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Niklas Strohmayer-Dangl im Interview

(C) ÖLV/Nevsimal

Niklas Strohmayer-Dangl kam erst 2020 mit der Leichtathletik in Berührung. Davor spielte der 20-jährige Fußball. Im Interview mit heldendeslaufsports.at spricht der Athlet der Leichtathletik Akademie Eisenstadt über seinen Werdegang und die Ziele bei der Europameisterschaft in München (15. bis 21. August), wo der Burgenländer über die 400-m-Hürden an den Start gehen wird.

Im Nachwuchsbereich hast du schon EM-Erfahrung, bei den Erwachsenen noch nicht. Mit welchen Erwartungen gehst du in den Wettkampf?

Niklas Strohmayer-Dangl: Im Vorlauf, der am 17. August stattfinden wird, möchte ich eine persönliche Bestleistung laufen. Welcher Platz sich dann ausgeht, wird sich zeigen. Nach dem Vorlauf kommen im Optimalfall noch das Halbfinale und das Finale.

Wie groß ist die Vorfreude?

Riesig! Ich freu mich auf viele Zuschauer und die Atmosphäre im legendären Münchner Olympiastadion. Das wird sicher großartig.

Wie kam es zu deiner Begeisterung für die Leichthatheltik?

Ich komme vom Fußball und habe dort in der Landesliga gespielt. Als wegen Corona die Liga pausierte, habe ich mit Athletiktrainer Rolf Meixner zusammengearbeitet. So bin ich mit der Leichtathletik in Berührung gekommen. Da ich ein Typ bin, der etwas ganz oder gar nicht macht, habe ich mit dem Kicken aufgehört und habe mich voll und ganz auf die Leichtathletik konzentriert. Mittlerweile absolviere ich in intensiven Wochen elf bis 13 Einheiten.

Warum die 400-m-Hürden?

Wie gesagt, ich komme vom Fußball und so wollte ich auch beim Laufen ein technisches Element (Hürde) dabeihaben. Die 400-m-Hürden haben für mich den größten Reiz.

Was waren deine bisher größten Erfolge?

2021 war ich bei der U20-EM in Tallinn in Estland am Start. 2022 konnte ich mir den Hallen-Staatsmeistertitel und Outdoor die Silbermedaille in der Allgemeinen Klasse sichern. Bei den Balkanmeisterschaften in Rumänien gelang mir der Sieg in der Allgemeinen Klasse. Dazu kommen noch einige Landesrekorde. Da ich diesen Sport erst seit zwei Jahren betreibe, bin ich damit sehr zufrieden.

Kannst du vom Laufsport leben?

Noch nicht. Letztes Jahr habe ich die HTL in Eisenstadt mit der Matura abgeschlossen und war anschließend beim Bundesheer. Zurzeit arbeite ich auch noch in der Leichtathletik-Akademie Eisenstadt und helfe bei der Organisation des dortigen Meetings mit. Jetzt habe ich mich beim Heeressportverein beworben und hoffe, dass ich im Herbst in den Kader aufgenommen werde und mich danach 100 % auf den Sport konzentrieren kann.

Was sind deine Ziele für die Zukunft?

Ich bin jetzt 20 Jahre alt und die Nummer 88 der Welt. Ich bin der Meinung, dass ich mir da schon höhere Ziele stecken kann. Ich möchte nächstes Jahr bei der U23-EM das Finale erreichen und außerdem findet im gleichen Jahr die Weltmeisterschaft (Allgemeine Klasse) in Budapest statt – da will ich hin. Tja, das große Ziel ist die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris!

Was machst du in deiner Freizeit?

Da bleibt nicht viel Zeit (lacht). Wenn ich zu Hause in Neufeld an der Leitha bin, verbringe ich viel Zeit am See – Ich liebe den Sommer und die zwei Wochen im Jahr, wo ich mal nicht trainiere, nutze ich eben für viele Stunden am See.

Text: Mario Friedl/heldendeslaufsports.at

09/08/22 12:25, Text: Bernhard Rauch

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