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Staatsmeisterschaften Tag 2

(C) ÖLV / Katzenbeisser

Heute fand am USI Innsbruck der letzte Tag der Leichtathletik Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse statt. Auch heute gab es wieder großartige Leistungen zu sehen, Höhepunkt war der Speerwurf von Victoria Hudson, die wieder nahe an die 60 Meter heranwarf.

Von Bewerb zu Bewerb:

Speerwurf

Im Frauen-Bewerb kamen fast alle Athletinnen knapp an ihre Bestleistungen heran. Victoria Hudson (SVS LA) zeigte eine tolle Serie mit gleich vier Würfen auf über 56 Meter. Der beste Wurf ging auf tolle 58,30m. Auch Silbermedaillengewinnerin Patricia Madl (Sportunion IGLA long life) zeigte mit 49,18m eine tolle Weite, Bronze ging mit sehr guten 48,13m an U20-Athletin Noemi Luyer (Union Pottenstein).

„Ich habe noch nie eine so stabile Serie mit diesen Weiten gehabt, das gibt mir jetzt viel Selbstvertrauen. Jetzt fehlt nur mehr der Ausrutscher nach oben, aber der kommt sicher bald. Ich bin heute nicht ganz in die Abwurfposition gekommen, die ich brauche, aber ich komme den 60 Metern immer näher.“

Nachdem im letzten Jahr U20-Athlet Adam Wiener (ATS-Pinkafeld) erstmals den Titel holen konnte, schlug die ältere Generation heuer wieder zurück. Gleich im ersten Versuch legte bislang 6-fache Staatsmeister Matthias Kaserer (Union Salzburg LA) mit 68,03m eine Weite vor, an die der Burgenländer mit 65,80m nicht mehr herankam. Am Ende konnte sich der Salzburger sogar noch auf 68,19m steigern und holte sich so Titel Nr. 7. Auf Rang 3 platzierte sich wie schon im Vorjahr Martin Strasser (SVS LA / 61,49m).

„Ich bin heute sehr locker in Wettkampf gegangen, das war wahrscheinlich das Geheimnis. Es ist mein einziger Bewerb heuer, ich habe mich aber schon von Beginn an spritzig gefühlt. Trotzdem hat mich die Weite etwas überrascht. Jetzt wo die jungen so stark nachdrücken war mir der Titel schon wichtig.“

Dreisprung

Philipp Kronsteiner (TGW Zehnkampf-Union) war in diesem Bewerb wie erwartet nicht zu schlagen. Mit 15,65m (0,0) kam er aber nicht ganz an seine heuer bereits gezeigten Leistungen heran. Vereinskollege Endiorass Kingley (14,32m PB) holte Silber, Bronze ging an Lukas Reiter (LAG Genböck Haus Ried) mit 13,27m.

Michaela Egger (Union Salzburg Leichtathletik) setzte ihre grandiose Reihe an Siegen auch heuer fort und holte mit 12,31m den 14. Staatsmeistertitel in Serie. In ihrem erst zweiten Wettkampf des Jahres zeigte die Salzburgerin wieder einige tolle Sprünge, wobei die weitesten aber ungültig waren. Nur 4cm dahinter platzierte sich Jana Schnabel (ULC Linz Oberbank), die mit 12,27m neue PB aufstellte. Rang 3 ging mit 11,85m an Nathalie Kitz (LAC Klagenfurt).

„Unglaublich. Wegen der beruflichen Belastungen ist die Vorbereitung schon sehr herausfordernd, aber meine Routine hat mir heute sehr geholfen. Nächstes Jahr sind die Staatsmeisterschaften bei mir daheim in Salzburg, die nehme ich mir dann auch noch vor.“

(C) TLV/ÖLV

200m

Keine Überraschung auf der langen Sprintdistanz der Männer, Favorit Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) blieb in 21,27s (-0,5) ungefährdet und holte sich so das Sprint-Double. Vorjahressieger Samuel Reindl (KSV alutechnik) bleib in 21,59s diesmal nur Silber, dessen Vereinskollege Nico Garea kam auf 21,77s.

