt, Schule und Sport möglich ist. Wir nutzen unsere bestehende Infrastruktur nachhaltig und effizient und schaffen neue Chancen für junge Menschen, die sich künftig nicht mehr zwischen Schule und Leistungssport entscheiden müssen. Eisenstadt investiert seit über einem Jahrzehnt konsequent in Sport, Freizeit und Jugend – fast 25 Millionen Euro insgesamt. Das sind Investitionen in Gesundheit, Lebensqualität und Zukunft."
Sportlandesrat Heinrich Dorner (das Land Burgenland unterstützt das Projekt finanzstark): "Jungen Talenten wird die Möglichkeit gegeben, ihre sportlichen Ziele zu verfolgen, ohne dabei auf eine hochwertige Ausbildung verzichten zu müssen. Mit dieser innovativen Kombination wird ein Umfeld geschaffen, das sowohl Spitzenleistungen auf der Laufbahn als auch berufliche Perspektiven im technischen Bereich ermöglicht."
HTL-Eisenstadt-Direktor Thomas Schober (Initiator): "Die Laufsport-HTL Eisenstadt steht für einen innovativen Schritt in der Ausbildung junger Talente. Schülerinnen und Schüler können ihre Begeisterung für den Laufsport mit einer fundierten technischen Ausbildung verbinden - so, dass sportliche und berufliche Professionalisierung einander stärken."
ÖLV-Präsidentin Sonja Spendelhofer (Mitunterstützerin, auch in der Vororganisation des Projekts von Beginn an) meint dazu: "Das Modell einer Leistungssportklasse im berufsbildenden Schulwesen (HTL Eisenstadt - Zweig Werkstofftechnik) ist in Österreich einzigartig. Schulausbildung und Spitzensport sind hier an einem Ort gebündelt. Durch die gegebenen Rahmenbedingungen herrschen optimale Voraussetzungen fürs Lernen und Trainieren."
Yvonne Gollubits (Sponsor Fa Holzbau Gollubit, Trainings- und Regenerationsgebäude): "Wir unterstützen Forschung und Bildung, speziell in der Jugend. Das dies sehr wichtig ist und Sport ein wichtiger Ausgleich ist, sehen wir auch an unseren Mitarbeitern. Wir stehen für Nachhaltigkeit. Denn die Jugend ist unsere Zukunft!"
Stephanie Schöggl (Mutter eines Schülers): "Mir ist es als Mutter das Wichtigste, dass mein Sohn seinen Sport und seine Leidenschaft zeitgleich, ergänzend und optimiert mit einer hochwertigen Schulausbildung mit Matura ohne Laufzeitverlängerung (Laufsport HTL hat auch nur 5Jahre) durchführen kann. Das ganze Konzept, die Zusatzbildung und Regenerationskonzepte sind einfach außergewöhnlich."
Der Österreichische Leichtathletik-Verband freut sich, Partner zu sein und wünscht den Schülerinnen und Schülern alles Gute für ihre duale Ausbildung.
Text: Rolf Meixner



