.

Vorschau: Letzte Station der Austrian Top Meetings in Andorf

(C) GEPA Pictures

Diesen Samstag, am 1.8., steigt mit dem fünften und letzten Austrian Top Meeting in Andorf (OÖ) das Finale dieser höchsten ÖLV-Meeting-Kategorie. Und es könnte kein Würdigeres sein, gleich fünf Olympia- und WM-Medaillengewinner sind am Start. Neben den zwei international dekorierten oberösterreichischen „local Heroes“ Lukas Weißhaidinger und Verena Preiner sowie der gebürtigen Welserin Ivona Dadic werden auch Olympiasieger Christian Taylor (USA) und Weltmeister Ramil Guliyev (TUR) im Pramtalstadion beim „Int. Josko Laufmeeting“ am Start stehen.

Weltmeister und Olympiasieger treffen sich auf der 100m-Distanz

2017 wurde Ramil Guliyev in London Weltmeister über die 200m und damit Nachfolger von Usain Bolt. Aber auch über die 100m hat der Türke bereits die Schallmauer von 10 Sekunden unterboten, seine Bestleistung steht bei beeindruckenden 9,97s. Bereits 2018 beehrte er das Int. Josko Laufmeeting und stellte bei seinen Siegen über 100 und 200m mit 10,15s bzw. 20,18s jeweils Stadionrekorde auf. Für ihn ist es der erste Start in der heurigen Sommersaison, man wird sehen wie gut die Form auf den beide Distanzen nach vielen harten Trainingseinheiten bereits ist.

 Gefordert wird er auf der kurzen Strecke unter anderem von Dreisprung-Olympiasieger und -Weltmeister Christian Taylor (USA), der sich seit zwei Wochen in Wien befindet und derzeit in der Südstadt trainiert. Vor allem an der Schnelligkeit wird vom US-Amerikaner derzeit gearbeitet, darum kommt ihm der 100m-Sprint in Andorf gerade recht. „Mein Background sind ja eigentlich die 400m, darum bin ich die 100m erst 3-4 Mal in meinem Leben gelaufen. In Florida konnten wir ja seit März überhaupt nicht auf einer Laufbahn trainieren, da alle Stadien komplett gesperrt waren. Darum ist es für mich sehr wichtig jetzt hier in Österreich gut arbeiten zu können und ich hoffe meine Bestzeit im Kurzsprint weiter verbessern zu können.“

Leider wird sich Österreichs schnellster Mann, Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling), nicht mit diesen beiden Weltklasseathleten messen können. Der Niederösterreicher spürt seit dem letztwöchigen Meeting in Regensburg seine Wadenverletzung wieder und muss daher sein Lieblingsmeeting in Andorf auslassen.

Im Frauenrennen bekommt es Staatsmeisterin Alexandra Toth (ATG), die vergangenes Wochenende in Regensburg bis auf 1/100s an ihre Saisonbestleistung von 11,63s heran lief, mit der starken slowakischen Juniorin Viktoria Forster zu tun, die heuer bereits 11,71s lief.

Heim-Meeting für Lukas Weißhaidinger

Durch die Absage aller internationalen Meetings nutzte Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) heuer die Möglichkeit, so oft wie noch nie bei Austrian Top Meetings an den Start zu gehen. Eine Teilnahme in Andorf, nur wenige Kilometer von seinem Heimatort Taufkirchen entfernt, ließ sich der Lokalmatador aber auch in den vergangenen Jahren nie nehmen, ein Start beim „Heimmeeting“ war für ihn immer selbstverständlich. Seine Fans dankten es dem Oberösterreicher auch immer und erschienen zahlreich um ihn anzufeuern. Der WM-Dritte will seinen Anhängern, obwohl er seinen Trainingsumfang wegen des nahenden Saisonendes in zwei Wochen bereits leicht reduziert hat, noch einmal eine tolle Show bieten: „Ein bis zwei extra Meter sind wegen der guten Stimmung in Andorf immer drinnen.“

Ausgezeichnet besetzter Hürdensprint der Frauen

Andorf ist auf der Sprintbahn ein guter Boden für schnelle Zeiten, das bewiesen Hürdenläufer und Sprinter in den letzten Jahren immer wieder. Und so ist es kein Wunder, dass besonders die Nachfrage nach Startplätzen im Hürdensprint alljährlich sehr groß ist. Die heimische Elite ist denn auch vollzählig vertreten.

