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Lukas Weißhaidinger schreibt mit 70,68 m Sportgeschichte

v.l.n.r. Benjamin Rauscher, Gregor Högler, Lukas Weißhaidinger, Patricia Hana (C) Helmut Baudis

Das Übertreffen der 70-Meter-Marke war eines der sportlichen Lebensziele von Lukas Weißhaidinger (ÖTB-LA OÖ). Im zweiten Versuch beim heutigen HELVETIA Diskuswurf-Einladungsmeeting war es soweit, der 31-Jährige warf die 2-kg-Scheibe auf 70,68 m.

Bei Sonnenschein und deutlich angenehmeren Temperaturen als vor zwei Tagen begann Lukas Weißhaidinger den Wettkampf mit einem Wurf auf 68,36 m. Im zweiten Versuch folgte dann der neue Rekordwurf auf 70,68 m, die bisherige Bestmarke lag bei 69,11 m (Eisenstadt, 2022).

Mit diesem Wurf ist Weißhaidinger endgültig in der Crème de la Crème der Diskuswerfer angekommen. In der aktuellen Weltbestenliste liegt er hinter Mykolas Alekna (LTU) mit 71,00 m und Kristjan Ceh (SLO) mit 70,89 m.
Text: ÖLV

Das (erste) Interview mit Wolfgang Eichler wurde noch direkt vor Ort geführt.

Coach Gregor Högler ballte die Fäuste, sein Betreuerstab vollzog Freudentänze. Lukas Weißhaidinger brüllte sich derweil die Seele aus dem Leib: "Ja, endlich, 70,68 m - Wahnsinn. GEIL!" Dann meinte der 31-jährige Oberösterreicher schnippisch: "Eigentlich schade, dass wir keinen Champagner dabei haben!" Ein paar Augenblicke später nahm sich der Olympia-Bronzemedaillengewinner Zeit für erste Interviews.

Lukas Weißhaidinger über...
... seinen ersten 70-m-Wurf in einem offiziellen Wettkampf: "Ich hab' letztes Jahr lange daran zu kauen gehabt, dass mein erster 70-m-Wurf außerhalb des Sektors gelandet ist und deshalb ungültig war. Seitdem ich ernsthaft mit dem Diskuswerfen begonnen habe, habe ich mir diesen Tag herbeigesehnt. Es ist schön, sich jetzt einen 70-m-Werfer nennen zu dürfen. Damit habe ich ein weiteres ganz großes Karriereziel erreicht. Ich würde sagen dieser 70,68-m-Rekordwurf steht für mich emotional auf einer Stufe mit der Olympia-Bronzemedaille von Tokio."

... technische Feinheiten: "Mein Wurf ist jetzt nochmals sicherer geworden. D.h. ich laufe nicht so große Gefahr, den Wurf zu übertreten. Natürlich haben wir uns im Vergleich zum letzten Jahr weiterentwickelt. Meine zwei großen Ziele für heuer waren: 70 m werfen und die WM in Budapest. Das erste Ziel kann ich schon jetzt, nach meinem zweiten Testwettkampf, bevor die Saison erst richtig losging, abhaken. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Die Erleichterung ist extrem, es fühlt sich verdammt gut an."

... die weiteren Saisonziele: "Ich werde versuchen, diesen Rekord-Versuch möglichst oft zu wiederholen. Dann sollten heuer noch ein paar Ausrufezeichen möglich sein. Die WM in Budapest Mitte August ist mein absolutes Saison-Highlight. Da möchte ich die Form von heute abrufen können. Was dann möglich ist? Viel, sehr viel - natürlich ein Platz am Podium!"

... Coach Gregor Högler: "Gregor hat erkannt, wie wichtig mir dieser erste 70-m-Wurf ist. Diesem Ziel haben wir zuletzt alles untergeordnet. Jetzt wird kurz gefeiert, nach der Doping-Kontrolle, dann beginnt der Fokus auf die WM. Da will ich diese Form wieder abrufen."

... Platz 3 in der Welt-Jahresbestenliste: "Hinter Europameister Alekna und Weltmeister Ceh auf Platz 3 zu liegen, mit nur ein paar Zentimeter Differenz - das zeigt ganz klar, was mir mit diesem Wurf in Schwechat gelungen ist. Nächste Woche werden wir nochmals hier werfen. Also ideal waren die Bedingungen noch nicht. Ich kann sicher weiter werfen."
Text: ÖOC/Eichler

Ergebnisse

20/05/23 16:41, Text: Helmut Baudis

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