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Kurzmeldungen 23.7.2026

Latest News © ÖLV

Zweimal wöchentlich berichten wir in den ÖLV-Latest News über Wissenswertes und Allerlei aus der Leichtathletik auf nationaler sowie internationaler Ebene.

Countdown zur EM in Birmingham

Am Sonntag ist Qualifikationsschluss zur Freiluft-EM in Birmingham (GBR), die von 10. bis 16. August 2026 stattfinden wird. Heute gab Speerwurf-Titelverteidigerin Victoria Hudson bekannt, dass sie im Jänner 2027 ein Baby erwarte und daher heuer keine Wettkämpfe mehr bestreiten werde. Der gesamte ÖLV, allen voran Präsidentin Sonja Spendelhofer, gratuliert sehr herzlich und wünscht für die weitere Schwangerschaft alles Gute. 

Zehn fix Qualifizierte

Nach der Absage von Hudson gibt es zehn fix qualifizierte Athlet:innen, die das Direktlimit erreicht haben (in alphabetischer Reihenfolge): Caroline Bredlinger (800 m), Enzo Diessl (110 m Hürden), Anja Dlauhy (400 m Hürden), Endiorass Kingley (Dreisprung), Julia Mayer (Marathon), Raphael Pallitsch (1500 m), Isabel Posch (100 m), Karin Strametz (100 m Hürden), Lukas Weißhaidinger (Diskuswurf) und Christania Williams (100 m).

Aktuell auf Quotenplätzen liegend

Die 4x100-m-Staffel der Damen (12. von 16) sowie diese zehn Athlet:innen - in alphabetischer Reihenfolge - haben derzeit einen EM-Startplatz über das World Ranking inne: Will Dibo (Diskuswurf 26. von 30), Susanne Gogl-Walli (400 m 25. von 36), Magdalena Lindner (27. von 36), 100 m , Theresia Emma Mohr (Halbmarathon Gehen 24. von 35), Lena Pressler (400 m Hürden 29. von 36), Tobias Rattinger (3000 m Hindernis 27. von 34), Lisa Redlinger (5000 m 23. von 25), Niklas Strohmayer-Dangl (400 m Hürden 19. von 36), Andreas Vojta (Marathon 51. von 60) und Eva Wutti (Marathon 53. von 60).

Auf Quotenplätzen liegend aber in Birmingham nicht am Start sein werden Aaron Gruen und Mario Bauernfeind im Marathonlauf. 

Aussichtsreich auf der Warteliste

Einige ÖLV-Athlet:innen liegen derzeit knapp hinter Quotenplätzen und könnten teilweise durch gute Innsbruck-Ergebnisse ihre Ausgangssituation noch verbessern oder von Absagen anderer Athlet:innen profitieren: Markus Fuchs (100 m - Platz 2 der Warteliste), Lena Millonig (3000 m Hindernis - Platz 2 der Warteliste), Verena Mayr (Siebenkampf - Platz 3 der Warteliste), Cass Elliott (800 m - Platz 6 der Warteliste) und Riccardo Klotz (Stabhoch - Platz 10 der Warteliste).

Pressekonferenz zu den Staatsmeisterschaften

Gestern fand in Innsbruck die Pressekonferenz zu den Staatsmeisterschaften statt, dabei standen mehrere Gold-Anwärter in den Räumlichkeiten der Tiroler Versicherung den Medienvertreter:innen Rede und Antwort. 

Endiorass Kingley (TGW Zehnkampf-Union, Dreisprung, Weitsprung): „Ich freue mich schon auf die Staatsmeisterschaften in Innsbruck, auf eine tolle Stimmung, auf ein tolles Stadion, hoffentlich auch auf ein tolles Wetter. In Innsbruck war ich schon lange nicht mehr und ich freue mich hier zu sein, um hoffentlich weit zu springen.“

Leonhard Jäger (SV Reutte Leichtathletik, Kugel, Diskus): „Ich will bei der Staatsmeisterschaften mein ganzes Potential abrufen und zeigen, dass mein Trainer und ich alles richtig gemacht haben, um auf den Punkt genau vorbereitet zu sein. Das wird sicher ein richtig genialer Wettkampf. Nach dem Kugelstoßen freue ich mich auch so richtig ein bisschen Dampf im Diskuswurf ablassen zu können.“

Riccardo Klotz (ATSV Innsbruck, Stabhochsprung, 4x100 m): „Wir freuen uns alle auf die Staatsmeisterschaften und sind hyped, dass es endlich losgeht. Wir wollen zeigen, was wir draufhaben, eine gute Show liefern und Spaß haben bei dem, was wir machen.“

© TLV / udo frizzi

Die ausführliche Vorschau zu den österr. Staatsmeisterschaften ist als eigene Hauptmeldung online nachzulesen. Für Athlet:innen, Trainer:innen, Vereinsvertreter:innen und alle Zuschauer:innen möchte wir auf die organisatorischen Informationen von A bis Z hinweisen. Foto: Pressekonferenz (C) TLV/Udo Frizzi.

