Timo Hinterndorfer (DSG Wien) in 1:02:58 und Larissa Matz (ULC Riverside Mödling) in 1:15:15 sind die Sieger des Wiener Städtische Halbmarathon 2026. Beide Lokalmatadoren wurden besonders in der Schlussphase lautstark vom Publikum ins Ziel getragen. Die zweitplatzierte Nicole Bauer (ULC Riverside Mödling) verbesserte bei ihrem Debüt in 1:15:37 den ÖLV-U23-Rekord im Halbmarathon von Cordula Lassacher (1:16:18 - 2025): „Ich hatte richtig gute Trainingseinheiten in der Vorbereitung und so war ich trotz einer kleinen Erkältung letzte Woche optimistisch, dass ich um den U23-Rekord laufen kann. Es ist unglaublich, dass er gleich beim Debüt und auch noch hier beim VCM gelungen ist! Ich bin sehr, sehr glücklich über mein Halbmarathon-Debüt“, jubelte Bauer.
Das Marathon Frauenrennen war bis einen Kilometer vor dem Ziel von Harmonie und Gleichschritt geprägt. In einem packenden Finish bewies die Äthiopiern Tigist Gezahagn ihre Spurt-Qualitäten und entschied den Marathon mit neuem Streckenrekord von 02:20:06 vor ihrer Landsfrau Haftamnesh Tesfaye für sich. Diese blieb mit 2:20:18 ebenfalls unter der alten Streckenrekordmarke von 2:20:59. Eva Wutti (Club RunAustria) schaffte als beste Österreicherin in 2:42:37 mit viel Kampf eine Top-Ten-Platzierung.
Mit der fünftschnellsten Zeit in der Geschichte des Vienna City Marathon hat Fanny Kiprotich seinen internationalen Durchbruch geschafft. Der 24-jährige Kenianer, der im September 2025 als Sieger des Tallinn Marathon im Marathon debütiert hat, lief auch bei seinem zweiten Marathon als Erster über die Ziellinie und verbesserte seine persönliche Bestleistung um viereinhalb Minuten.
Andreas Vojta (team2012.at) beendete das Rennen wie 2025 als bester Österreicher auf dem neunten Platz in einer Zeit von 2:15:07 Stunden – auch sie vergleichbar mit jener aus dem Vorjahr. „Es sind gemischte Gefühle. Es ist schön, in die Top-Ten gelaufen zu sein, aber ich wäre gerne eine schnellere Zeit gelaufen“, resümierte er.
Einen kräftigen Stimmungskiller der Hoffnungen der österreichischen Fans auf einen denkwürdigen Marathontag bedeutete das abrupte Stehenbleiben von Aaron Gruen (ProTeam Vienna) nach 20 Kilometern. Bis dahin war Österreichs Rekordhalter in einer Pace unterwegs, die in der Hochrechnung auf eine Leistung um 2:09 Stunden hingedeutet hätte. „Ich habe schon am Start gespürt, dass es schwer wird. Ab Kilometer 15 war es mein Eindruck, als wären die Beine nicht da. Da wusste ich, dass ich es nicht ins Ziel schaffe, daher habe ich das Rennen aufgegeben. Es war körperlich und mental sehr schwierig“, so Aaron in einem ersten Statement.
Fotos & Text: Vienna City Marathon



