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Lukas Weißhaidinger in Andorf eine Klasse für sich

© ÖLV / @wolf.amri

Heute fand mit dem 19. Internationalen Josko Laufmeeting in Andorf (OÖ) der Abschluss der vierteiligen Austrian Top Meeting-Serie 2025 statt. Bei sehr guten äußeren Bedingungen bekamen die vielen Zuseher im ausverkauften Pramtal-Stadion wie jedes Jahr tollen Sport geboten. Vize-Europameister Lukas Weißhaidinger zog im Innviertel vor seinen Fans wieder seine bekannte Show ab, Ferdinand Omanyala (KEN) im 100m-Sprint und einige heimische Nachwuchsathleten begeisterten mit tollen Vorstellungen.

Weißhaidinger und Omanyala prolongieren Siegesserien

Wie gewohnt lieferte Lukas Weißhaidinger (ÖTB-OÖ LA) im Diskuswurf eine Show für seine zahlreichen Fans und war wie erwartet jetzt schon zum bereits zehnten Mal in Andorf unschlagbar. Der „Local Hero“ hatte 2024 den Stadionrekord auf großartige 67,13m geschraubt, heuer kam er mit seiner Siegesweite von 64,98m doch recht knapp an diesen Wert heran. Angesichts der Tatsache, dass er letztes Jahr kurz nach den Olympischen Spiele in Hochform zu seinem Heimspiel kam und heuer der Formaufbau Richtung WM in Tokyo Mitte September geht, eine hervorragende Marke. Der 33-Jährige hatte damit auch mehr als 10 Meter Vorsprung auf Jan Svozil (CZE), der auf 54,24m kam. Außer Wertung erzielte Stefan Gaisbauer (ULC Linz Oberbank) mit dem 1,75 kg-Junioren-Diskus mit 56,35m neue PB.

Lukas Weißhaidinger: „Es lief heute überraschend gut. Das was mein Trainer vorgegeben hat, habe ich absolut erfüllt, auch wenn ich die 65m gerne noch mitgenommen hätte. Es war nicht ganz leicht den Zug im Wettkampf zu finden, einer ging sogar ins Netz, das passiert mir ganz selten. Aber ich habe immer gepusht, das war wichtig. Jetzt geht die Vorbereitung Richtung Tokyo.“

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Jedes Jahr ein Highlight sind die 100m der Männer, wo Publikumsliebling Ferdinand Omanyala (KEN) seinen bereits vierten Sieg in Andorf feiern konnte. Der Kenianer hält seit dem Jahr 2021 mit 9,86s auch den Stadionrekord, er wollte heuer erstmals in dieser Saison unter der 10,00s-Schallmauer bleiben. Dazu fehlte heute aber leider der Rückenwind, so lautete die Siegerzeit diesmal 10,03s (0,5). Nicht weit dahinter konnten sich auf der schnellen Bahn die Mitfavoriten Arthur Cisse (CIV) in 10,13s und Retshidisitswe Mlenga (RSA) in 10,14s platzieren.

Ferdinand Omanyala: „Ich habe das Rennen hier vor dem tollen Publikum sehr genossen. Auch mit der Zeit bin ich ganz zufrieden, weil ich ja direkt aus dem Trainingscamp gekommen bin. Jetzt will ich bis Tokyo in jedem Rennen schneller werden und dort in Hochform sein.“

Das B-Finale wurde eine Beute von Nationalteam-Staffel-Sprinter Max Förster (SVS LA), der seine Staffelkollegen Klaus Grünbart (ÖTB-OÖ LA) und Stephan Pacher (VST Laas) mit 10,55s (0,8) hinter sich lassen konnte.

Max Förster: „Der Wettkampf war heute super für mich. Im Vorlauf hatte ich zwar noch kleine Probleme, aber im Endlauf ist alles aufgegangen, mit der Zeit bin ich mega zufrieden, damit habe ich die Zeit aus Eisenstadt noch einmal bestätigt.“

Bei den Frauen über 100m musste Top-Favoritin Rebekka Haase (GER) kurzfristig aus privaten Gründen absagen. Trotzdem ging es schnell zur Sache, Shirley Nekhubui (RSA) siegte bei nahezu Windstille in 11,41s (0,2).