Auch Alexandra Toth (ATG) gewann nach den 100m auch die 200m und kürte sich zur Doppelstaatsmeisterin. In 24,14s (-0,2) siegte sie deutlich vor der wiedererstarkten Ina Huemer (SU IGLA long life, 24,51s) und Magdalena Lindner (ULV Krems, 24,56s), die durch eine Trainingsverletzung etwas gehandicapt war.

(C) TLV/ÖLV

1500m

Wie erwartet gab es über die 1500m ein taktisches Rennen. Und wie erwartet bestimmte Favorit Andreas Vojta (team2012.at) zu Beginn das Tempo. Dahinter gab es einige Positionskämpfe, bei denen auch Medaillenkandidat Paul Scheucher (SVS LA) zu Sturz kam. Auf der letzten Runde verschärfte U20-EM-Finalist Albert Kokaly (DSG Maria Elend) das Tempo und sprintete in 3:54,08 min souverän zu seinem ersten Staatsmeistertitel. Andreas Vojta verpasste so seinen 34. Staatsmeistertitel und holte in 3:55,71 min Silber, Bronze ging in 3:57,87 min an Nikolas Franzmair (TGW Zehnkampf Union).

„Am Anfang gab es viel Gerangel, es war ein physisch hartes Rennen. Das Tempo hat für mich gut gepasst und auf den letzten 300m habe ich wie so oft versucht meine Schnelligkeit auszuspielen. Wenn Andi Vojta in einem Rennen ist, ist er natürlich immer Favorit, daher war es wirklich schön heute hier zu gewinnen.“

Auch im Frauenrennen gab es ein neues Siegergesicht, diesmal aus der Steiermark. U20-Läuferin Carina Reicht (run2gether) konnte sich mit einem langen Sprint in 4:32,48 min Gold sichern, Silber und Bronze gingen an Bianca Illmaier (KSV alutechnik, 4:33,18 min PB) bzw. Julia Mayer (DSG Wien, 4:35,91 min PB).

(C) TLV/ÖLV

110/100m Hürden

Der Hürdensprint der Männer war in Abwesenheit von Titelverteidiger Florian Domenig und Zehnkämpfer Dominik Distelberger hart umkämpft. Martin Kainrath (ULC Linz Oberbank) hatte im Ziel mit 14,84s (0,0) hauchdünn die Nase vorne. Nur 2/100s dahinter lag Lorenz Ursprunger (LCA Umdasch Amstetten), der in 14,86s neue PB erzielte. Rang 3 ging in 15,19s an Ivan Ferrighetto (DSG Wien).

Leider musste Stephanie Bendrat (Union Salzburg LA) wegen einer fiebrigen Erkrankung ihren Start über 100m Hürden in Innsbruck kurzfristig absagen, daher lag die große Favoritenrolle alleine bei Beate Schrott (Union St. Pölten). Diese konnte sich den Titel dann in 13,53s (-0,3) sichern, dahinter ging Silber in 13,67s an Karin Strametz (SU Kärcher Leibnitz), Bronze holte sich Mehrkämpferin Verena Preiner (Union Ebensee) in 13,73s.

„Ich wäre heute gerne schneller gelaufen, ich bin nicht wirklich zufrieden. Schade, dass Steffi heute nicht dabei war, das hätte mir sicher zu einer schnelleren Zeit geholfen. Aber der Titel freut mich sehr, auch wenn ich heute durch die hohe Trainingsbelastung nicht spritzig genug war. Mein Ziel für dieses Saison bleibt das WM-Limit.“

(C) TLV/ÖLV

400m Hürden

In Abwesenheit des Titelverteidigers Dominik Hufnagl entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Markus Kornfeld (DSG Wien) und Sebastian Gaugl (KSV alutechnik). Bis zur achten Hürde lagen die Beiden gleichauf, erst auf der Zielgerade konnte sich der Wiener mit 52,68s gegenüber 53,83m dann noch deutlich absetzen. Bronze ging in 54,99s an Stefan Martin Pretterhofer ( KSV alutechnik).

