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WM Doha - Tag 9: Lemawork Ketema beendet Marathon-WM-Debüt auf Rang 41

(C) GEPA Pictures

Lemawork Ketema stellt sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag als letzter ÖLV-Vertreter bei den 17. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha / QAT der Herausforderung Marathon. 

Lemawork Ketema kämpft sich mir Schmerzen ins Ziel

Extrem schwierige Bedingungen mit Temperaturen von 29,6 Grad und 45% Luftfeuchtigkeit erwarteten die Marathonläufer, als sie eine Minute vor Mitternacht auf die 42,195km lange Strecke gingen. Sieben Runden á 7km waren auf der Corniche, der Küstenpromenade von Doha vor leider sehr wenigen Zusehern zu laufen. Lemawork Ketema (SVS LA) hatte sich für seinen ersten WM-Marathon viel vorgenommen und war ausgezeichnet vorbereitet. Bis wenige Minuten vor dem Start trug er eine Kühlweste, die auch schon seine Teamkollegen vor ihren Bewerben verwendet hatten.

Auf den ersten 10km hielt sich der 33-Jährige genau an die Vorgabe von Trainer Harald Fritz und lief wie geplant eine Kilometerzeit von 3min 12sek, was auf eine Endzeit von 2 Stunden 15 Minuten ausgelegt war. Ab Kilometer 15 wurden die Zeiten aber plötzlich langsamer, der Niederösterreicher verlor den Anschluss an die zweite größere Gruppe und passierte alleine laufend nach 1:08:21 auf Position 51 liegend die Halbmarathonmarke. Wie geplant erhielt Lemawork Ketema alle 3,5km bei jeder Verpflegungsstelle eine Trinkflasche mit einem speziellen Getränke-Mix, die vorbereiteten Stirnbänder mit integrierten Kühl-Pads verwendete er aber nicht.

Man sah dem ÖLV-Rekordhalter zu diesem Zeitpunkt bereits an, dass etwas nicht stimmte, das Gesicht wurde immer schmerzverzerrter und die Kilometerzeiten immer langsamer, erst auf 3:25 und auf den letzten Kilometern lagen sie sogar bei 3:30. Der Teamsenior konnte sich durch die Aufgaben einiger Konkurrenten trotzdem noch um ein paar Positionen nach vorne schieben und beendete das Rennen nach 2:20:45 auf Rang 41.

Der Sieg ging nach dramatischem Endspurt an Lelisa Desisa (ETH, 2:10:40) vor seinem Landsmann Mosinet Geremew (2:10:44), mit dem der Österreicher seine WM-Vorbereitung bestritten hatte.

„Die ersten 15 Kilometer waren ok, ich bin genau das geplante Tempo gelaufen. Aber dann kamen plötzlich Schmerzen im linken Bein und ich konnte das Tempo nicht mehr halten. Es wurde dann immer schlimmer, ich hatte sehr große Schmerzen. Es war sehr schwierig für mich heute, aber Aufgeben ist keine Option für mich. Da die Luft heute nicht so feucht war, war auch die Hitze nicht so schlimm, darum habe ich die Stirnbänder gar nicht gebraucht. Ich habe alles gegeben, ich wollte unbedingt ins Ziel kommen.

Es war ja auch ein guter Test für Tokio, darum wollte ich schauen wie ich mich bei solchen Bedingungen durchkämpfen kann. Ich bin sehr enttäuscht, weil ich unter die Top 20 kommen wollte und was mit der angepeilten Zeit von 2:15 auch möglich gewesen wäre. Aber das ist Sport, das muss ich so akzeptieren.“

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Trainer Harald Fritz: „Es ist offenbar eine alte Verletzung, die Lema vor ein paar Jahren hatte, plötzlich wieder aufgetreten. Das war damals eine Stressfraktur des Schambeins und war schon lange ausgeheilt. Es wäre sicher besser gewesen das Rennen aufzugeben, aber er ist halt ein Wettkampftier und ein Aufgeben gibt es für ihn nicht. Ich bin enttäuscht, dass das jetzt gerade hier bei der WM passiert, denn schon mit einer normalen Leistung wäre so viel mehr drin gewesen. Für Lema tut es mir besonders leid, denn so wurde ihm die Chance genommen in einem großen Rennen zu zeigen, was er momentan drauf hat.“

Vorschau

Morgen Sonntag ist Beate Schrott als letzte Österreicherin über die 100m Hürden im dritten Semifinale im Einsatz. Jeweils die Top-2 und die weiteren zwei Zeitschnellsten kommen ins Finale.

Zeitplan der ÖLV-Athleten

Datum

Ortszeit

MESZ

Bewerb

Athlet/in

06.10. (SO)

19:18

20:50

18:18

19:50

100m Hürden SF

100m Hürden Finale

Schrott

Schrott

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• Sonntag, 6. Oktober, 18.00-21.00 Uhr: Tag 10

Alle Live-Übertragungen von ORF SPORT + sind außerdem via TVthek als Live-Stream zu sehen.

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05/10/19 16:33, Text: Georg Franschitz

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