U18-EM: 9.300 Euro an ÖLV-Prämien werden ausbezahlt

Der ÖLV hat 2023 angepasst an die Leistungsbeurteilung durch die Bundes-Sport GmbH ein verbandsinternes Prämiensystem eingeführt und dieses - trotz Einsparungen bei der Bundes-Sportförderung - auch 2026 beibehalten. Dabei erhalten die Vereine der U18-EM-Teilnehmer:innen Zusatzförderungen in der Höhe von insgesamt 6.300 EUR. Eine Teilnehmer:in wird dabei mit 300 EUR bewertet, die drei Medaillengewinner:innen Karall, Klucsik und Glinz erreichten weitere 300 EUR - also gesamt jeweils 600 EUR - für ihre Heimvereine. 

Zusätzlich erhalten die drei genannten Medaillengewinner:innen und ihre Heimtrainer:innen Ursula Bredlinger (Karall), Sven Benning (Klucsik) und Riccardo Vantini oder Valentina Cavalleri (Glinz) jeweils eine Förderung von 500 EUR, womit insgesamt weitere 3.000 EUR zur Auszahlung kommen. Der ÖLV wird nach Ablauf aller internationalen Meisterschaften dieses Sommers mit allen Vereinen, Trainer:innen und Athlet:innen Kontakt aufnehmen, um die Auszahlung der Förderungen gesammelt abzuwickeln. 

Cass Elliott - "Olympia" findet sich in der Familiengeschichte wieder

Der 26-Jährige Doppelstaatsbürger wird am Samstag in Innsbruck über 800 m erstmals bei den österreichischen Staatsmeisterschaften antreten. Anders als bei viel diskutierten Einbürgerungen von Mark McKoy (Hürdensprint), oder Valentina Fedjuschina (Kugelstoß) in den 1990er-Jahren, die keinen Bezug zu Österreich hatten und mittels "Spitzensport-Paragraph" die rot-weiß-rote Staatsbürgerschaft erhielten, erlangte Cass Elliott den österreichischen Reisepass ganz regulär. Seine Mutter ist Österreicherin.

Ein Blick in die Familiengeschichte zeigt, dass Elliotts Großvater aus Haag am Hausruck, Oberösterreich, seine Großmutter, eine US-amerikanische Musikstudentin, die in Salzburg am Mozarteum studierte, vor rund sechs Jahrzehnten kennenlernte. Nach der Hochzeit wanderten die beiden 1964 in die USA aus. Elliotts Mutter wurde wenig später übrigens in Olympia, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Washington, geboren. Wenn das nicht ein gutes Omen ist. Elliotts Ziel ist ganz klar, er möchte bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 für Österreich an der Startlinie stehen. 


Fotos: Cass Elliott (DSG Wien) bei der Track Night Vienna im Juni 2026 (C) ÖLV/Alfred Nevsimal

Ausschreibung Spitzensport - Polizeiausbildung

Das Bundesministerium für Inneres beabsichtigt, im Rahmen der Spitzensportförderung Sportlerinnen und Sportler, Para-Sportlerinnen und Para-Sportler, Guides sowie Trainerinnen und Trainer aufzunehmen. Alle Informationen findet ihr in der Jobbörse des Bundes sowie im Anhang. Bewerbungen müssen ausschließlich hier einlagen um gültig zu sein: BMI-I-C-11-Bewerbung-Polizeisport@bmi.gv.at 

Bewerbungsfrist ist der 31.8.2026. Bei Fragen steht Ihnen im Bundesministerium für Inneres das Spitzensportkoordinationsteam unter 01/531 26-5259 oder Tel.: 0664/2037951 zur Verfügung.

U18-EM: Medaillenspiegel an Großbritannien, 20. Platz für Österreich

Großbritannien setzte sich im Medaillenspiegel mit acht Gold-, zwei Silber und vier Bronzemedaillen klar durch. Nur Spanien erzielte mit 15 Mal Edelmetall noch mehr Podestplätze als die Brit:innen (14). Platz zwei im Medaillenspiegel ging an Tschechien (6-2-5), dahinter folgten Spanien (4-5-6), Deutschland (4-2-5), Frankreich (3-4-3), Finnland (3-0-1) und Gastgeber Italien (2-4-2). Die Schweiz landete mit vier Podestplätzen (1-2-1) auf dem neunten Rang, Österreich mit einmal Silber und zweimal Bronze (0-1-2) auf Platz 20, knapp hinter Ungarn und Irland (0-2-1), aber noch vor Kroatien (0-1-1). Insgesamt 26 Länder gewannen Medaillen. 

