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Starkes Marathondebüt von Stephan Listabarth in Frankfurt

Stephan Listabarth im Ziel in der Frankfurter Festhalle (C) Karl Sander

Stephan Listabarth (DSG Wien) ist beim Mainova Frankfurt Marathon in 2:18:23 Stunden ein sehr gutes Marathondebüt gelungen. Österreich hat damit den nächsten starken Marathonläufer. Hinter Lemawork Ketema (2:13:22) und Peter Herzog (2:15:29) erzielte er trotz kalter und sehr windiger Bedingungen die drittschnellste Zeit in der österreichischen Jahresbestenliste.

„Es ist eine unglaubliche Freude. Bis Kilometer 32 lief alles rund. Danach habe ich erstmals gespürt, was es heißt, Marathon zu laufen“, sagte der 25-jährige Wiener. „Der Wind ist zwischen den Hochhäusern aus allen Richtung gekommen. Es wurde sehr hart, aber ich habe gedacht: ‚Genau dafür hast du trainiert, dass du solche Situationen durchstehst.‘ Bei Kilometer 37 hat mir jemand reingerufen, dass ich sogar auf eine Zeit unter 2:18 liege. Das hat sehr motiviert. Beim Zieleinlauf in der Festhalle habe ich fast geweint. Mein Ziel war eine Zeit von 2:17, das wäre auch bei diesen heute schwierigen Bedingungen möglich gewesen. Meine Vorbereitung war sehr gut, aber die letzte Woche war alles andere als leicht. Ich war stark verkühlt, aber habe es trotzdem versucht und bin jetzt sehr froh, dass es gelungen ist. Es war mein erster Marathon, damit kann ich wirklich sehr zufrieden sein.“

27. Platz in einem hochklassigen Rennen

In dem hochklassigen IAAF Gold Label Rennen erreichte Listabarth den 27. Platz. Im ersten Teil der Strecke hat ihn Valentin Pfeil als Pacemaker unterstützt. Der 25-jährige Wiener, der von Karl Sander trainiert wird, ist seit August als Teil seines Medizinstudiums im „Klinisch-Praktischen Jahr“ voll im Spitalsdienst tätig. Trainings finden oft an den Randzeiten des Tages statt. Bereits beim Vienna City Marathon 2018 wollte er seinen ersten Marathon laufen, verletzungsbedingt musste er die Vorbereitung jedoch abbrechen.

Mit dem Gewinn der EM-Bronzemedaille in der Marathon-Nationenwertung in Berlin durch Lemawork Ketema, Peter Herzog und Christian Steinhammer im August 2018 und Rang 23 von Valentin Pfeil beim WM-Marathon in London 2017 haben österreichische Marathonläufer in den jüngsten Jahren auch international aufgezeigt. Stephan Listabarth hat mit seinem Debüt die österreichische Marathonspitze weiter verbreitert. Nach beachtlichen Bestzeiten über 3.000m (8:27,01 min), 5.000m (14:16,98) und 10.000m (29:20,85 min) im Jahr 2018 ist ihm nun der Schritt zum Marathon gelungen.

Text: Andreas Maier, Foto (C) Karl Sander

 

 

28/10/18 14:38, Text: Helmut Baudis

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