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Wettkampf der Superlative - Weißhaidingers Fazit nach Rabat

Lukas Weißhaidinger in Rabat (C) Jean Pierre Durand

Fünfte Saisonbestleistung, dritter Diamond League-Stockerlplatz, 200. 60 Meter-Wurf.

Lukas Weißhaidinger präsentierte sich am Tag nach seinem 3. Rang beim Diamond-League-Meeting in Rabat (MAR) mit der neuen Saisonbestleistung von 68,14 m entsprechend gut gelaunt und gelöst. "Eigentlich unglaublich. Das Niveau im Diskuswerfen könnte höher nicht sein. Mit 68 m nur auf Platz 3 zu landen - das ist eigentlich verrückt. Ich würde sagen, das ist das stärkste Feld, dass es bei uns je gegeben hat. Nicht einmal zu Robert Hartings Zeiten! Umso schöner, dass ich am Stockerl fast schon ein Abo habe."

Fedrick Dacres wurde nachträglich zum Sieger erklärt, sein 3. Versuch mit 70,78 m doch noch gültig gegeben. Was sagst Du zu dieser Entscheidung?

Lukas Weißhaidinger: "Er war in Rabat klar der Beste, hat verdient gewonnen. Wir haben seinen Versuch auch alle gültig gesehen, haben ihm geraten, zu protestieren."

Du hast im 1. Versuch Stadionrekord geworfen. Und das, obwohl Du wegen Flugverspätungen erst um 3 Uhr in der Früh in Rabat angekommen bist. Wie siehst Du den 1. Versuch im Rückblick?

Weißhaidinger: "Die Bedingungen waren sehr gut. Die Temperaturen waren angenehm, dazu Windstille. Ich war schon beim Einwerfen locker. Der 1. Wurf im Wettkampf hat sich sehr gut angefühlt. Dann hab' ich den Fehler gemacht, es erzwingen zu wollen und bin verkrampft. Meine Schulter war nicht mehr so locker, das Gefühl hat gefehlt. Das sollte ich in Zukunft vermeiden. Aber ich bin richtig froh, 68 m geworfen zu haben - in einem Stadion, ohne Windunterstützung. Das ist für mich eine Premiere, fühlt sich richtig gut an. Da können jetzt nicht mehr viele mit. Im Moment nicht einmal der Weltmeister..."

Wusstest Du, dass Du gestern Deinen 200. Wurf über 60 m in einem Wettkampf geworfen hast?

Weißhaidinger: "Ich hab's erst nachher erfahren. Das ist der Oberhammer. Meine Erfolge, meine Leistungen können sich mittlerweile wirklich sehen lassen!"

Welche Ziele steckst Du Dir für die nächsten Wettkämpfe?

Weißhaidinger: "Die 69 m liegen in Reichweite. Ich weiß, dass ich an einem sehr guten Tag auch Dacres und Stahl schlagen kann. Aber ich habe in dieser Saison schon extrem viel erreicht. Das WM- und Olympia-Limit, die vorzeitige Qualifikation für das Diamond-League-Finale usw. Ich muss nichts erzwingen. Ab sofort beginnt jetzt die gezielte Vorbereitung auf die WM in Doha. Die nächsten Wettkämpfe werde ich mehr oder weniger aus dem Training heraus bestreiten. Ziel muss sein, bei der WM dann wieder über 68 m oder noch weiter zu werfen!"

Interview. ÖOC/Wolfgang Eichler

17/06/19 14:03, Text: Bernhard Rauch

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