U18-EM: "Placing Table" an Großbritannien, 18. Platz für Österreich

Interessant ist auch der Blick auf die Top-8-Platzierungen, dazu dient der sogenannte "Placing Table", wo jedes Land für einen Sieg acht Punkte, für Platz zwei sieben Punkte, .... und für Platz acht einen Punkt erhält. Großbritannien hatte ihr mit 157,5 Punkten (31 Top-8-Plätze) ebenfalls die Nase vorne. Dahinter folgten Deutschland (144 Punkte), Spanien (132 Punkte), Frankreich (129 Punkte) und Tschechien (112 Punkte). Die Schweiz landete mit sieben Top-8-Rängen und 36 Punkten auf dem 13. Platz. Österreich erzielte 19 Punkte und belegte Platz 18. Insgesamt 34 von 49 startberechtigen europäischen Ländern konnten hier anschreiben. 

Überlaufen-Podcast: EM-Limit und eine Odysee

In dieser Episode nehmen euch die Hosts mit nach Budapest und Lyon. Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) erhält spontan eine Zusage für das World-Tour-Gold-Meeting in Budapest und folgt seiner Intuition, kurzfristig dort an den Start zu gehen. Nur zwei Tage später reist er mit einer neuen Saisonbestleistung von 3:33,41 Minuten – und damit dem EM-Limit – zurück nach Wien.

Einige Tage zuvor war Tobias Rattinger (BMD LAC Amateure Steyr) bereits erfolgreich in Lyon am Start und zeigte erneut eine konstant starke Leistung: Wieder steht eine 8:28-min-Zeit zu Buche. Das Highlight – oder besser gesagt das Lowlight – dieses Trips ist allerdings die Heimreise. 

Wochenende der nationalen Meisterschaften

Diesen Sonntag endet der Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaften. Die meisten europäischen Länder haben dieses Wochenende ihre nationalen Meisterschaften. So auch die starken Leichtathletik-Nationen wie Deutschland, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Polen, Italien und Spanien. Von unseren weiteren Nachbarländern haben die Slowakei, Tschechien, Kroatien, Ungarn ebenfalls ihre Meisterschaften.

Großbritannien hatte seine Meisterschaften bereits, denn am Montag starten die Commonwealth Games in Glasgow. Bereits heute starten in New York die US-Meisterschaften. Für die derzeit mit Abstand stärkste Leichtathletik-Nation der Welt gibt es bis auf die "Ultimate Championships" im September kein internationales Großereignis in dieser Freiluftsaison.

Owen Ansah wird Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen

Deutschlands Rekordsprinter Owen Ansah, der 2024 mit 9,99 s erstmals unter der 10-Sekunden-Marke blieb, und daher im Hamburger Volksparkstadion eine eigene Vitrine im HSV-Museum gewidmet bekam, sieht sich mit einem Doping-Verfahren konfrontiert. Wenige Wochen nach dem er den DLV-Rekord auf 9,98 s (Regensburg, 6.6.2026) verbesserte und auch in Eisenstadt 9,93 s (+3,1) erzielte, droht ihm nun sogar eine Sperre. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde er vor genau zwei Wochen zu einer Dopingkontrolle außerhalb seines "Time Slots" aufgefordert, als er kurz vor der Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco stand. Um seinen Flug nicht zu verpassen, fand die Kontrolle nicht statt, wie in diesem NDR-Beitrag dargestellt wird. Ansah ist hier auch mehrfach zitiert und beschreibt den Ablauf der Geschehnisse aus seiner Sicht. "Der Kontrolleur wünschte mir noch viel Glück in Monaco", berichtet Ansah. Doping-Experte Fritz Sörgel bezeichnete die Schildungen Ansahs in einem NTV-Beitrag als "nicht realitätsfern".  Foto (C) Privat

Saisonende für Weltrekordhalter, Absage von Klosterhalfen

Der Kugelstoß-Weltrekordhalter Ryan Crouser (USA) gab auf Social Media bekannt, dass er sich am Ellbogen seines Wurfarms operieren lassen muss und daher seine Saison beendet. 

Konstanze Klosterhalfen (GER), frühere 5000-m-Europameisterin wird nicht an der deutschen Meisterschaften und auch nicht an der EM in Birmingham teilnehmen. Verletzungsbedingt verpasste sie bereits die EM in Rom, die Olympischen Spiele in Paris 2024 sowie die WM in Tokio 2025. Ihr Fokus liegt für die kommenden Monate auf der Straße.

World Athletics mit zahlreichen Innovationen in Budapest

Der Leichtathletik-Weltverband hat in einer Presseaussendung diese Woche zahlreiche interessante Informationen zu den Ultimate Championships in Budapest (HUN) vorgestellt. Im Bereich der TV-Übertragungen sowie der Event- und Wettkampf-Präsentation werden neue Wege bestritten. So ist zum Beispiel geplant, wie am nachfolgenden Bild ersichtlich, mit Lichteffekten und einem schwarzen Infield das "Field of Play" noch mehr in den Fokus der Zuschauer:innen zu bringen. Foto (C) World Athletics

  • Die nächste Ausgabe der "Latest News" erscheint am Montag, 27. Juli 2026.
  • Redaktionsteam: Helmut Baudis, Michael Gstöttner, Bernhard Rauch und Robert Katzenbeißer.

23/07/26 11:38, Text: ÖLV - Redaktion

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