Im 100m Hürdenbewerb bekommen es daher die beiden schnellsten ÖLV-Athletinnen Beate Schrott (Union St. Pölten, SB 13,13s) und Karin Strametz (SU Kärcher Leibnitz, SB=PB 13,25s) mit flotter Konkurrenz aus dem Ausland zu tun. Zu Dauerrivalin Stanislava Skvarkova (SVK, PB 13,02s) gesellen sich diesmal noch Ivana Loncarek (CRO, PB 13,09s) und Lucie Koudelova (CZE, PB 13,12s), insgesamt also ein auch international hochklassiges Feld, das schnelle Rennen erwarten lässt.

Mehrkampf-Asse starten jeweils in zwei Bewerben

Kommt Ivona Dadic (Union St.Pölten) nach ihrem „Stundenweltrekord“ in Amstetten vor gerade einmal 10 Tagen in bereits ausgezeichneter Form nach Oberösterreich, so ist es für Verena Preiner (Union Ebensee) erst der zweite Start nach ihrer Knöchelverletzung. Die St.Pöltnerin wird erst im 100m-Vorlauf ihre Schnelligkeit testen und dann zweimal über die 100m Hürden antreten, wo sie heuer bereits 13,64s gelaufen ist. Die WM-Dritte von Doha wird dagegen zuerst den Speerwurf bestreiten und danach ebenso die Hürdenläufe absolvieren

Susanne Walli will auf der Stadionrunde wieder angreifen

Nach ihrem gelungenen Test letztes Wochenende bei den Landesmeisterschaften will Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union) auf den 400 Metern wieder voll angreifen. Schon Anfang Juni zeigte die Linzerin ihre ausgezeichnete Frühform, als sie in St.Pölten neue österreichische Bestleistung über die 300m aufstellte. Danach wurde die Hallen-EM-Teilnehmerin von einer Wadenverletzung etwas eingebremst, jetzt sollte aber wieder alles in Ordnung sein. Gefordert wird sie von Daniela Ledecka (SVK), die heuer über diese Distanz bereits 53,29s gelaufen ist.

Eben jene Slowakin ist dann mit einer PB von 23,84s auch eine der Favoritinnen über die halbe Stadionrunde. In diesem Bewerb wollen sowohl Ina Huemer (SU IGLA long life) als auch Alexandra Toth (ATG) unter der 24-Sekunden-Marke bleiben.

Bleibt noch der Speerwurf der Frauen, in dem neben Verena Preiner auch Heimathletin Patricia Madl (SU IGLA long life) die 50m-Marke angreifen möchten. Zu favorisieren ist hier aber die starke Tschechin Martina Pisova, die mit einer PB von 56,55m ins Pramtal anreist.

Besondere Auflagen durch die Covid-19 Verordnung

Die Veranstalter der IGLA long life haben auf Basis der aktuellen Covid-19 Verordnung ein spezielles Konzept erarbeitet, maximal 750 Zuseher sind in Andorf zugelassen. Alle Details dazu gibt es auf www.laufmeeting.at

 Beginn ist um 13:45

 Startlisten und Live-Ergebnisse

 Fotos: (C) GEPA Pictures

30/07/20 22:48, Text: Georg Franschitz

zurück

ÖLV-Cup - Top 5

  Verein

Punkte (Zwischenstand - 12.10.2020)

1. TGW Zehnkampf-Union Logo TGW Zehnkampf-Union 3.922
2. DSG Wien 3.541
3. Union Riverside Mödling Logo ULC Riverside Mödling 2.839
4. logo-SVS SVS-Leichtathletik 2.062
5. UNION St. Pölten 1.903
Gesamt-Ranking