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Erste Saisonbilanz: Versöhnlicher Abschluss für Lukas Weißhaidinger

Lukas Weißhaidinger (C) ÖLV/Giancarlo Colombo

Nach dem 2. Rang beim Diamond-League-Finale in Zürich blieb nicht viel Zeit zum Feiern & Ausschlafen. Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger, der 12.000 Dollar Preisgeld einstreifte, und Coach Gregor Högler waren Freitagfrüh schon wieder im Rückreisestress.

Die Wartezeit am Gate nutzte das Duo für eine erste Saisonbilanz.

Wie groß ist die Erleichterung nach dem guten Saisonabschluss mit Platz 2 am Letzigrund?

Lukas Weißhaidinger: "Viel Zeit zum Nachdenken hatten wir noch nicht. Es blieb gerade zum kurzen Anstoßen. Geschlafen habe ich auch nicht viel... 2022 war zugegebenermaßen ein schwieriges Jahr. Bei der WM und bei der EM habe ich nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Es tut gut, mit einem Erfolgserlebnis aufhören zu können. Das Diamond-League-Finale ist wie eine Mini-WM. Und Zürich ist sowieso das schönste LA-Meeting der Welt. So eine Stimmung hast du nirgendwo sonst."

Gregor Högler: "Mit den Erfolgen von Lukas sind die Erwartungen in große Höhen gestiegen. Heuer haben wir bei zwei Großereignissen mit den Plätzen 9 (EM) und 10 (WM) das Ziel, eine Medaille zu holen, nicht erreicht. Beim Diamond-League-Finale hat's zum Glück wieder geklappt. Und das musst du erst einmal schaffen. Alleine sich fürs Finale zu qualifizieren ist schon eine Leistung! Allgemein gesprochen: Ich bin froh, dass Lukas verletzungsfrei geblieben ist und ganz vorne mitwerfen kann. Das Ziel für 2023 bleibt gleich: Eine WM-Medaille! Heuer haben wir gesehen, wie schwer das mitunter sein kann..."

Beim 4. Versuch am Freitag gab's lange Diskussionen. Zuerst wurde der Versuch gültig gegeben, dann ungültig. Die Weite hätte zum Sieg gereicht. Wie siehst Du das jetzt mit ein paar Stunden Abstand?

Weißhaidinger: "Am TV-Bild sieht der Versuch eher gültig aus. Der Kampfrichter hat sich den Versuch nochmals angeschaut und ist bei seiner Entscheidung geblieben. Er war freundlich, ich hatte keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Und ein Protest wäre sowieso sinnlos gewesen. Den 2. Platz kann ich gut nehmen. Ceh war in der Diamond-League-Saison und bei der WM der Beste. Er hatte ein unglaubliches Jahr."
Welche Lehren kann man aus dem heurigen Jahr ziehen?

Högler: "Dass es bei EM und WM nicht funktioniert hat, lässt sich technisch erklären. Am Nervenkostüm ist es nicht gelegen. Wir haben insofern eine neue Situation, weil Lukas noch stärker geworden ist. Manchmal müssen wir bremsen, nicht noch zulegen. Das ist neu. Und daran müssen wir arbeiten."

Weißhaidinger: "Ich geh' jetz mal Wandern. Dann freue ich mich auf die Vorbereitung fürs 2023. Der schlechte Nachgeschmack nach der EM ist weg!"

Text (C) ÖOC/Wolfgang Eichler / Foto (C) ÖLV/Giancarlo Colombo

09/09/22 10:01, Text: Helmut Baudis

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