Deutlich dagegen von Beginn an das Frauen-Rennen, in dem U20-Athletin Lena Pressler (Union St.Pölten) vom Startschuss weg den Ton angab. Trotz einiger Rhythmusprobleme war sie in 61,69s ungefährdet und holte sich ihre erste Goldmedaille in der allgemeinen Klasse. Um die weiteren Plätze war es jedoch spannend, Silber holte sich mit einem starken Finish noch Magdalena Baur (TS Lauterach, 63,49s) vor Lisa Wiesmayr (ULC Linz Oberbank) in 63,76s.

„Bis ca. 200m ist es gut gelaufen, in der zweiten Kurve habe ich dann einen Schritt zu viel gemacht. Ohne Konkurrenz war es schwer das Letzte aus mir herauszuholen, darum bin ich mit der Zeit auch nicht wirklich zufrieden.“

Staatsmeister 2019

Männer:

100m: Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) 10,51s
200m: Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) 21,27s
400m: Dominik Hufnagl (SVS-Leichtathletik) 47,90s
800m: Leon Kohn (SVS LA) 1:54,65min
1500m: Albert Kokaly (DSG Maria Elend) 3:54,08 min
5000m: Andreas Vojta (team2012.at) 14:26,77min
4x100m: ULC Riverside Mödling (Nnamdi, Fuchs, Meyer, Schwaiger) 41,21s
110m Hürden: Martin Kainrath (ULC Linz Oberbank) 14,84s
400m Hürden: Markus Kornfeld (DSG Wien) 52,68s
Weitsprung: Isaac Asare (Union Salzburg LA) 7,18m
Stabhochsprung: Sebastian Ender (ALC Wels) 5,05m
Hochsprung: Andreas Steinmetz (SVS LA) 2,03m
Dreisprung: Philipp Kronsteiner (TGW Zehnkampf-Union) 15,65m
Speerwurf: Matthias Kaserer (Union Salzburg LA) 68,19m
Kugelstoßen: Heimo Kaspar (ATG) 15,68m
Diskuswurf: Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ) 65,58m
Hammerwurf: Marco Cozzoli (SVS LA) 60,25m

Frauen:

100m: Alexandra Toth (ATG) 11,56s
200: Alexandra Toth (ATG) 24,14s
400m: Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union) 54,26s
800m: Carina Schrempf (Union St.Pölten) 2:12,40min
1500: Carina Reicht (run2gether) 4:32,48 min
5000m: Julia Mayer (DSG Wien) 16:37,16 min
100m Hürden: Beate Schrott (Union St. Pölten) 13,53s
400m Hürden: Lena Pressler (Union St.Pölten) 61,69s
4x100m: Union St.Pölten (Edlinger, Pressler, Burda, Schrott) 47,31s
Weitsprung: Ingeborg Grünwald (Union Salzburg LA) 6,20m
Stabhochsprung: Anna Sarah Sailer (ATSV Innsbruck) 3,90m
Hochsprung: Ekaterina Krasovskiy (DSG Wien) 1,80m
Dreisprung: Michaela Egger (Union Salzburg Leichtathletik) 12,31m
Speerwurf: Victoria Hudson (SVS LA) 58,30m
Kugelstoßen: Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) 14,52m
Diskuswurf: Djeneba Touré (ATG) 51,85m
Hammerwurf: Tatjana Meklau (SVS LA) 61,37m ÖR

Ergebnisse

Fotos gratis verwendbar bei Nennung (C) TLV/ÖLV

Foto (C) ÖLV

Heute Sonntag gibt es um 20 Uhr einen Kurzbeitrag auf ORF Sport+, einen 30-minütigen TV-Beitrag wird es auf ORF Sport+  am Sa, 3.8. um 19 Uhr geben.

28/07/19 10:33, Text: Georg Franschitz

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ÖLV-Cup - Top 5

  Verein

Punkte (Zwischenstand 07.10.2019)

1. TGW Zehnkampf-Union Logo TGW Zehnkampf-Union 5.103
2. logo-SVS SVS-Leichtathletik 4.226
3. DSG Wien 3.531
4. Union Riverside Mödling Logo ULC Riverside Mödling 3.385
5. ULC Linz Oberbank 2.273
Gesamt-Ranking