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Über 100 neue Rekorde bei den österr. Masters-Meisterschaften

Renate Schindler, rotes Trikot, auf dem Weg zum neuen ÖLV-200-m-Rekord in der W16-Klasse (C) Helmut Baudis

Am Samstag, 7. März 2026, fanden in der Sport Arena Wien die österreichischen Hallen-Masters-Meisterschaften statt. Rund 300 Teilnehmer:innen im Alter von 35 bis 88 Jahren kämpften um Sekunden, Meter und Medaillen. Insgesamt 93 Landesrekorde und 13 österreichische Altersklassen-Rekorde konnten an diesem Tag verbessert werden. Und sogar einen Masters-Weltrekord gab es zu bewundern. 

Sabine Hofer (LAC Salzburg) sorgte am Samstag gleich für zwei österreichische Rekorde. Die W65-Athletin lief über 400 m und 1500 m nicht nur zu Gold, sondern stellte mit 78,99 s und 5:38,79 min auch zwei neue ÖLV-Bestmarken auf. WLV-Mastersreferentin Renate Schindler (siehe Titelfoto, StNr 54) unterstützte Dr. Franz Kropik fast den gesamten Tag bei den Siegerehrungen und trug sich darüber hinaus bei ihrem 200-m-Sieg auch in die ÖLV-Rekordliste der Altersklasse W60 ein. 31,88 s stehen für die Athletin der DSG Wien nun dort zu Buche. Die bisherige Rekordmarke von Silvia Anzinger (32,72 s), die verletzungsbedingt leider in Wien nicht antreten konnte, hatte nur 35 Tage Bestand. 

Jasminka Husic (PSV TRI LINZ) konnte wie Hofer ebenfalls zwei neue österreichische Rekorde erzielen. Die W55-Athletin lief die 200 m in 31,57 s und die 400 m in 73,21 s, was beide Male die Goldmedaille und neuen ÖLV-Rekord bedeutete. Im Hochsprung der Frauen egalisierte Ingrid Bluch (LAC Klagenfurt) bei ihrem Sieg mit 1,30 m die aktuell bestehende Rekordhöhe in der W55-Klasse, die sie selbst seit 2025 gemeinsam mit Masters-Legende Marianne Maier (TECNOPLAST TS Höchst) seit 2005 hält. Maier war in der Wiener Halle an diesem Wochenende ebenfalls sehr erfolgreich.


Foto: Marianne Maier (TECNOPLAST TS Höchst) holte gleich vier Goldmedaillen in der W80-Klasse. Sie siegte in der Sport Arena Wien im 60-m-Lauf, im Weit- und Hochsprung sowie im Kugelstoß (C) Helmut Baudis

Sechs neue ÖLV-Rekorde bei den Männern

Alois Egger (TU Raika Schwaz) lief die 1500 m in 5:34,46 min und erzielte damit bei seinem Goldlauf einen neuen ÖLV-Rekord in der M70-Klasse, Andreas Haller (LV-Marswiese) gelang mit 5:56,78 min auf gleicher Strecke ebenfalls eine neue rot-weiß-rote Bestmarke in der M75-Klasse.

Im Stabhochsprung gab es gleich drei Rekordmeldungen zu verzeichnen. Gerhard Schwab (SU Leibnitz) sprang 2,73 m und verbesserte die sechs Jahre alte Bestmarke seines Vereinskollegen und SU-Leibnitz-Mastersminds Reinhold Heidinger um drei Zentimeter. Heidinger selbst sicherte sich die Goldmedaille im Stabhochsprung der M-75-Klasse in einem spannenden Duell mit dem Oberösterreicher Helmut Hübl (ALS Wels). Beide übersprangen die neue ÖLV-Rekordhöhe von 2,63 m, Heidinger gelang dies bereits im ersten Versuch, was ihm den Sieg einbrachte. 


Foto: Reinhold Heidinger siegte auch mit der 4-kg-Kugel (C) Clara Baudis

Der Olympiateilnehmer von 1972 in der 4x100-m-Staffel, Helmut Lang (SVS-Leichtathletik), sorgt seit Jahren für unzählige ÖLV-Rekorde im Wurfbereich. Bei seinem Sieg am Samstag im Kugelstoßbewerb mit dem 3-kg-Gerät verbesserte er mit 9,65 m die sechs Jahre alte Bestmarke von Helmuth Elsässer (8,94 m, 2020) deutlich. 

Die Gehbewerbe bei diesen Hallen-Meisterschaften waren mit 23 Teilnehmer:innen auch wieder gut besetzt. Auch hier gab es "etliche sehr gute Zeiten und persönliche Bestleistungen", wie Gehsportreferent Gabi Schwarz berichtete und beispielhaft die österreichische W-35-Meisterin Barbara Hollinger (Union Pottenstein, 7:47,16 min), W65-Meisterin Ulrike Striednig (LAC Klagenfurt, 8:57,58 min) oder Robert Kruschina (LC-Waldviertel, 9:54,36 min) anführte, die allesamt persönliche Bestleistungen erzielten.

M40-Weltrekord durch Petr Svoboda

Direkt im Anschluss an die österreichischen Masters-Meisterschaften fand ein kleines, internationales ÖLV-Meeting statt, bei dem der Tscheche Petr Svoboda mit 7,74 s über 60 m Hürden einen neuen Masters-Weltrekord in der M40-Klasse aufstellte. Eine beeindruckte Leistung des Hallen-Europameisters aus dem Jahre 2011 und ein brillanter Schlusspunkt in seiner Karriere, wie er am Ende beim Interview mit Stadionsprecher Uwe Holli mitteilte. 


Foto: Petr Svoboda (CZE) jubelt über den ersten Weltrekord in der neuen Sport Arena Wien, die im September 2025 ihren Betrieb aufnahm. (C) Helmut Baudis

ÖLV-Masterscup: LAC Klagenfurt setzt sich an die Spitze

An den den österreichischen Masters-Meisterschaften nahmen Athletinnen und Athleten aus 72 verschiedenen Vereinen aus ganz Österreich teil. Sie sammelten mit ihrem Antreten auch Punkte für die Jahres-Vereinswertung, den ÖLV-Masterscup. Hier übernahm Titelverteidiger LAC Klagenfurt mit 993 Punkten gleich wieder die Führung. Die Sportunion Leibnitz setzte sich in dieser ersten Zwischenwertung mit 845 Punkten an die zweite Stelle, dahinter folgen TSV St. Georgen an der Gusen und DSG Wien mit 543 und 538 Punkten dicht beisammen. 

Von 27. März bis 2. April 2026 wird Österreichs Leichtathletik in Torun (POL) bei den Hallen-Masters-Europameisterschaften wieder durch ein schlagkräftiges und großes Team vertreten sein. 

    10/03/26 10:07, Text: Helmut Baudis


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