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Posch holt Sprint-Gold bei Balkan-Hallenmeisterschaften, Seiler Zweite über 1500m

© ÖLV / Ivica Veselinov

Heute stand für zwei ÖLV-Athletinnen mit den 30. Balkan-Hallenmeisterschaften ein internationaler Saison-Höhepunkt auf dem Programm. In der „Athletic Hall“ in Belgrad (SRB) konnten sich Isabel Posch mit dem Titel über 60m und Lotte Seiler mit Silber über die 1500m ausgezeichnet in Szene setzen und zwei Medaillen holen.

Ursprünglich sollte das ÖLV-Team aus vier Sportlern bestehen, doch nur zwei schafften es nach Serbien. Dreispringer Endiorass Kingley (TGW Zehnkampf-Union) musste seinen geplanten Start wegen leichten Problemen im Fußbereich vorgestern absagen, 400m-Läuferin Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling) fiel dem Schneechaos am Wiener Flughafen zum Opfer, es gab für sie keine Möglichkeit rechtzeitig nach Belgrad anzureisen.

Zuerst bestritt Isabel Posch (TS Lustenau) ihren Vorlauf über 60m in 7,37s, der zweitschnellsten Zeit aller Teilnehmerinnen. Somit zählte die Vorarlbergerin im anschließenden Finale zu den Favoritinnen und wurde dieser Rolle auch vollauf gerecht. In einem Rennen wie aus einem Guss kam die 25-Jährige WM-Kandidatin mit 7,29s bis auf 2/100s an ihre erst kürzlich aufgestellte persönliche Bestleistung heran und konnte sich nach dem Sieg bei der Universiade 2023 im Siebenkampf ihren zweiten internationalen Titel sichern. Die weiteren Podestplätze gingen in einem hochspannenden und knappen Sprint an Lucija Potnik (SLO) in 7,30s (PB) und Dimitra Tsoukala (GRE), die nur weitere 2/100s zurücklag.

Isabel Posch: „Im Vorlauf bin ich noch nicht ganz auf Hochtouren gekommen, da war ich noch nicht spritzig genug. In einem Finale habe ich aber immer viel mehr Adrenalin im Körper, da ist es dann wieder super gelaufen. Ich bin mega happy mit Gold und damit wieder unter 7,30 gelaufen zu sein.“

© ÖLV / Ivica Veselinov

Einen sehr starken Wettkampf in Anbetracht ihrer sehr langwierigen Anreise absolvierte auch Lotte Seiler (KSV Alutechnik) bei ihrem Debüt bei Balkan-Hallenmeisterschaften. In der ersten Runde wollte keine der 1500m-Läuferinnen die Führung übernehmen und so ergriff die Steirerin bald die Initiative. Nach einigen Runden an der Spitze des Feldes wurde die 24-Jährige von Ioulianna Roussou (GRE) und Derya Kunur (TUR) überholt, die sich dann auch etwas absetzen konnten. Im letzten Renndrittel steigerte sich die mehrfache österreichische Staatsmeisterin aber noch einmal, konnte sich wieder an der Türkin vorbeischieben und belohnte sich nach 4:22,53s mit Silber.

Lotte Seiler: „Ich bin gestern nach 14 Stunden Anreise erst um drei Uhr früh hier angekommen, entsprechend müde und schwach habe ich mich nach dem wenigen Schlaf heute gefühlt. Besonders Mitte des Rennens war es am Schwierigsten, da konnte ich nicht ganz mitgehen. Aber am Ende habe ich noch einmal zurückgefightet, ich habe versucht alles herauszuholen. Unter diesen Umständen war mein Rennen ganz ok und mit einer Medaille heimzufahren ist natürlich immer schön.“

© ÖLV / Ivica Veselinov

Ergebnisse

Fotos (Honorarfreie Verwendung bei Angabe des Copyrights © ÖLV / Ivica Veselinov)

Fotos: © ÖLV / Ivica Veselinov

20/02/26 11:44, Text: Georg Franschitz

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