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Verena Mayr mit „Dreikampf“, dazu zwei Stadionrekorde und ein U16-Rekord

Einen „Dreikampf“ absolvierte Verena Mayr (Union Ebensee) heute in Andorf. Je zwei Wochen nach Rang 3 beim Siebenkampf in Polen und vor den Siebenkampf-Staatsmeisterschaften bestritt die Oberösterreicherin die 100m Hürden in 13,71s (0,0) SB, den Speerwurf mit 42,95m und die 200m in 25,00s (0,6). Damit war die 30-Jährige nicht ganz zufrieden, bis zu den Meisterschaften sollte die Spritzigkeit aber wieder zurückgekehrt sein.

Verena Mayr: „Das war durchwachsen heute. Ich bin vom Training noch etwas ausgelaugt, weil wir müssen die Zeit bis zu den Staats natürlich gut nützen, dann zählt es für mich. Mit Hürden bin ich ganz zufrieden, mir Speer eher nicht, das hat mich etwas geärgert.“

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Im Frauen-Hürdensprint hat Favoritin Evonne Britton (GHA) eine PB von 12,78s, und auch heute bewies sie die Schnellste im Feld zu sein. Mit 12,97s stellte sie mit einem sehr flüssigen Lauf ohne den kleinsten Strauchler zudem neuen Stadionrekord auf und blieb als erste Hürdensprinterin in Andorf unter der 13s-Marke, der alte Rekord stand bei 13,03s.

Evonne Britton: „Die Bahn ist super und ich habe im Rennen den Start perfekt erwischt. Auch der ganze Lauf war perfekt, da kann ich nichts aussetzen. Das Publikum hat uns extrem angefeuert, da macht es gleich noch mehr Spaß.“

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Über 1.000m wurden traditionell gemischte Läufe nach Bestleistungen zusammengestellt, somit wurden für alle perfekte Bedingungen geschaffen. 1500m-Vize-Staatsmeisterin Marie-Theres Gruber (Union Salzburg LA) nützte diese zu einer neuen PB von 2:48,59min und belegte damit Rang 2 hinter Siegerin und Stadionrekord-Halterin Diana Mezulianikova (CZE), die diesmal 2:42,21min benötigte.

Bei den 1.000m der Männer gab es durch Lokalmatador Julian Mesi (SU IGLA long life) in 2:28,46 min (PB) einen Heimsieg, sein jüngerer Bruder Jonas stellte in diesem Bewerb mit 2:29,92 min sogar neuen ÖLV-U16-Rekord auf.

Jonas Mesi: „Der Rekord ist sehr wichtig für mich. Ich hatte es zwar im Hinterkopf, habe aber nicht wirklich damit gerechnet, daher bin ich sehr zufrieden. Mein nächstes Ziel ist die U18-EM nächstes Jahr.“

Im Speerwurf der Männer kam einer der Athleten über die magischen 70m, Martin Florian (CZE) erzielte 74,32m. Die 200m der Frauen brachte den zweiten Stadionrekord, Shirley Nekhubui (RSA) holte sich mit starken 23,05s (0,7) das Sprint-Double. Bei den Männern war Karlo Marcius (CRO) nicht zu schlagen, er kam nach 20,81s (0,3) PB ins Ziel.

TV-Beiträge vom Meeting werden am Sonntag, 17.8. um 13:05 auf ORF 1 in der Sendung Sportbild und um 20:15 auf ORF Sport+ gesendet.  

Homepage Veranstalter

Ergebnisse  

Fotos (Bilder honorarfrei verwendbar bei Nennung © ÖLV / @wolf.amri)

Livestream  (auch on-demand abrufbar) 

Foto: © ÖLV / @wolf.amri

09/08/25 18:19, Text: Georg Franschitz

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