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U23-EM: Die Woche in der Retrospektive

(C) Gävle2019/Veronica Thuresson

Eine Woche bei den U23-Europameisterschaften hatte einiges zu bieten. Schweden, normal bekannt für Weltmarken wie Volvo, IKEA und Pippi Langstrumpf zeigte sich von seiner schönsten Seite. Ausgeprägte Gastfreundlichkeit, wunderschöne Natur und Wettkämpfe der Extraklasse machten diese Woche unvergesslich.

Mit jeder Menge unterschiedlicher Erwartungen reiste die ÖLV-Delegation vergangenen Dienstag am Flughafen in Wien/Schwechat ab. Für einen Teil des Teams war es das erste Groß-Event, den Großteil konnte man als durchwegs erfahren bezeichnen. Allen voran Siebenkämpferin Sarah Lagger; sie sammelte trotz ihres jungen Alters bereits viel Erfahrung bei internationalen Meisterschaften. Die TGW-Zehnkampf-Athletin konnte sich auf Grund ihrer bisherigen Erfolge berechtigte Chancen auf Edelmetall ausrechnen. Nach den Medaillen bei der U18-WM in Cali, U18-EM in Tiflis, U20-WM in Bydgoszcz, U20-EM in Grosseto und bei der U20-WM in Tampere wäre Medaille Nummer sechs in Reichweite gewesen.

Der Wettkampf war nicht nur Grund des Wetters durchwachsen - auch die kürzlich absolvierte Matura trug ihren Teil dazu bei. Soliden Leistungen wie im Hochsprung folgte DIE Weltklasse-Leistung im Kugelstoßen mit 15,23m, dieses Mal reichte es nicht ganz für das Podium. Es fehlte ein wenig die Konstanz in den einzelnen Disziplinen - trotzdem schaute am Ende der 5. Platz heraus. In zwei Jahren erhält Lagger nochmals die Chancen auf Edelmetall bei einer U23-EM in Bergen (NOR).

Für Philipp Kronsteiner lief die Qualifikation noch vielversprechend, im Finale passte jedoch der Anlauf nicht mehr ganz und der TGW-Zehnkampf-Union-Athlet konnte leider nicht zeigen, wozu er im Stande ist zu leisten und wurde Zwölfter.

(C) Gävle2019/Veronica Thuresson

Dominik Hufnagl konnte sich für das 400m-Semifinale qualifizieren und belegte schlussendlich den 13. Platz. Nico Garea schied bereits im Vorlauf aus. Auch für Karin Strametz lief es über die 100m-Hürden nicht ganz nach Wunsch. Wurde sie im Vorlauf noch stark vom Wind beeinträchtigt, fand sie im Halbfinale nicht wirklich in den Rhythmus und schied aus.

Die beiden Läuferinnen Katharina Pesendorfer und Ylva Traxler zollten ihrer sehr langen US-Freiluft-Saison Tribut, präsentierten sich in ebenfalls sehr starken Feldern jedoch solide. Mit dem Final-Einzug sorgte Pesendorfer sicherlich für eine Überraschung für alle Beteiligten. 3.000m-Hindernis-Läufer Tobias Rattinger schied leider ebenfalls im Vorlauf aus wie Julia Schwarzinger über 100m und 200m, sowie Sebastian Gaugl über 400m-Hürden.

Für beide Nationalstaffeln war bereits in den Vorlaufen Schluss. Erfreulich ist jedoch, dass es seit langem wieder eine 4x400m-Staffel gibt. Wie die 4x100m-Staffel muss sie sich jedoch erst finden und kann in Zukunft sicher noch das ein oder andere Wort bei internationalen Wettkämpfen mitreden.

''Das Niveau dieser U23-EM war in allen Bewerben sehr hoch. Das ÖLV-Abschneiden insgesamt war etwas unter den Erwartungen. Für das Highlight aus heimischer Sicht sorgte Sarah Lagger mit dem sensationellen Kugelstoß wo sie knapp den österreichischen U23-Rekord verpasste. Sehr erfreulich ist, dass zwei Nationalstaffeln am Start waren, hier sehen wir Potential für die Zukunft'', resümierte Delegationsleiter Hannes Gruber.

Schweden war jedenfalls eine Reise wert. Sei es um erste Erfahrungen zu sammeln, zu sehen was die internationale Konkurrenz in Europa drauf hat, um den eigenen Standort zu bestimmen oder festzulegen, wo es für die Saison 2020 hingehen soll.
Sehr erfreulich war der Zuschauer-Zuspruch der Schweden. Vor allem an den Wochenenden waren mit Sicherheit rund 3.000 Fans vor Ort. Die Stimmung war dem entsprechend sehr gut und auch überaus fair.

Die U23-EM im Überblick
AthletIn Verein Bewerb Platzierung
Sarah Lagger TGW Zehnkampf-Union Siebenkampf 5. Platz
Philipp Kronsteiner TGW Zehnkampf-Union Dreisprung 12. Platz
Strametz, Schwarzinger, Haberditz, Huemer 4x100m 12. Platz
Dominik Hufnagl SVS-Leichtathletik 400m 13. Platz
Hufnagl, Garea, Einramhof, Gaugl 4x400m 14. Platz
Katharina Pesendorfer SVS-Leichtathletik 3000m Hindernis 15. Platz
Patricia Madl Sportunion IGLA long life Speerwurf 15. Platz
Karin Strametz SU Kärcher Leibnitz 100m Hürden 18. Platz
Ylva Traxler ULC Riverside Mödling 5000m 19. Platz
Sebastian Gaugl KSV alutechnik 400m Hürden 22. Platz
Tobias Rattinger LAC Amateure Steyr 3000m Hindernis 22. Platz
Julia Schwarzinger TGW Zehnkampf-Union 200m 25. Platz
Nico Garea KSV alutechnik 400m 29. Platz
Julia Schwarzinger TGW Zehnkampf-Union 100m 30. Platz

14/07/19 08:39, Text: Bernhard Rauch

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  Verein

Punkte (Zwischenstand 07.10.2019)

1. TGW Zehnkampf-Union Logo TGW Zehnkampf-Union 5.103
2. logo-SVS SVS-Leichtathletik 4.226
3. DSG Wien 3.531
4. Union Riverside Mödling Logo ULC Riverside Mödling 3.385
5. ULC Linz Oberbank 2.273
Gesamt-Ranking