Nach Gold über 60 m und 200 m am Samstag, wurde Jasmin Ungersböck (ULC Riverside Mödling) ihrer Favoritinnenrolle über 400 m am Sonntag ebenfalls gerecht. Sie war mit 58,55 s die schnellste und siegte vor Neve Roka (ATSV OMV Auersthal) und Johanna Knaus (ATSE Graz). Die beiden blieben mit 59,10 s bzw. 59,74 s auch noch unter der 60-Sekunden-Marke. Für Ungersböck gab es zusammen mit ihren Vereinskolleg:innen zum Tagesabschluss noch einen vierten "Golden-Moment". Karem Ahmed, Lucas Gschier und Liliane Lubelan liefen gemeinsam mit ihr in 1:36,26 min zu einem neuen ÖLV-U18-Rekord über 4x200 m Mixed. Platz zwei erreichte die SVS-Leichtathletik und Platz 3 die zweite Staffel des ULC Riverside Mödlings. Der Rekord stand vom ULC Linz Oberbank aus dem Jahr 2020 bei 1:37,56 min.
Ungersböck war nach ihren gestrigen Goldmedaillen heute überglücklich und ohne Druck ins Rennen gegangen: „Ich bin unendlich dankbar, dass nach so vielen Verletzungen und Sachen, die nicht hingehaut haben, endlich alles aufgegangen ist. Ich bin meinen Freunden, meinem Trainer (Anmerkung: Christoph Pöstinger) und dem lieben Gott einfach so dankbar, dass jetzt alles funktioniert hat und ich freue mich auf die Outdoor-Season!"
Besonders knapp gestaltete sich die 400-m-Entscheidung bei den Burschen. Schulter an Schulter machten sich Zsombor Klucsik (TS Egg) und Jonas Prammer (ULC Linz Oberbank) den Sieg aus. Am Ende hatte der Vorarlberger mit dem Spitznamen "Zsombi" in 50,20 s um 5/100 die Nase vorne. Silber gewann Prammer und Bronze Jason Lembcke (ULC Zehnkampf) mit 51,47 s.

Foto: Klucsik vs. Prammer ©ÖLV, @amri.sports
Spannende Hürdenentscheidungen & Von Silber zu Gold
Nachdem Fiona Schwarz (SVS-Leichtathletik) bei der letztjährigen Halllenmeisterschaft über 60 m Hürden um nur 1/100 die Goldmedaille verpasste, wurde es heute eindrucksvoll der Sieg für sie. Mit 8,63 s verbesserte sie ihre PB deutlich und blieb als einzige im Feld unter neun Sekunden. Silber in diesem Bewerb ging an Neve Roka (9,04 s PB) und Bronze an die Weitsprung-Siegerin Deborah Achleitner (IAC, 9,07 s PB).
Über 60 m Hürden kam es zum angekündigten Dreikampf, den Karem Ahmed (ULC Riverside Mödling) mit neuer persönlicher Bestzeit von 7,91 s (=NÖLV U18-Rekord) für sich entscheiden konnte. Auch er war im letzten Jahr, wie Fiona Schwarz, Zweiter geworden und stand nun ganz oben am Stockerl. Das Podest komplettierten die Niederösterreicher Lucas Gschier (ULC Riverside Mödling) mit 8,00 s (PB) und Marco Glinz (UVB Purgstall) mit 8,09 s (PB).
Statt Silber in Gold glänzte heute auch die Medaille für Dalia Friscic (ATSV OMV Auersthal) im Dreisprung. Nach Platz Zwei im Vorjahr, sprang sie heute mit 11,30 m am weitesten. Mona Hartl (TGW Zehnkampf-Union), mit 10,82 m, machte ihr die beste Konkurrenz. Der Dreisprung-Titel bei den Burschen ging an Nico Hollaus (TGW Zehnkampf-Union) mit einer Weite von 12,98 m, genauso wie im ÖM-U20-Bewerb vor zwei Wochen.

Foto: 60 m Hürden Finale der Mädchen ©ÖLV, @wolf.sports
Zweites Gold für Steiner und Titelverteidigung durch Plattner
Nach U18-Gold im Jahr 2025 in der Halle und im Freien, kürte sich Josef Plattner (TS Innsbruck) nun auch 2026 zum Stabhochsprung-Sieger in dieser Altersklasse. Der Tiroler war heute mit übersprungenen 4,10 m eine Klasse für sich. Bei den Mädchen heißt die neue Meisterin im Stabhochsprung Leonie Kurz (ATSV Innsbruck). Sie durfte über eine neue PB von 3,45 m jubeln.
Am zweiten Meisterschaftstag in der Sport Arena Wien stand für die Läufer:innen die Entscheidung über 1500 m am Programm. Dabei lief noch U16-Athletin Pauline Steiner (ULC Grein) mit ihrem leichtfüßigen Schritt in 5:06,37 min zum Sieg. Nach den 3000 m am Samstag war dies ihre zweite Goldmedaille. Silber und Bronze gingen knapp dahinter an Luisa Freiberger (Union Salzburg LA) und Karlotta Kühne (Triathlonclub Kagran). In der männlichen U18 setzte sich über dieselbe Distanz Jonas Mesi (SU IGLA long life) mit 4:16,11 min knapp gegen den 800-m-Sieger des Vortags, Sebastian Kofler (LC Villach), durch. Seine Siegerzeit über 1500 m war 4:16,11 min.

Fotos: Pauline Steiner; Jonas Mesi und Sebastian Kofler über 1500 m ©ÖLV, @wolf.sports
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