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U23-EM: Das Team hebt ab

(C) ÖLV/Rauch

Pünktlich um 11:00 Uhr traf sich die österreichische Delegation unter der Führung von ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber am Vienna International Airport. Vollständig ist das Team allerdings noch nicht, denn erst in den kommenden Tagen werden u.a. Philipp Kronsteiner und sein Trainer Ralf Jaros direkt aus Düsseldorf, Ina Huemer und Felix Einramhof aus Wien und Tobias Rattinger und Katharina Haberditz aus Tirol nach Gävle anreisen.

Nach der Ankunft in Arlanda, dem ein wenig nördlich gelegenen Flughafen Stockholms, wurde das Team vom Shuttle-Dienst des LOC abgeholt und direkt ins Teamhotel Princess in Sandviken gebracht. Dort wird das ÖLV-Team unter anderem mit Nationen wie Slowenien, Kroatien und Georgien untergebracht. Die Stadt Sandviken befindet sich rund eine halbe Stunde vom Gavlehov Stadium Park in Gävle entfernt und hat knapp 25.000 Einwohner.

Die ÖLV-Athleten werden die ersten Trainingseinheiten im Gavlehov Stadium Park erst am morgigen Mittwoch absolvieren. Die Trainings- und Aufwärmbereiche spielen alle Stücke und verfügen neben einer 200m Rundhalle auch über eine Kraftkammer und Wurfanlagen. Zusätzlich dazu befindet sich eine Wurfanlage im Freien und weitläufige Laufstrecken im Umkreis der Trainingsanlagen. Die AthletInnen und Betreuer dürfen sich auf beste Bedingungen freuen, sind die Schweden doch bekannt für ihre hervorragende Organisation.

Die U23 als enorm wichtige Altersklasse

ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler betont die Wichtigkeit der U23-Klasse, weil „diese Nachwuchs-AthletInnen in späterer Folge über 60% der künftigen Nationalmannschaft bilden. Diese sechzig Prozent kommen anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Europameisterschaft, WM oder zu den Olympischen Spielen.“ Sehr erfreulich sieht Högler auch die Größe des Teams mit 14 AthletInnen „wovon Sarah und Philipp sicher die meiste Erfahrung haben. Diese beiden haben die besten Möglichkeiten auf Top-Platzierungen, obwohl man nicht unterschätzen darf, dass Sarah zusätzlich die Matura im Vorfeld abschloss. Auch Karin hat gute Aussichten. Ich wünsche dem Team alles Gute und denke, dass jeder um seine Bestleistungen kämpfen kann. Das Team wird sich sicher gut präsentieren.“

Auch Delegations-Leiter Hannes Gruber sieht den Europameisterschaften sehr positiv entgegen: „Das Team ist ein guter Mix aus international Erfahrenen und Newcomern. Sehr erfreulich ist auch, dass der ÖLV mit zwei Staffeln am Start stehen wird.“

Die aussichtsreichsten Final-Entries

Nun zu den Fakten. Geht man nach den Saisonbestleistungen hat Dreispringer Philipp Kronsteiner die aussichtsreichen Chancen (6. Platz mit 16,41m indoor) auf eine Medaille. Nicht außer Acht lassen darf man wie immer ÖLV-Medaillenhamster Sarah Lagger (ebenfalls TGW-Zehnkampf Union). Gerechnet nach der Season-Best reiht sich Lagger an 8. Stelle mit 6042 Punkten vom Hypomeeting in Götzis ein. Ruft die Vize-Weltmeisterin von Tampere 2018 jedoch ihr Leistungspotential voll ab und reüssiert im Bereich ihrer Bestleistung von 6225 Punkten ist eine Medaille in Reichweite. Lagger ist auch jene Athletin, welche die U23-EM aus heimischer Sicht eröffnen wird. Bereits am Donnerstag um 10.00 Uhr wird der Siebenkampf mit den 100m Hürden starten. Die weiteren ÖLV-AthletInnen und vor allem auch die beiden Nationalstaffeln sind mit Sicherheit für Überraschungen gut. Sehr gute Aussichten auf einen Finaleinzug hat die SU Kärcher Leibnitz Athletin Karin Strametz als 10. der Nennliste. Sie bekommt es im Kampf um die Finalplätze unter anderem mit der Berlin2018 Europameisterin aus Weißrussland Elvira Herman zu tun.

Dass sich auch der österreichische Leichtathletik-Nachwuchs seit einigen Jahren im Aufwind befindet, zeigt die eindrucksvolle Medaillenbilanz der vergangenen Jahre. Allein 2018 gewann der ÖLV-Nachwuchs vier und 2017 drei Medaillen bei internationalen Nachwuchs-Meisterschaften wie WM, EM und EYOF.

Ein kurzer Ausflug in die ÖLV U23-EM Geschichte

Bereits bei den ersten U23-Europameisterschaften um die Jahrtausendwende war das ÖLV-Team sehr erfolgreich. Günther Weidlinger gewann 1999 in Göteborg (SWE) wie auch Martin Pröll 2003 in Bydgoszcz (POL) die Goldmedaille über 3000m Hindernis - die bis dato einzigen Goldmedaillen für den ÖLV in der Geschichte der U23-EM. Zusätzlich dazu gewann Linda Horvath 1999 im Hochsprung mit 1,93m die Bronzemedaille und Veronika Watzek 2007 in Debrecen (HUN) im Diskuswurf mit 57,15m die Silbermedaille. Nach medaillenlosen Jahren konnten die ÖLV-AthletInnen ab 2015 wieder Edelmetall sammeln. Siebenkampf-Star Ivona Dadic gewann mit 6033 Punkten die Bronze-Medaille in Tallinn (EST) und die frisch gebackte ÖLV-Rekordhalterin im Siebenkampf Verena Preiner belegte den hervorragenden 2. Platz in Bydgoszcz mit 6232 Punkten.

Ob Schweden nach 1999 abermals ein guter Boden für eine ÖLV-Medaille sein wird, wissen wir spätestens am Sonntag. Die Dichte in der U23 ist enorm hoch - es wäre vermessen, eine Medaille gar zu fordern.

Unterstützung durch 5-Sterne-Airline

Um unsere AthletInnen auf dem Weg dorthin bestmöglich zu unterstützen konnte bereits zu Beginn des Jahres eine Kooperationsvereinbarung mit der taiwanesischen 5-Sterne-Airline EVA AIR abgeschlossen werden. Teil dieser Zusammenarbeit ist neben der Präsenz bei Österreichischen Meisterschaften auch die explizite Unterstützung des ÖLV-Nachwuchses im Rahmen der U23-EM in Gävle als auch der U20-EM in Boras (SWE) kommende Woche durch die Airline. Der Geschäftsführung des Unternehmens ist es ein besonderes Anliegen junge AthletInnen zu fördern und zu unterstützen.

Offizielle Website der U-23 Europameisterschaften

09/07/19 13:09, Text: Bernhard Rauch


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