.

Marathonrekord und EM-Limit für Julia Mayer in Valencia!

© SIP / Johannes Langer

Einmal mehr lockte der Maraton Valencia Trinidad Alfonso Anfang Dezember eine Vielzahl an Spitzenläufer:innen auf seinen schnellen Kurs und bot wieder sehr guten Wetterbedingungen. Im Elitefeld befand sich auch Österreichs Marathonrekordlerin Julia Mayer (DSG Wien) die ihren bisherigen Rekord (2:26:43 Valencia 2023) auf 2:26:08 verbesserte und damit das EM-Limit von 2:27:00 für 2026 in Birmingham (GBR) ebenso klar unterbot.

An der Strecke gab es durchwegs gute Stimmung und die Temperaturen lagen bei Sonnenschein zwischen 12 und 16°C. Von Beginn an lief das Rennen von Julia Mayer (DSG Wien) wie ein Uhrwerk rund um einen Kilometerschnitt knapp unter 3:30 min, womit sich die Wienerin unter den Top-30 Frauen einsortierte. Die ersten 10km wurden in 34:49 min gemeinsam mit der deutschen Hindernisläuferin und Marathondebütantin Gesa Krause absolviert. Danach erhöhte die 32-Jährige Österreicherin das Tempo etwas, setzte sich von der Deutschen ab und passierte den Halbmarathon in 1:12:59 klar auf Rekordkurs auf Platz 24. Auf den nächsten Kilometern bildete sich wieder eine kleine Gruppe mit der Ungarin Nora Szabo, der Australierin Genevieve Gregson und der Schwedin Carolina Johnson. Die diesjährige 33. der WM in Tokio erhöhte weiter den Druck und sprengte diese Gruppe nach vorne und absolvierte die ersten 30km in 1:43:56 und lag bei Kilometer 35 bereits auf Rang 16. Mit 2:26:08 unterbot die Wienerin ihren Rekord damit um 35 Sekunden, das EM-Limit um 52 Sekunden und lief auf Platz 14. Beinahe ging sich ein Negativ-Split aus, denn die zweite Streckenhälfte wurde nur rund 10s langsamer als die Erste absolviert.

Julia Mayer: "Alles in allem bin ich sehr zufrieden, wenn man die Umstände betrachtet. Ich wollte Richtung 2:25 hoch laufen, aber in der Mitte des Rennens gab es doch sehr viel Wind und es wurde auch etwas zu warm. Die 2:25 hab ich zwar knapp verfehlt, aber ich bin dennoch sehr zufrieden. Es ist schon eine Hammerbestzeit und auch die Platzierung ist richtig gut. Die Renneinteilung hat gut gepasst. Vielleicht geht es bei kühleren Temparaturen und weniger Wind beim nächsten Mal noch etwas schneller."

Für Andreas Vojta (team2012.at) lief der Marathon in Valencia auch dieses Jahr nicht optimal und der 36-Jährige blieb mit 2:17:16 auf Platz 92 (im Elitefeld) über seiner Zeit diesjährigen vom Vienna City Marathon und konnte somit keine Punkte für Birmingham sammeln.

International gesehen gewann Joyciline Jepkosgei (KEN) das Rennen in 2:14:00 mit neuer Weltjahresbestleistung und setzte sich damit auf Rang 4 der ewigen Bestenliste. Bei den Männern gewann diesjährige Boston-Sieger John Korir (KEN) das Rennen in 2:02:24. Auf Platz 2 verbesserte Vizeweltmeister Amanal Petros den deutschen Rekord auf 2:04:03.

Live-Ergebnisse (inoffiziell)

Das Rennen wurde per Livestream auf streamster.tv übertragen und kann dort auch nochmal abgerufen werden.

Die Zeit von Julia Mayer wurde am Montag vom Veranstalter und auf World Athletics auf 2:26:08 korrigiert.

Fotos: © SIP / Johannes Langer (auf der Plaza de Toros in der Endphase des Rennens - honorarpflichtig)

07/12/25 10:46, Text: Hannes Riedenbauer


zurück